Bericht des Bürgermeisters der Gemeinde Ankum am 09.12.10

Liebe Ratskolleginnen und -kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

Ferdinand Borgmann - Bürgermeister der Gemeinde Ankummeinen heutigen Bericht beginne ich mit einem Zitat des Ankumer Landtagsabgeordneten. Das Zitat stammt aus dem Blatt „Wir in Ankum“, das kürzlich verteilt wurde. In seinem Interview sagt der Abgeordnete und ehemalige Bürgermeister wörtlich: Ich zitiere:

Für Ankum gilt festzuhalten, dass es in den letzten Jahren in der Gemeindepolitik hätte besser laufen können und müssen. Zu viel blieb im Unklaren, zu wenig wurde umgesetzt, zu wenig ist greifbar. Es fehlt an neuen Ideen und Kreativität.“ Zitat Ende.

Bei diesem Zitat gehe ich natürlich davon aus, dass die letzten vier Jahre gemeint sind und nicht vorher. Aber nun weiter zur Realität, wie sie sich heute zum Ende des Jahres 2010 darstellt.

Mit dem nachfolgenden Bericht stelle ich mich als Bürgermeister ganz ausdrücklich vor meine Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, die die Gemeindepolitik maßgeblich mitbestimmen.

Es war ein sehr arbeitsintensives Jahr, in dem wir wichtige Weichenstellungen für eine gute Zukunft unseres Dorfes vorgenommen haben und auch heute noch vornehmen werden.

Das größte und wichtigste Projekt entsteht zur Zeit im, wie Pastor Heuermann immer sagt, sozialen Zentrum am Krankenhaus. Der Neubau des katholischen Kindergartens schreitet zügig voran. Die Arbeiten werden planmäßig bis zum Jahresende abgeschlossen. Es ist vorgesehen, den Betrieb ab dem 1. 2.. 2011 zu starten. Sehr erfreulich und bei öffentlichen Bauten nicht unbedingt üblich ist, dass wir den Kostenrahmen, den wir im Haushaltsplan gesteckt haben, einhalten werden.

Es ist bei Gesamtkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro zwar sehr viel Geld und wir haben auch einen Kredit in Höhe von 1,2 Millionen Euro aufnehmen müssen, aber hier investieren wir in unsere Kinder und damit in unsere Zukunft. Wir bieten unseren Kindern mit dem neuen Kindergarten und dem Kindergarten am Kattenboll optimale Rahmenbedingungen für einen guten Start ins Leben. Hervorheben möchte in in diesem Zusammenhang die tolle und fruchtbare Zusammenarbeit im baubegleitenden Ausschuss mit dem Architekturbüro, unserer Kirchengemeinde und der Kindergartenleitung.

Gute Kindergärten und ein gutes schulisches Angebot sind oftmals Faktoren für eine Wohnortentscheidung junger Familien. Hier sind wir in Ankum bestens aufgestellt.
In diesem Kontext sehe ich auch unser deutliches Ratsvotum für den Erhalt des Standortes der Grundschule. Ich bin zuversichtlich, dass sich vor allem auch der Einsatz der Eltern gelohnt hat und der Standort dauerhaft erhalten werden kann. Von der Samtgemeinde kürzlich beschlossene Investitionen in die Grundschule gehen in die richtige Richtung. Hierfür gebührt mein Dank dem Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann.

Auch ein regen Vereinsleben ist wichtig für die dörfliche Gemeinschaft. Daher haben wir auch in diesem Jahr wieder die Jugendarbeit in den Vereinen mit einem beträchtlichen Betrag gefördert. Neben den künftigen Investitionen in das geplante Jugendzentrum beim Haus Kirchburg mit Räumlichkeiten für einen gemeindlichen Jugendtreff werden wir auch weiterhin die Jugenarbeit in den Vereinen unterstützen.

Er erfüllt mich mit Freude, dass wir es nach wochenlanger mühseliger Kleinarbeit geschafft haben, in einem komplett neuen Anerkennungsverfahren wieder staatlich anerkannter Erholungsort zu werden. Danke hierfür auch an unsere Verwaltung.
In einer würdigen Feierstunde im See- und Sporthotel wurde uns Anfang des Jahres die entsprechende Urkunde überreicht. Die erfolgte Prädikatisierung ist ein wichtiger Baustein in unserer Entwicklung als zentraler Tourismusort im Osnabrücker Nordland.

Dazu gehört auch unser Jugendzeltplatz in Aslage, der hervorragende Belegungszahlen aufzuweisen hat. Um die Bedingungen noch weiter zu optimieren und eine noch höhere Auslastung des Platzes zu gewährleisten, bauen wir derzeit ein zusätzliches Sanitärgebäude. Die Arbeiten an dem vom Planungsbüro Thole geplanten Gebäude liegen im Soll. Im Frühjahr werden wir die Einweihung feiern können.

Auch im Wettbewerb zur Modellförderung „Quartiersinitiative Niedersachsen“ sind wir gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Freundliches Ankum Gewinner. Mit dem Projekt „Aktiv für Ankum“ wurden wir im Herbst von der niedersächsischen Siozialministerin Aygül Özkan als Landessieger ausgezeichnet. Bei der Überreichung der Urkunde wies die Ministerin wörtlich auf unser innovatives Konzept und unsere vorbildlichen Ideen zur Vitalisierung und Aufwertung des Standortes Hauptstraße hin und sprach im Namen der niedersächsischen Landesregierung ihre besondere Anerkennung aus.

Allen, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben – besonders den Vertretern der Werbegemeinschaft mit Thomas Krause an der Spitze – danke ich ganz herzlich. Dank sage ich aber auch den Geschäftsinhabern an der Hauptstraße, die mit ihren getätigten und noch zu tätigenden Investitionen des Erfolg erst möglich machen.
Ganz besonders erfreut bin ich über die Tatsache, dass sich in einer Arbeitsgruppe eine Quartiersgemeinschaft gebildet hat, die neben den Vertretern der Werbegemeinschaft und der Gemeinde – inklusive unseres Ortsplaners Dr. Gramann – auch alle Geschäftsinhaber, die investieren, angehören.  Die Arbeit in der Gruppe macht sehr viel Spass.


Wir sind seit Jahren bemüht, unsere verkehrliche Infrastruktur stetig zu verbessern. Wichtige Straßenbauprojekte, die wir beschlossen haben und die im Jahr 2010 begonnen und zum Teil abgeschlossen wurden, sind der Neubau des Phillip-Neri-Weges zur Erschließung des Kindergartens, der Weiterbau der Alfons-Schulte-Straße und der Ausbau des Hackmann Bolls. Vielen Dank an das Planungsbüro Tovar & Partner für die Planung und hervorragende Bauleituing.

Weiterhin haben wir uns im Gemeinderat dazu entschlossen, den entstehenden  Kreisverkehrsplatz im Bereich Bippener Straße, Loxtener Straße und Hauptstraße mit 50 % der entstehenden Kosten, also wahrscheinlich 150.000 € zu bezuschussen. Das für den Kreuzungsbereich zuständige Land Niedersachsen, dass den Kreisverkehrsplatz auch baut und dementsprechend alle Planungen und Grundstücksverhandlungen vornimmt, beteiligt sich leider nur mit einem Betrag im Gegenwert einer Ampelanlage, die nach den Plänen d er Straßenbaubehörde dort hätte entstehen sollen.

Eine entsprechende Vereinbarung mit der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und dem Landkreis habe ich vor 4 Wochen unterschrieben. Die in der Vergangenheit erschienenen Presseartikel sind somit irritierend und nicht nachvollziehbar. Einzelheiten hierzu erspare ich mir an dieser Stelle.


Im Industriegebiet haben wir im ablaufenden Jahr fast 20.000 qm Gewerbeflächen an namhafte Ankumer Unternehmer verkauft, die damit vernünftige Erweiterungsmöglichkeiten erhalten. Den letzten Vertrag habe ich am vergangenen Montag noch abgeschlossen. Ich bin froh, dass wir innovative Unternehmer haben, die am Standort Ankum investieren und so viele Arbeitsplätze vor Ort zur Verfügung stellen. Vielen Dank hierfür.


Gleich im Anschluss werden wir mit dem Beschluss zur öffentlichen Auslegung des Bebauuungsplans Nr. 52 „Neuer Marktplatz“ einen weiteren großen Schritt unternehmen, unser Ankum noch attraktiver zu gestalten. Andere Politiker reden hier gerne von einem Quantensprung für die Gemeinde Ankum.

In den letzten Monaten haben wir in vielen Gesprächen,  in partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unserem Ankumer Investor Georg Dobelmann und unter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit einen Plan entwickelt, der sich hervorragend in das Ortsbild einfügt.

Ich danke in besonderem Maße Georg Dobelmann für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ich weiß, dass das was Georg Dobelmann dort baut, sicherlich das Aufwendigste all seiner bisherigen Bauvorhaben sein wird.
In Ankum haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Investoren und auch daher ist die Entwicklung unserer Gemeinde so ausgezeichnet, das uns viele andere Gemeinden darum beneiden.

Bei unserer Politik halten wir stets finanzielles Augenmaß. Davon zeugt der seit Jahren solide Haushalt. Dies ist mir sehr wichtig. Man kann sagen: „Wir sind zwar nicht reich, aber gesund.“


Ganz besonders danke ich euch, liebe Ratskolleginnen und -kollegen, für die geleistete Arbeit im Jahr 2010. Auch ihr „opfert“ einen beträchtlichen Teil eurer Freizeit, um euch ehrenamtlich im Gemeinderat zum Wohle der Gemeinde Ankum zu engagieren.

Dank sage ich auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus. Ihr leistet hervorragende Arbeit.

Abschließend noch ein gut gemeinter Rat an den CDU-Vorsitzenden:  Bitte nimm Dir für die Zukunft vor, deine dir gestellten Aufgaben in Hannover zu erfüllen. Bitte stelle deine Heimatgemeinde nicht durch unwahre Behauptungen in der Öffentlichkeit in ein falsches Bild. Wir haben hier im Rat und in den Ausschüssen mit allen Parteien eine gute Zusammenarbeit. Sicherlich ist man auch mal anderer Meinung, dieses wird sachlich diskutiert.  Man kann sich ja bald des Eindrucks nicht erwehren, dass die größte Oppositionspartei für uns Christdemokraten momentan der CDU-Vorstand ist, der in Person des Vorsitzenden mit scharfen Angriffen die Arbeit der CDU-Fraktion im Gemeinderat kritisiert.


Ich wünsche Ihnen allen eine schöne und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit sowie ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr 2011.

Ich lade alle Ratskolleginnen und -kollegen schon jetzt zum Neujahrsempfang am 9. Januar 2011 in das See- und Sporthotel ein.


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