Ideen und Wünsche der Ankumer Jugend: Der Rat hörte aufmerksam zu
Freitag, den 01. Juli 2011 um 02:28 Uhr
(fr) Vor Beginn der eigentlichen Sitzung des Rates der Gemeinde Ankum am Mittwochabend, referierten Frau Mönch-Tegeder und Frau Hafer über die Ideen und Wünsche, die Ankumer Jugendliche beim „Zukunftstag – Du bist Ankum“ am 21. August 2010 in der Haupt- und Realschule Ankum äußerten und zu handfesten Vorschlägen aufarbeiteten.
Der Zukunftstag wurde „einberufen“, nachdem endgültig feststand, dass in Ankum ein neues katholisches Jugendzentrum errichtet werden soll, mit Räumen für die kommunale – also nicht kirchlichen - Jugendarbeit.
Den jungen Bürgern der Gemeinde wurden an diesem Tag kaum Grenzen in der Beschreibung ihrer Ideen gesetzt und was sich letztlich an Ideen häufte, beschäftigte sich nicht nur mit einem neuen Jugendzentrum sondern auch mit allgemeinen Erwartungen der jungen Menschen in der Gemeinde.
Die Mitglieder des Rates hörten aufmerksam zu, ebenso wie die im Zuschauerraum des Sitzungssaals anwesenden Mitarbeiter der Jugendpflege der Samtgemeinde Bersenbrück, Irina Penner und Maik Bienk, die sich auch am Zukunftstag beteiligten.
Der Versuch einer kurzen Zusammenfassung:
Allgemeine Wünsche:
Ein „McDonalds“ in Ankum wünschten sehr viele Jugendliche, dazu ein Erlebnis-Schwimmbad, eine Bowling-Bahn und ähnliche Freizeitangebote. Auch Partys, Jugendclubs, Sportveranstaltungen und Sportevents für die Jugend, Workshops und mehr Ausflüge für ihre Altersgruppe.
Wünsche zur räumlichen Gestaltung des Jugendzentrums:
Ein Café als Ort der Kommunikation, übrigens für Jung und Alt, als offener Treff und vielleicht auch mit Internetanschlüssen, um zwischendurch chatten zu können.
Einen Kreativ-Bereich mit Werkraum, einem Musikstudio und einer Wand für die Sprayer, die sich des öfteren neu gestalten ließe. Ohnehin möchten die Jugendlichen gern mitreden bei der Raum- und Wandgestaltung.
Einen Erlebnisbereich mit Beschäftigungsmöglichkeiten, einer Kletterwand, einem Billardtisch und Gesellschaftsspielen.
Einen Raum zum „Chillen“, zum Ausruhen und zur Entspannung, mit Hängematten, Matratzen und TV.
Wünsche zur Gestaltung des Außenbereichs:
Gewünscht werden Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten, mit Beachvolleyball-Platz und ähnlichem, mit Grillecke, Terrasse und einem Platz für ein Lagerfeuer, mit Seilbahn, Schaukeln und Spielgeräten.
Da der offizielle Teil der Ratssitzung noch nicht eröffnet war, eröffnete Bürgermeister Borgmann nach dem Vortrag die Möglichkeit zur Diskussion für Ratsmitglieder und Zuschauer. Aus dem Zuschauerraum gab es da Bedenken hinsichtlich des Raumes mit Matratzen, denn dergleichen könne auch ungewünschte „Auswirkungen“ entfalten. Ratsherr Gerd Triphaus sorgte sich um die Aufsicht und erfuhr, dass hier eine Vernetzung mit der Jugendpflege der Samtgemeinde Bersenbrück vorgesehen sei, auch sollte in der Ratssitzung noch über die Einstellung eines Jugendpflegers entschieden werden.
Heinz Sandbrink – stellvertretender Bürgermeister und im Hauptberuf Lehrer – stellte heraus, dass eine qualifizierte Aufsichtsperson vor allem eine Rolle wie die eines Streetworkers erfüllen müsse. Seitens der Jugendlichen, die in Ankum bereits in vielen Angeboten eingebunden oder selbst schon Gruppenführer sind, seien kaum Probleme zu erwarten. Eher schon von Jugendlichen, die noch nicht in die örtlichen Angebote eingebunden wurden und gerade hier sei eine sozialpädagogische Arbeit wichtig und erforderlich.
Zum Abschluss der Diskussion notierte der Bürgermeister, dass die Gemeinde Ankum beim Bau des neuen katholischen Jugendzentrums nicht Bauherr sei und nur unterstützend tätig werden könne. Er wünsche sich aber, dass vergleichbar mit dem Projekt „Neubau Katholischer Kindergarten“ wieder alle Beteiligten an einen Tisch kommen und das Projekt gemeinsam begleiten. Maren von der Heide ergänzte als Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Senioren, dass in dieser Zusammenarbeit schon bedeutende Schritte getan worden seien. Der enge Kontakt zwischen Kirchengemeinde und der Gemeinde Ankum sei gewährleistet.
> Weitere Berichte zur Ratssitzung vom 29.06.11
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