400000 Euro für die Neugestaltung der Seeanlage ?
Freitag, den 27. Februar 2009 um 04:48 Uhr
(fr) Seit langer Zeit wird in Ankum überlegt, die Anlagen am Ankumer See attraktiver zu gestalten und damit auch den Tourismus im Erholungsort zu unterstützen. Pläne hierzu wurden aber in der Vergangenheit aus Kostengründen verworfen oder landeten anders begründet erfolglos in der Schublade. Nicht so jener Plan, der den Ratsmitgliedern bereits am 02. Dezember des vergangenen Jahres in einer nicht öffentlichen Sitzung vorgestellt wurde.Eine Wegstrecke von insgesamt rund 1600 Metern soll gereinigt, teilweise neu unterbaut, angesichts der bestehenden Grundwasserhöhe um etwa 15 cm angehoben und mit speziellen Randpflastungen versehen werden..Auch die Parkfläche am Schusterpoll werde dem neu gewollten Erscheinungsbild angepasst. Eine weitere Holzbrücke soll her und am Ablauf soll mit Geländern eine Absturzsicherung geschaffen werden. Weitere Gelder sollen in die Ausstattung wie Straßenlaternen, Abfallbehälter oder neue graue Parkbänke aus Stahl fließen.

Ein kurzer Disput entfachte sich um die neu geplante Uferbefestigung, welche nun auf Steinbänke verzichten soll. Stattdessen werden Rohrpflanzen als Bündel verwendet, die ebenso auch als Gewächs im Uferbereich die Festigkeit dauerhaft erhalten sollen. Ob diese am Rande des Sees aber gedeihen würden, bezweifelte der Biochemie-Experte Günther Kosmann: „Wir haben die Qualität des Wassers im Ankumer See einige Jahre überprüft und ich muss Ihnen sagen, diese ist grottenschlecht“. Planer Westerhaus versprach diesem Hinweis nachzugehen.
In der Bürgerfragestunde wurde zudem zweifelnd hinterfragt, ob die Gelder, die wie in einem Zeitungsartikel vorab verlautet rund 400000 Euro betragen sollen, nicht auch anders und besser verwendet werden könnten. Beispielsweise für den Neubau des katholischen Kindergartens.

Hierzu bestätigten Bürgermeister, Verwaltungschef und Planer zunächst die dort genannte Summe als angenäherte Größe. Angesichts der vorgelegten Planung sei die Neugestaltung am See aber zu 50 % förderwürdig, so dass Ankum nur etwa 200000 Euro zu tragen hätte.
Andere kritische Zuhörer bezogen sich auf eine zum Wegeausbau am See bereits stattgefundene öffentliche Ausschreibung. Wie könne eine solche erfolgen, wenn noch nicht einmal ein Ratsbeschluss zur Umsetzung vorliegen würde ?
Bürgermeister Borgmann informierte diesbezüglich über einen stattgefundenen Beschluss in der nicht öffentlichen Sitzung vom 02.12.09. Dieser Beschluss habe die Ausschreibung gerechtfertigt. Die Zuschlagsfrist der Ausschreibung, so Planer Westerhaus, ließe sich im Einvernehmen mit den Anbietern auch noch verlängern und die Gemeinde sei von jeder Pflicht befreit, wenn die Pläne wegen fehlender Finanzmittel nicht umgesetzt werden können. Die hierzu notwendigen Beschlüsse zum Gemeindehaushalt wurden allerdings schon zu Sitzungsbeginn vertagt.
Ein Ratsbeschluss zur Neugestaltung der Seeanlage soll im März 2009 erfolgen.
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