Marienhospital Ankum-Bersenbrück und Niels-Stensen-Kliniken schließen sich zusammen
Geschrieben von: Franz Raschke Freitag, den 18. September 2009 um 03:00 Uhr
Zukünftig auch Krankenpflegeausbildung in Ankum – Heuermann: „Auch eine Gewissensentscheidung"
Ankum/Osnabrück. (fr) Nach 149 Jahren erfolgreicher Geschichte in der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Ankum, setzt das Marienhospital Ankum-Bersenbrück auf dem Weg in die Zukunft jetzt auf den Beitritt zum Krankenhausverbund der Niels-Stensen-Kliniken. 
Es wird damit zum Jahresbeginn 2010 zu einer weiteren Einrichtung in einem Verbund, dem bereits das Marienhospital Osnabrück, das Franziskus-Hospital Harderberg, das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln, die Magdalenen-Klinik, das Christliche Klinikum Melle, das Altenpflegeheim Haus St. Michael in Ostercappeln sowie das Bildungszentrum St. Hildegard angehören.
Zugleich wird die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus Ankum als bisheriger Träger des Marienhospitals Mitgesellschafter der Niels-Stensen-Kliniken und die Niels-Stensen-Klinken erhalten 51 % der Gesellschaftsanteile der Marienhospital GmbH.
Das Ankumer Krankenhaus beigerechnet, werden die Niels-Stensen-Kliniken ab dem 1. Januar etwa 3300 Mitarbeiter beschäftigen, und mit einer Zahl von rund 1300 Betten jährlich über 60000 stationäre und ca. 109000 ambulante Behandlungen durchführen.
Wie Josef Heile als Aufsichtsratsvorsitzenden des Marienhospitals während der Vorstellung der Entscheidung am Donnerstag in Ankum sagte, geschieht der Schritt in den Beitritt von einem sicheren Fundament aus. Das Marienhospital ist wirtschaftlich und vor allem auch mit dem bestehenden sehr engagierten Mitarbeiterstab, gut aufgestellt. Mit der Teilnahme am Verbund werde die gute Zusammenarbeit mit den Niels-Stensen-Kliniken konsequent fortgeführt, der Krankenhausstandort Ankum und damit auch die Arbeitsplätze in der Region langfristig gesichert.
Auch der Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, Werner Lullmann, und der Geschäftsführer des Marienhospitals, Ralf Brinkmann, zeigten sich einig, dass das vordringliche Ziel der Erhalt und die wirtschaftliche Sicherung aller Krankenhausstandorte ist. Innerhalb des Verbundes werde zudem ein medizinisches Leistungsspektrum entwickelt, das noch besser als bisher auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sei. Neben der wohnortnahen Grundversorgung sind weitere Spezialisierungen und Schwerpunktsetzungen geplant. 
So unter anderem auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Dadurch, dass dem Verbund das Bildungszentrum St. Hildegard angehört, wird angestrebt, ab 2010 auch im Marienhospital Ankum-Bersenbrück eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege anzubieten und damit den Standort auch für den Nachwuchs attraktiver zu machen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Niels-Stensen-Kliniken, Generalvikar Theo Paul, und Josef Heile, betonten weiterhin, dass durch diesen Schritt die individuellen Profile der Häuser erhalten und geschärft werden. Dieses gelte auch für die konfessionell geprägte Wertorientierung, welche eine Bereicherung erfahren und transparenter werden könne.
Pastor Bernd Heuermann machte deutlich, dass sich die Kirchengemeinde St. Nikolaus auf dem Weg zur Entscheidung sehr intensiv mit unterschiedlichsten Fragen und Möglichkeiten auseinander gesetzt habe. Es sei durchaus auch eine Gewissensentscheidung gewesen. Mit dem Beitritt würde aber nichts abgegeben, vielmehr würde nun Neues in das bestehende Gepräge einfließen und er sei sich sicher, dass auch das Marienhospital sehr viel in den Klinikverbund einbringen könne und werde.
Dr. Michael Lübbersmann betonte als Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück und auch als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrats des Marienhospitals, die immer gute Zusammenarbeit mit dem bischöflichen Stuhl in Osnabrück, welcher bereits seit 2002 Mitgesellschafter im Marienhospital ist. Er sei froh, dass nun dieser Schritt in einen starken Zusammenschluss vollzogen werden wird. Das Ankumer Krankenhaus sei nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, sondern würde auch von einem hohen Identifikationsgefühl der Menschen mitgetragen.
Das Ankumer Niels-Stensen-Pflegezentrum wird als 100%-Tochter der Marienhospital GmbH ab dem 01. Januar 2010 ebenfalls Teil der Niels-Stensen-Klinken und in gleicher Weise von den zu erwartenden Vorteilen profitieren.
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