Allseits passend gemacht: Die Flurbereinigung „Ankum Süd“
Geschrieben von: Franz Raschke Mittwoch, den 26. August 2009 um 01:26 Uhr
Anlieger, Planer und Behörden sind gut zufrieden – Bürgermeister Borgmann denkt nach vorn
Ankum. (fr) Am heutigen Nachmittag trafen sich Vertreter der Gemeinde Ankum, der GLL Osnabrück, des Osnabrücker Planungsbüros „Tovar und Partner“, der ausführenden Baufirma Völkmann sowie der Teilnehmer-Gemeinschaft zur Abnahme des 4. Bauabschnitts der Flurbereinigung „Ankum-Süd“. Wirklich gespart hat man nicht, aber es scheint trotzdem oder gerade deswegen alles zu passen. 
Das Flurbereinigungsverfahren „Ankum-Süd“ umfasst die Ortsteile südlich der durch Ankum verlaufenden Bundesstraße 214, somit also die Ankumer Bauernschaften Aslage, Tütingen, Rüssel, Stockum, Westrup und Brickwedde. Rund 30 Kilometer Straßenverlauf wurden im Zuge der Maßnahme erneuert, teilweise geringfügig verbreitert und mit Randbefestigungen versehen. Da die erneuerten Straßen weitestgehend den bisherigen Verläufen folgen, wurde ein Flächenausgleich kaum erforderlich. 
Die Kosten des heute offiziell abgenommenen vierten Bauabschnitts mit dem Ausbau einer Straßenstrecke von 10,6 Kilometern belaufen sich allein auf etwa 800.000 Euro. Die Gesamtkosten des Flurbereinigungsvorhabens mit allen Bauabschnitten wurde heute mit unter 3 Millionen Euro beziffert, ursprünglich waren 2,4 Millionen Euro veranschlagt worden. Den Großteil der Kosten mit einem Eckwert von etwa 70 % trägt die öffentliche Hand. Konkret die EU mit 50 % der Nettokosten sowie das Land Niedersachsen mit einem Anteil von ca. 20 %. Die Anlieger wurden mit einem Satz von ca. 180 Euro je Hektar in Anspruch genommen.
Alle Beteiligten, neben den Behörden auch Richard von der Haar als Vertreter der Teilnehmer-Gemeinschaft und die beauftragte Baufirma Völkmann aus Ueffeln zeigten sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Vor allem wurde seitens der Verantwortlichen immer wieder die sehr konstruktive und harmonische Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten betont. So ebenso vom Bauleiter Reinhard Kock, der den Ankumern, insbesondere den Anliegern, eine besonders „unkomplizierte“ Kooperationsbereitschaft bescheinigte. 
Auch Ankums Bürgermeister Borgmann war es wichtig, allen Beteiligten und vor allem der GLL Osnabrück (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften) für die sehr gute Zusammenarbeit zu danken. Hoffend, dass sich diese Form der Zusammenarbeit bei den noch anstehenden Aufgaben fortsetzt, verwies er gleichzeitig nach vorn.
Es sei nun eine lohnenswerte Aufgabe, auch die Flurbereinigung im Norden Ankums in Angriff zu nehmen, zumal die Maßnahmen über die Sanierungen und Bereinigungen hinaus weitere positive Effekte für den Erholungsort Ankum bieten würden. Viele Radfahrer würden statt der Radfahrwege an stark befahrenen Straßen lieber die wenig befahrenen Wirtschaftswege im schönen Umfeld der Ankumer Bauernschaften nutzen. Gerade diese Wege wurden soeben ausgebaut. Mit dem Fortgang der Maßnahmen in Ankums Norden ließen sich auch ergänzende Touren im Touristikkonzept für radfahrende oder wandernde Urlauber entwickeln.
Auch im Hinblick auf die aktuell noch nicht überstandene deutschlandweite Wirtschaftskrise gab der Bürgermeister weiterhin als Prämisse aus: „Als Kommune müssen wir gerade jetzt in die Ankumer Zukunft investieren.“
> Die Gebietskarte in der Großansicht
Weiter lesen:
> GLL Osnabrück
> Planungsbüro Tovar und Partner Osnabrück
| < Zurück | Weiter > |
|---|
Ankumer Notizen
Ausstellungen
Ankum in Funk und Fernsehen
Blutspendetermine DRK Suche







