Wieder zogen rund 2000 Besucher durch die Ankumer Kneipennacht

Hochbetrieb in „kleinen“ Lokalen und Dudelsack-Spieler auf Planwagen-Tour 090928_01

Ankum. Es schwingt, hautnah geht es am Sänger vorbei, kurz mal ein Gedränge, und schon ist wie aus dem Nichts die Tanzfläche wieder da. Gerade in den kleineren Gaststätten ohne Saal und großer Bühne pulsierte in der Nacht zum Sonntag das Leben des Ankumer Kneipenfestivals „Ankum-Live“. Doch auch auf den großen Sälen ging es rund.

Dass auch angesagte Bands wie „Mr. Cracker“ selbst wenig Raum brauchen und auch auf kleinster Bühne spielen können, zeigte sich nicht nur im vom Rock 'n Roll-Fieber erfassten und dicht besetzten Hotel Billenkamp.  

Im Hotel Raming fesselten die „Nymonics“ aus Hamburg die Gäste mit ihrem „DOO WOP“ und allerlei Wortwitz unabläßlich am improvisierten Bühnenrand, und im Kassandra begeisterten „Thee Watsons“  passend zum neu-rustikalen Ambiente mit massiven und authentischen  „60`s Garage Punk“ quasi inmitten der Gäste.090928_02

In der übersichtlichen Ankumer Einraumkneipe „Brothers“ wurde die Leipziger Band „Maddoxxx“ spontan zum „Familienmitglied“ erklärt, auch wenn sie zur nächsten Ankum-Live-Nacht nicht wiederkehren wird. Stattdessen steht hier im nächsten Jahr noch eine Überraschung zum Erhalt der Freundschaft an.  Eine  ebenso unauflösbare Verbindung zwischen den Musikern und dem Publikum schufen auch „Georg und Joschi“ im ausgesprochen gut besuchten Restaurant Franzkenpatt.  Hier trafen sich Gäste und Interpreten in den Pausen, so als sei man untereinander altbekannt,  überaus gern zum kleinen Plausch am Rande.

Im Alten Gasthaus Bergmann versammelte die Music Family nach dem großen Andrang zu Beginn und zur späten Nacht hin, eine vertraute Runde von Musikliebhabern im kleinen Saal.

Auf den großen Sälen des Gasthauses Düker und des Landhotels Schmidt, luden derweil die Bands „Live It Up“ und „Crazy Colors“ zum besonderen Live-Erlebnis mit der guten Chance zum Abtanzen. Dem Trio „Live It Up“ war dabei anzumerken, dass sie ihr Ankumer Publikum mittlerweile gut kennen. Ohne jede Stimmungsflaute, abgesehen von den Pausen, zog sich somit auch  „bei Düker“ die Nacht bis in die Morgenstunden weit nach 2:00 Uhr. 090928_03

Nicht anders im Zelt vor dem Ristorante Lucchese, in welchem die Band  „Knutsch“ ständig für eine volle „Hütte“ sorgte. Zwar gab es nicht so wie beim Dorffest wieder Heiratsanträge auf der Knutsch-Bühne, aber bis etwa 3:00 Uhr in der Früh bebte hier der Zeltboden desweilen schon verträglich heftig.

Für besondere Augenblicke auf der Straße und zeitweise in den Lokalen, sorgten in der Ankum-Live-Nacht im Übrigen auch und über Stunden hinweg drei Dudelsack-Spieler, deren schottische  Sackpfeifen-Klänge zahlreiche Bewunderer fanden. Nach kurzem Vorspielen wurden sie schlicht mit auf den umziehenden Planwagen verfrachtet, von Ort zu Ort „mitgeführt“ und durchgehend begeistert in den Kreis der Ankum-Live-Aktivisten aufgenommen.  Nicht minder gern gesehen und „gespürt“ waren in den Lokalen die angehenden Physiotherapeutinnen, die erstmals in der Geschichte der Kneipennacht eine mobile Eventmassage für ermüdete Nackenregionen anboten.090928_04

Für die körperliche Ertüchtigung mittels Speisen sorgten am Wegrand der Kneipenmeile zudem die allseits gut nachgefragten Imbissbetriebe, wie der Imbiss am Artländer Dom (Brinkmann) oder die Stände der Ankumer Fisch – und Wurst Imbissbetriebe U.G.

Bleibt zum Schluss noch das Fazit. Rudi Billenkamp sah es als Organisator der Kneipennacht am Sonntag vergleichsweise nüchtern und vermerkte: „Die Interessengemeinschaft 'Ankum-Live' ist mit dem Ergebnis sehr gut zufrieden“.  Wie auch sonst?  Denn tatsächlich wurde die Ankumer Ausnahmeveranstaltung „Ankum-Live“ auch im achten Jahr ein enormer Erfolg. Mit rund 2000 Besuchern, die  fast bis in den späten Morgen feierten, sich diesjährig vor allem in den kleineren Lokalen tummelten und dabei auch viele Freunde wieder trafen, die sie – wie oft gesagt -  nur einmal jährlich treffen. Nämlich im September,  in der Nacht des Ankumer Kneipenfestivals.

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