Besuch des Nikolauses erfreut die Familien

Ankum. (ne) Vor 13 Jahren rief die Kolpingsfamilie Ankum auf Anregung des inzwischen verstorbenen Antonius Seiters eine Nikolaus-Aktion ins Leben. Seither besuchen traditionell die Nikoläuse mit Knecht Rupprecht die Familien, das Altenheim und die Kindergärten. In diesem Jahr sind es 46 Familien mit 150 Kindern, die am 5. und 6. Dezember besucht werden. 091208_30

Nicht wie in anderen Städten, wo Mechthild Faust von der Arbeitsagentur Darmstadt 30 bis 35 Euro für einen Auftritt als Nikolaus als normales Honorar empfehle, macht die Kolpingsfamilie Ankum die Aktion ehrenamtlich und nimmt nur eine freiwillige Spende für die kirchliche Jugendarbeit entgegen.

Den Nikoläusen ist es wichtig, dass sie nicht als Weihnachtsmann sondern als Nikolaus bezeichnet werden, denn der Weihnachtsmann ist eine Erfindung von „Coca-Cola". Deswegen legen sie auch viel Wert auf ihre Gestaltung der Kostüme, um möglichst detailgetreu den Bischof Nikolaus zu verkörpern.

Der Andrang der Anmeldungen ist in den letzten Jahren so groß geworden, dass sie heute schon mit drei Nikoläusen die 150 Kinder unter sich aufteilen. Am 5. Dezember trafen sich alle Nikoläuse und Knecht Rupprechts in der Kirche, um sich von Pastor Heuermann segnen zu lassen. Danach gingen die Nikoläuse in die Familien.

Auch die Familie Burlage wurde vom Nikolaus aufgesucht. Der achtjährige Julian, der sich liebevoll um die Tiere kümmert, spielte ein Lied für den Nikolaus auf seiner Klarinette vor. Anschließend hat der Nikolaus von der Hungersnot in der Stadt Myra, die in der heutigen Türkei liegt, berichtet. Danach ging der Nikolaus genauer auf die Kinder ein, dabei lobte und tadelte er sie, wobei das Lob im Vordergrund stehen sollte. Gerade die kleinen Kinder haben oft ein bisschen Angst vor dem Knecht Rupprecht.

Nach dem Lob und Tadel gab es zuerst symbolisch eine kleine Tüte mit Körnern, die an die Hungersnot erinnern sollte. Zum Abschluss gab es endlich für den zweijährigen „Sprücheklopfer" Heinrich, die „fleißige" Johanna, die „gute Schwimmerin" Berit, den „Rechner" Bennet und den „tierlieben" Julian die „richtigen Geschenke". Nach der Übergabe der Geschenke wurde noch ein Erinnerungsfoto mit dem Nikolaus und dem Knecht Rupprecht gefertigt. Durch solche Besuche will das Nikolaus-Kolping-Team ihr Motto: „Erfreut die Menschen und belohnt ihre Taten" den Familien näher bringen.

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> Die Homepage der Ankumer Kolpingsfamilie

Quelle: Text und Foto Niklas Ewerding

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