30 Pizzaioli im Ristorante Lucchese
Geschrieben von: Franz Raschke Dienstag, den 21. Juli 2009 um 01:14 Uhr
Jede Menge Spaß für die "Kids" beim Dienst in der Profiküche 
Ankum. (fr) Pizza mit fast allem, aber bitte ohne Banane. Mal rund und flach, mal lang und schlank.
Mit vielen Ideen und Kreativität aber auch sehr individuellen Vorlieben testeten heute 30 junge Pizzabäcker (Pizzaioli) die Leistungsfähigkeit der Küche im Ankumer Ristorante Lucchese.
Als Pizzaiolo lernt man natürlich zuerst, dass es immer auch auf den Teig ankommt. Gelungen muss er sein, flach und gleichmäßig sollte er auf dem Backblech liegen. Die Flugeigenschaften des Teiges sind hingegen weniger wichtig.
Eine Lernaufgabe, die von fast allen Kinder problemlos bewältigt wurde, nur zwei Jungs kämpften noch lange gegen hartnäckige Blasen, Löcher oder Buckel in der Teigfläche. „Das muss besser werden“, notierte dazu sofort Restaurant-Chef Stefano Lucchese scheinbar streng, alsgleich lächelnd und mit wohlmeinenden Schulterklopfen. 
Viel spannender war ohnehin das Bestücken der Pizza mit unterschiedlichsten Belägen und es war erstaunlich, was die Küche so alles her gab. Fisch, Fleisch, Gemüse, Gewürze, Obst und auch Bananen, die keiner wollte. „Schmeckt doch nicht mit Käse“, meinte eine junge Pizzabäckerin sofort . Der Chef war anderer Meinung, aber egal.
Sehr wichtig war für die jungen Pizza-Experten selbstverständlich auch, der eigenen Pizza eine sehr individuelle Note zu verleihen. Je nach Teiggestalt, Beilagen und Käsedichte. Denn wie sonst wollten die 30 Pizzaioli unter den 30 Pizzen ihre eigene Pizza nach dem Backen wieder erkennen?
Von all der Arbeit angestrengt, verlegten die Kinder bald darauf ihre Pause auf die geräumige Außenterrasse vor dem Ristorante und ließen Getränke je nach Wahl kommen. Mochte der Chef derweil selbst die Öfen bestücken. Hatte er doch gesagt, dass diese sehr heiß und nicht ungefährlich seien. 
Der Genuss der eigenen Pizza, draußen an der frischen Luft, vom Teller oder Pizza-Pappdeckel war alsbald natürlich der Höhepunkt des Nachmittags und wurde noch gekrönt durch eine professionelle Urkunde, die alle teilnehmenden Kinder erhielten.
„Es braucht nicht viel für einen tollen Nachmittag und es macht allen sehr viel Spaß“, sagte Stefano Lucchese als sich der heutige Nachmittag neigte und erzählte, dass die Ferienspaß-Aktion „Pizza Pizza“ wieder einmal sehr früh nach Bekanntgabe komplett ausgebucht war.
Vielleicht wird es im Ankumer Ferienspaß-Programm des nächsten Jahres somit gleich zwei Nachmittage für zukünftige Pizzaioli geben oder auch schon im Herbst einen Kochkurs mit Gesundheitstipps für Kinder in der italienischen Profiküche. Am enormen Spaßfaktor im Küchendienst für die „Kids“ dürfte sich so oder so kaum etwas ändern. Dafür bürgen allein schon die zahlreichen Ideen in der Chefetage des Ristorante Lucchese.
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