Das Coenen-Interview
Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 21:51 Uhr
(fr) Die Ratssitzung vom 02.12.08Nach seinem ersten Bericht mit dem Rückblick auf das im Jahr erreichte, bezog Bürgermeister Ferdinand Borgmann Stellung zu einem Interview des und/oder mit dem Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen, welches am gleichen Tag im Bersenbrücker Kreisblatt abgedruckt worden war.Hier der Text der vollständige Mitteilung des Abgeordneten an die Tageszeitung als Hintergrundinformation:
Herr Coenen, Sie gehören zu denen, die Gespräche zwischen Ankum und Bersenbrück aufnehmen wollten über die Frage, ob es zu einem Zusammenschluss kommen könne. Wie ist der Stand der Gespräche?
Bislang haben keine Gespräche stattgefunden. Die politische Spitze in Ankum lehnt diese kategorisch ab. Ich sehe zurzeit darum keine Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.
Sie scheinen dies zu bedauern.
Zunächst will ich wiederholen: Wer sich Gesprächen über die Zukunft grundsätzlich verweigert, der verspielt seine Zukunft. Die Gespräche waren ergebnisoffen. Mit dieser Totalverweigerung hat Ankum, so fürchte ich, in diesem Jahrzehnt eine zweite große Chance vertan. Die gleichen Personen, die bei der Schuldebatte 2003 vorgaben, die Hauptschule in Ankum retten zu wollen, bekämpfen mit sehr vereinfachten, nur gefühlsmäßigen Argumenten schon die Gesprächsaufnahme mit Bersenbrück. Die Schuldebatte 2003 hat den Ankumern durch eigenes Verschulden die Hauptschule und die halbe Realschule gekostet. Hinzu kommt, dass Ankum für den Neubau der Schule in Bersenbrück jährlich eine beträchtliche Summe an die Samtgemeinde zahlt. Das ist für mich keine Politik in die Zukunft, die den Menschen dient.
Es scheint, dass die Atmosphäre in Ankum vergiftet ist. Muss jedes Ratsmitglied in Zukunft mit anonymen Drohbriefen rechnen?
Es stimmt, im ganzen Land herrscht blankes Entsetzen über die Morddrohung an Ratsherr Günther Kosmann, und im Landkreis Osnabrück ist man über das Vorgehen der politischen Spitze in Ankum entsetzt. Es tut mir persönlich sehr weh, dass Ankum mit einer ganz schlimmen Aktion in Verruf gebracht wurde. Und ich fürchte, dass damit nicht nur dem Ansehen von Ankum schwer geschadet wurde. Schweren Schaden hat auch die Bereitschaft der Menschen genommen, sich in Ankum politisch zu engagieren. Mir ist oft der Spott begegnet: „Bei euch in Ankum lebt man als Ratsmitglied gefährlich.“ Wenn das die Grundstimmung in vielen Familien in Ankum ist, dann hat bei uns die Demokratie Schaden genommen .
Wie geht es nun weiter?
Nach meinen Informationen haben die Ankumer laut Beschluss im Verwaltungsausschuss beim Landkreis Osnabrück mittelzentrale Funktionen beantragt. Die Bersenbrücker werden sich neu positionieren und orientieren und andere verlässliche Partner suchen. Sie wollen in jedem Fall das Mittelzentrum.
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