Das neue Soziale Kaufhaus erfüllt Brückenfunktionen
Geschrieben von: Franz Raschke Freitag, den 13. Februar 2009 um 02:49 Uhr

Ankum. (fr) Burkhard Dräger dürfte es vorab nicht erahnt haben, doch mit seinem Geschenk zur Eröffnung des neuen Sozialen Kaufhauses in Ankum, fasste er sinnbildlich nahezu alle Wortbeiträge seiner Vorredner zusammen. Schwungvoll übergab er eine festlich verpackte Brücke an Frau Mathlage vom DRK-Kreisverband OS-Nord.
Für das Deutsche Rote Kreuz hatte gleich zu Beginn Bernd Heinemann als Vorsitzender des Kreisverbandes OS-Nord auf die stetig weiter klaffende Schere zwischen Arm und Reich hingewiesen. Immer mehr Menschen geraten heute in ernste finanzielle Sorgen und brauchen Angebote der Hilfe. Angebote, die unaufdringlich helfend wirken, bevor dringliche Hilfe notwendig wird. Im Sinne einer Überbrückung, einer Brücke eben.
Bürgermeister Borgmann nahm im Namen der Gemeinde das neuerliche Engagement des DRK in Ankum mit großem Dank entgegen. Angesichts der knappen Kassenlage könne die Gemeinde das neue Soziale Kaufhaus trotz des wichtigen sozialen Anliegens zwar nur wenig finanziell unterstützen. Auf jede anderweitige Hilfe seitens des Bürgermeisters und des Ankumer Rates dürften die Betreiber des Kaufhauses aber jederzeit vertrauen.
Irene Mathlage, für das DRK ohnehin schon seit vielen Jahren in Ankum als Heimleiterin im Haus Henry Dunant tätig, erzählte daraufhin aus der Rolle der Ideen-Geberin. Im Ankumer DRK-Altenheim hätten sich wie in anderen Häusern auch, seit je her sehr gut erhaltene Kleidungsstücke, Alltagsgegenstände und dergleichen mehr im Lager gestaut. Viel zu gut erhalten und zu wertvoll, um beispielsweise in der Altkleidersammlung zu enden.
Die Idee für ein soziales Kaufhaus sei dabei schnell aufgekommen, habe aber noch lange Zeit nur zaghaft zwischen Schreibtischplatte und Schublade verkehrt. Nach und nach vergrößerte sich jedoch die Zahl der Unterstützer und Möglichkeiten und es entstand vor Monaten das trocken zündende Signal: „Nun mach mal!"
Das am gestrigen Donnerstag in der Alfhausener Straße eröffnete Soziale Kaufhaus schlägt nun die angestrebte Brücke zwischen dem einerorts nicht mehr Benötigtem und dem andererorts dringlich Notwendigen. Mit vielfältigen und ansprechend dargebotenen Alltagswaren aus zweiter Hand, unkompliziert für jeden zugänglich und erschwinglich.
Alsbald machbar, sollen Ratsuchende in einem anliegenden Büroraum zudem die Möglichkeit eines vertraulichen Beratungsgespräches durch erfahrene Mitarbeiter des DRK nutzen können. Denn ernste finanzielle und soziale Probleme im Alltag erledigen sich nicht allein durch die Schaffung eines günstigen Warenangebotes. Der kurze Steg ins Büro nebenan, die neue Brücke zum gemeinsamen Gespräch vor Ort, soll hier hilfreich werden.
Thomas Krause zeigte sich als Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Freundliches Ankum" gerade von diesem Zusatzangebot der Beratung gleich im Nebenraum beeindruckt. Dieses Angebot runde das Konzept des Soziales Kaufhauses ab und er beschrieb sofort einige Ideen, wie die Ankumer Werbegemeinschaft das neue Soziale Kaufhaus aktiv unterstützen könne.
Burkhard Dräger, als Vertreter des „Fördervereins DRK Alten- und Pflegeheim Ankum" vor Ort, hatte das Entstehen des Kaufhauses schon vorab lange Zeit mitverfolgt und bereits die (Teppich-) Brücke als Geschenk im Gepäck. Damit auch gleich die Entsprechung vieler Worte des Tages: Eine neue Brücke der Hilfe steht.
| < Zurück | Weiter > |
|---|
Ankumer Notizen
Ausstellungen
Ankum in Funk und Fernsehen
Blutspendetermine DRK Suche







