Auf roten Teppichen in die Gemütlichkeit des Ankumer Fettmarkts
Geschrieben von: Franz Raschke Montag, den 09. November 2009 um 00:51 Uhr
Ankum. (fr) Als am heutigen Sonntag 12 Gemeinden im Nordkreis gleichzeitig die Geschäftstüren öffneten und zum Einkaufsbummel lockten, trumpfte der historische Handelsort Ankum mit dem Angebot einer bemerkenswerten Gemütlichkeit. Bei herrlich milden Herbstwetter bummelten zahlreiche Besucher gelassen und entspannt zwischen Ständen und Geschäften in den romantischen Ausklang am Abend.
Zahlreiche Geschäfte hatten für ihre Kunden rote Teppiche ausgerollt und sich noch dazu kleinere Aktionen ausgedacht, von dem Glas Sekt oder Orangensaft zur Begrüßung oder den zahlreichen Sonderrabatten einmal ganz abgesehen.
Auf dem Weg von Tür zu Tür boten zugleich die vielen Stände und Buden des Ankumer Fettmarktes Genüsse kulinarischer Art oder auch umfangreiche Informationen über allerlei Produkte und Waren.
Es reichte beispielsweise von der Autoschau des Autohauses Berling über zahlreiche Informationen der Tierarztpraxis Arnold oder der Hundeschule van Eysden, bis hin zum Stand der Ankumer Werbegemeinschaft oder der Werbeagentur „concept-image“.
Vor dem Fachgeschäft „Blumen und Wohnen“ Havermann stiegen derweil immer wieder Luftballone auf, um im Wettbewerb einen möglichst weiten Luftweg hinter sich zu bringen.
Ergänzend zu dieser natürlich noch längst nicht vollständigen Liste der zahlreichen Angebote auf dem Weg durch die Hauptstraße, wandten sich die Freiwillige Feuerwehr Ankum und die Ankumer Kolpingsfamilie mit besonderen Anliegen an die Besucher und baten um Unterstützung und Spenden.
Für die Freiwillige Feuerwehr gilt es derzeit, eine kostspielige Wärmebildkamera quasi aus „privater Hand“ zu finanzieren. Eine im Alltag der Feuerwehr wichtige technische Hilfe, um versteckte Brandnester in Gebäuden oder Objekten aufzuspüren und ablöschen zu können. Wer wollte, durfte am heutigen Abend auch schon einmal den Blick durch das Objektiv einer solchen Kamera werfen.
Die Ankumer Kolpingsfamilie stellte ihr Engagement bereits im zweiten Jahr in den Dienst des Partnerschafts-Hilfsprojekt "Brasilienhilfe Vida Nova Padre Bene", der Hilfe für elternlose Straßenkinder in Brasilien.
Und wie im vergangenen Jahr stellten oder setzten sich wieder „Ankumer Straßenkinder“ ausdauernd an den Straßenrand und baten um Spenden für ihre Altersgenossen in Arapiraca. Eine wirklich beispielhafte Hilfe, die in diesem Jahr rund 400 Euro für das Hilfsprojekt einbrachte und damit das Ergebnis des Vorjahres deutlich übersteigt.
Für all jene Besucher, die sich vom Bummeln erholen wollten oder denen der Sinn nach einer gemütlichen Geselligkeit stand, bot der Ankumer Heimatverein am Nachmittag im Heimathaus an der Michelstiege Kaffee und Kuchen sowie filmische Erinnerungen an vergangenen Ankumer Zeiten.
So richtig gemütlich wurde es dann allenthalben, als es zu dunkeln begann, vor dem Rathaus kleine Lagerfeuer aufloderten und die Stände und Buden entlang der Straße ihre Festtagsbeleuchtung einschalteten. Da mochten viele Gäste so gar nicht mehr weichen und hätten diesem mild herbstlichen Sonntagabend in Ankum gern noch in die Verlängerung geschickt.
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