„Danke für die Hilfe einer starken Hand"
Geschrieben von: Anita Lennartz Dienstag, den 03. Februar 2009 um 23:13 Uhr
Ankum. (anl) Pater Benedikt Lennartz war im Rahmen seines Heimaturlaubs nach Ankum gekommen, um sich persönlich bei der Kolpingsfamilie für deren Hilfe und Einsatz im Rahmen seiner Brasilienhilfe zu bedanken.Seit einigen Monaten unterstützen die Kolpinger die Brasilienhilfe VIDA-NOVA. 
Gemeinsam mit Pastor Bernd Heuermann feierte er am Sonntag die hl. Messe und viele Ankumer waren gekommen, um „ihren Pater" einmal persönlich kennen zu lernen. Pater Benedikt erläuterte in der Messe unterstützt von vielen Bildern eindrucksvoll die Zustände und Verhältnisse, in denen Brasiliens Straßenkinder leben. „Die Straßenkinder stehen an unterster Stelle in der Gesellschaft", so der Begründer des VIDA NOVA-Hilfsprojektes. „Sogar die Ärmsten der Armen verschließen die Türen ihrer Hütten in den Armenvierteln und wollen nichts mit ihnen zu tun haben". So schlafen die Straßenkinder unter Brücken, sind vielfach drogenabhängig und der Willkür der Polizei hilflos ausgeliefert. „Kinder wurden vor meinen Augen erschossen, weil sie der Polizei nicht gehorchten!"; Pater Benedikts Worte schilderten Situationen, die sich wohl niemand wirklich vorstellen möchte. Umso wichtiger, dass sie angesprochen werden und vor allen Dingen – das geholfen wird. Die VIDA NOVA-Kinderheime geben den Straßenkindern Hoffnung. Dort erfahren sie, was es heißt, ein Mensch zu sein, werden respektiert, können zur Schule gehen, ein Musikinstrument erlernen oder Fußball spielen. „Danke für die Hilfe einer starken Hand, der Hand des Kolpingwerks." – mit diesen Worten schloss Pater Benedikt seine Ausführungen und hatte viele Kirchenbesucher nachdenklich gemacht.
Die hl. Messe, die als Familienmesse gestaltet und von Flötenensemble und Projektchor begleitet wurde, bot noch eine Überraschung für Pater Benedikt: Pastor Bernd Heuermann ist bereits im sechsten Jahr Präses der Ankumer Kolpingsfamilie, hatte bislang aber noch keine Stola. Dieses holten die Kolpinger jetzt nach und auch Pater Benedikt bekam eine solche Stola als äußeres Zeichen der Partnerschaft und Verbundenheit mit der Kolpingsfamilie Ankum. Heuermann weihte die Stolen und der Kolpingvorsitzende Markus Heitmann legte den Priestern das Geschenk um. 
Im Anschluss an den Gottesdienst fand eine Zusammenkunft im Haus Kirchburg statt, um Pater Benedikt näher kennen zu lernen bzw. Fragen in Bezug auf VIDA NOVA zu stellen. In diesem Rahmen erhielt Pater Benedikt einen Scheck über 3.000 €. Dieses Geld war aktuell gespendet worden und soll für den Weiterbau eines Spielplatzes in Arapiraca verwandt werden. Pater Benedikt bedankte sich noch einmal recht herzlich für das Geld, jedoch vor allem für den Einsatz: „Unsere Partnerschaft besteht erst wenige Monate, aber selten habe ich es erlebt, dass so mit Elan und Herz eine Sache angegangen wird.", stellte er abschließend fest. Auch bei den Kindern, die beim Ankumer Fettmarkt als „Straßenkinder" für „seine Kinder" gesammelt hatten, bedankte sich Pater Benedikt noch einmal.
Weitere Informationen, Ansprechpartner und Kontaktdaten zum VIDA NOVA-Hilfsprojekt gibt es auf den Internetseiten www.kolping-ankum.de oder www.padre-bene.de. Und wer helfen möchte, darf gerne auch direkt spenden: Spendenkonto der Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus, BLZ 265 515 40, Konto Nr. 123 203 96 – als Verwendungszweck bitte VIDA NOVA sowie die Straßenbezeichnung des Spendenabsenders eintragen. Als aktuelles Projekt steht der Weiterbau eines Spielplatzes für die kleinen Kinder an, die in den letzten Wochen verstärkt Zuflucht bei Pater Benedikt suchten.
Text: Anita Lennartz / Fotos: Heinz Boye „Danke für die Hilfe einer starken Hand"
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