Dobelmanns EKZ am Neuen Markt: Nun können endlich die Bauanträge kommen

Letzte Einwände des Landkreises Osnabrück kein Hinderungsgrund mehr

Weitere Berichte zur Ratssitzung vom 15.08.11(fr)  Spätestens seit Dezember 2008 beschäftigt sich die Ankumer Politik konkret mit dem Vorhaben  des Investors Georg Dobelmann, an der Lindenstraße und unmittelbar an der B214 ein neues Einkaufszentrum zu errichten.

Hierzu musste zunächst ein Neubau des dort bislang ansässigen katholischen Kindergartens her; ein Projekt unter der Regie der Gemeinde Ankum, das viel Zeit und weit über 2 Millionen Euro kostete, aber in beispielhafter Gemeinsamkeit abgewickelt wurde.  Der Neubau des auf gleichen Gelände bestehenden katholischen Jugendheims steht noch aus, hier ist die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus Bauherr und nun entsprechend „in der Pflicht“. Jedenfalls falls sie nicht eine stetig wachsende zeitliche Lücke in ihrer und der kommunalen Jugendarbeit aufkommen lassen will.

Die Gemeinde Ankum stieß aber auch nach dem Neubau des Kindergartens auf Hindernisse in der Umsetzung der Planungen. Vor allem der Landkreis Osnabrück äußerte viele Einwände. In der 24. Ratssitzung am 29.06.11 legte die Gemeinde Ankum gemeinsam mit dem Ortsplaner dann einen komplett überarbeiteten Bebauungsplan vor, berücksichtigte fast alle Landkreis-Bedenken und brachte die Pläne neuerlich zur öffentlichen Auslegung. Und wieder fand der Landkreis Osnabrück Anlass zur Kritik, obwohl er nun eingestand, dass die Planung mittlerweile „raumordnerisch verträglich“ seien.

Bei den weiteren Einlassungen des Landkreises ging es nun fast nur noch um die textliche Formulierung einiger Vorgaben und um eine gewisse Haarspalterei bezüglich der Umsetzung der Schallschutzrichtlinen, die selbst dem eigentlich sehr geduldigen Planer Dr. Helmut Gramann – wie  es schien -  zu weit geht. Wie es aber seine Art ist, empfahl Gramann den Ratsmitgliedern nun gelassen, auch die weiteren eingearbeiteten Einwände zu akzeptieren.

Mit einstimmigen Beschlüssen setzte der Rat der Gemeinde Ankum daraufhin den Planungen ein Ende und fasste einen Satzungsbeschluss, der zur Gültigkeit nur noch der Veröffentlichung im Amtsblatt bedarf. Für den Investor Georg Dobelmann besteht aber ab sofort die Möglichkeit, die zu seinem Vorhaben gehörigen Bauanträge zu stellen.

Eines war gerade im Hinblick auf das weitere Geschehen während der Ratssitzung und zumal bezüglich der Diskussionen um den Planungen der Stadt Bersenbrück zur Schaffung eines Marktzentrums interessant: Der Landkreis Osnabrück empfahl der Gemeinde Ankum ausdrücklich im Vorfeld weiterer Planungen ein kommunales Einzelhandelsentwicklungskonzept  in der Samtgemeinde Bersenbrück anzustreben.

> Weitere Berichte zur Ratssitzung vom 15.08.11

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