Zeigt Ankum viel Mut zur Lücke im Bereich Jugendarbeit?
Geschrieben von: Franz Raschke Sonntag, den 22. Februar 2009 um 22:26 Uhr
So wird sich der Ankumer Rat im öffentlichen Teil der Sitzung ausführlich mit dem Vorhaben befassen, im Bereich Aslager-Straße/Lindenstraße ein neues Einkaufs- und Freizeitzentrum zu errichten. Auf diesem Gelände befinden sich derzeit noch der katholische Kindergarten, das Jugendheim sowie der Fun-Park mit einer Skaterbahn und weiteren sportlichen Einrichtungen für Jugendliche. 
Soweit vernehmbar, bestehen bereits recht konkrete sowie kostspielige Überlegungen, den Kindergarten einzuebnen und auf der Freifläche hinter dem Krankenhaus neu zu errichten. Weitaus weniger konkret sind hingegen Auskünfte hinsichtlich neuer Einrichtungen für Jugendliche. Sicher ist nur, dass das Jugendheim und der Fun-Park zunächst dem Vorhaben Einkaufs- und Freizeitzentrum weichen müssen.
Maren von der Heide, die sich als Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Senioren schon seit langem intensiv für ein betreutes Jugendzentrum in Ankum einsetzt, mochte eine vorübergehend entstehende große Lücke im Angebot für Jugendliche nicht ausschließen. Der Ausblick auf ein betreutes Jugendzentrum habe sich in den letzten Wochen zwar deutlich verbessert, zunächst sei der Abriss des katholischen Jugendheims aber womöglich nur mit einer Übergangslösung abzufangen.
Was aus dem Fun-Park werden wird und ob hierfür ein neuer Standort gefunden werden kann, ist offenbar noch gänzlich ungewiss. Falsch ist jedenfalls das in Ankum aufgekommene Gerücht, die Skateranlage könnte nach Kettenkamp verlegt werden. Dort hatten kürzlich 5 Jugendliche eine Unterschriftenaktion gestartet, um eine Skateranlage auf dem alten Sportplatz zu bekommen, und damit viel Gehör im Kettenkamper Rat erreicht.
Laut Kettenkamps Bürgermeister Werner Lager gab es aber keinerlei Überlegungen die Ankumer Skateranlage zu übernehmen. Falls eine ausreichende Zahl Jugendlicher die Intiative unterstützen wird, möchte Kettenkamp diesbezüglich wieder viel Eigenarbeit leisten und vielleicht auch ein bei der Samtgemeinde Bersenbrück bereits eingegangenes Angebot einer gebrauchten Skateranlage nutzen.
Die Antwort auf die Frage, wie viel Mut zur Lücke sich der Ankumer Rat im Bereich der Jugendarbeit zukünftig leisten möchte, ist gleichwohl kein Tagesordnungspunkt der kommenden Ratssitzung.
Ebenso wenig die bislang ausgebliebene Antwort des Rates zur Frage, wie sich der Gemeinderat nun zum Widerspruch von etwa 1200 Bürgern bezüglich einer Einheitsgemeinde Ankum/Bersenbrück verhalten möchte. Denn auch wenn das Bürgerbegehren wegen formeller Unzulänglichkeiten abzuweisen war, steht noch ein erst kürzlich getroffener Hinweis des Samtgemeindebürgermeisters Lübbersmann im Raum: "Die Zeit ist nicht reif für Gespräche, weil die Ängste und Sorgen zu groß sind".
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