Borgmann und Sandbrink verlassen die CDU

Kosmann entschuldigte sich im Namen der CDU – CDU-Mitglied Menke bohrte nach

Weitere Berichte zur Ratssitzung vom 15.08.11(fr) Nach Abschluss des ersten Teils der Ratssitzung am Montagabend gab der Bürgermeister der Gemeinde Ankum, Ferdinand Borgmann, eine persönliche Erklärung ab. Diese Ratssitzung am 15. August sei die letzte, die er als CDU-Bürgermeister geleitet habe. Er werde die CDU verlassen.

Diese Entscheidung sei ihm nach 30 Jahren CDU-Mitgliedschaft nicht leicht gefallen. Ursächlich für die Entscheidung seien die in der Vergangenheit stattgefundenen massiven und unehrlichen Angriffe aus den CDU-Reihen gegen seine Person und gegen seine Familie. Als Bürgermeister ohne CDU-Mitgliedschaft werde er das Amt bis zum Ende der Legislaturperiode fortführen und seine Pflicht den Ankumern Bürgern gegenüber erfüllen.

Unmittelbar danach erklärte sich Heinz Sandbrink als stellvertretender Bürgermeister mit Borgmann solidarisch und erklärte ebenfalls seinen Austritt aus der CDU. Er und Borgmann hätten vieles gemeinsam gestaltet und gemeinsam „Prügel“ bezogen. Auch seine Familie habe „schwere Attacken“ erleiden müssen. Innerhalb der Partei, die „das C voranstellt“ sei längst nicht alles im christlichen Sinne verlaufen, nicht einmal immer im Sinne demokratischen Handelns. Gleichwohl gehe er nicht im Groll und hoffe, dass man irgendwann wieder gemeinsam an einer Bierbude stehen könne.

Günther Kosmann erklärte dazu als CDU-Fraktionbsvorsitzender, dass er aus eigener bitterer Erfahrung wisse was es bedeutet, wenn die eigene Familie unter der politischen Arbeit leidet. Hinsichtlich der parteiinternen Angriffe gegen Borgmann und Sandbrink seien in der Vergangenheit riesige Fehler gemacht worden. „Auch im Namen der CDU“, wie Kosmann sagte, entschuldige er sich hierfür bei den beiden Bürgermeistern, die schon vor Monaten erklärten, dass sie für eine weitere Arbeit im Ankumer Rat nicht mehr zur Verfügung stehen.  „Vorgänge wie die geschehenen wird es in der neuen Ankumer CDU zukünftig nicht mehr geben“., betonte Kosmann weiter.

Klaus Menke, CDU-Mitglied und jetzt Kandidat der UWG, bohrte nach und wollte von Kosmann wissen, ob es stimme, dass sich dieser wirklich bemüht habe, eine vom CDU-Ratskollegen Johannes Dettmaring (jetzt auch UWG-Kandidat)  beantragte Biogasanlage zu verhindern. Laut Menke habe Kosmann einen mutmaßlichen Formfehler des Bürgermeisters in dieser Angelegenheit der Kommunalaufsicht gemeldet und sich nach einem Misserfolg diese Sache sogar an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt.  

Günther Kosmann erklärte daraufhin, dass er damit nur sein Grundrecht auf Prüfung der Arbeit des Bürgermeisters wahrgenommen und damit bestimmte aufschiebende Prozesse ausgelöst habe.

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