Förderverein und Hospizverein verfolgen gemeinsame Ziele
Geschrieben von: Franz Raschke Mittwoch, den 18. März 2009 um 02:49 Uhr
Richard Reinke informierte in Ankum über die Arbeit des Hospizvereins Bersenbrück
Ankum. (fr) Während der ersten Hauptversammlung des Fördervereins des DRK-Altenheims Ankum wurde am gestrigen Abend zweierlei deutlich. Der Förderverein steht auf einem sicheren Fundament und Palliativ-Versorgung und Hospiz-Arbeit bedürfen eines stetigen, intensiven Miteinanders.
In seinen Worten zu Versammlungsbeginn richtete Burkhard Dräger zunächst herzliche Genesungswünsche an den Vorsitzenden Walter Naber und den Beisitzer Kurt Wiesung, die beide noch erkrankt ihre Vorstandsämter derzeit nicht wahrnehmen können. 
Im Weiteren durfte er als 2. Vorsitzender von einem sehr erfolgreichen Vereinsjahr 2008 berichten. Wie auch dem Bericht des Kassenwarts Edwin Anders zu entnehmen ist, schuf sich der Förderverein im zurückliegenden Jahr einen soliden finanziellen Grundstock, aus dem nun in 2009 bereits erste Anschaffungen für das Altenheim möglich wurden. Im aktuellen Jahr will der inzwischen auf 58 Mitglieder angewachsene Verein unter anderem auch die öffentliche Information über die Ziele und die Arbeit des Fördervereins voran treiben.
Neben der allgemeinen Förderung des DRK-Altenheimes setzte sich der Verein die Unterstützung des Palliativ Care Projektes im Haus Henry Dunant zum Ziel. Ein Projekt, welches den Bewohnern des Altenheimes sowie deren Angehörigen eine umfassende und würdevolle Begleitung im Erleben des Sterbens geben wird. Wie sich hierbei viele Parallelen zum Hospiz-Gedanken auftun, wurde im Gastvortrag von Richard Reinke deutlich.
Anhand kurzer Ausschnitte aus dem Fernsehfilm „Marias letzte Reise“ zeigte der stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins Bersenbrück vor der lebhaften Diskussion des Themas zwei sich stark unterscheidende Beispiele der ärztlichen und pflegerischen Fürsorge und erläuterte, wie sich die Hospiz-Arbeit auf das Leben im letzten Lebensabschnitt bezieht. Ebenso wie in der Palliativ-Versorgung gilt es dem Hospizverein nicht dem Leben mehr Stunden, sondern den Stunden mehr Leben zu schenken.
Um die Versorgung schwersterkrankter oder bald sterbender Menschen in der Samtgemeinde Bersenbrück wesentlich zu verbessern, schlossen sich bereits im April 2007 11 Einrichtungen der stationären oder ambulanten Pflege sowie der Hospizvereine zur Kooperation „Netzwerk Runder Tisch“ zusammen. Mit dabei auch das Ankumer DRK- Alten- und Pflegeheim. Reinke bedauerte im diesem Zusammenhang, dass sich bislang nur wenige Ärzte der Region an dieser wichtigen kooperativen Arbeit beteiligen. Gleichwohl ist dieses Netzwerk auch noch recht jung und darf auf weitere Unterstützung in der Zukunft hoffen.
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> Die Homepage des Hospizvereins Bersenbrück
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