Ostfriesland ist zwei Reisen wert
Geschrieben von: Octavia Kleine-Kuhlmann Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 05:19 Uhr
ENERCON gestaltete eine Sonderführung für Ankums Kolpingsfamilie
Ankum. (okk) Bereits zwei Monate vor dem Fahrttermin am 26. Juni war die „3E“ Ostfriesland-Tour der Kolpingsfamilie Ankum restlos ausgebucht. Die unerwartet große Teilnehmerzahl mit fast 60 Personen verlangte den Organisatoren Burkhard Wehlage und Octavia Kleine-Kuhlmann sogar Verhandlungen mit dem Großunternehmen ENERCON in Aurich über eine gesonderte Betriebsführung ab. 
Und obwohl im dortigen Unternehmen eigentlich unüblich, gestaltete Deutschlands größter Windkraft-anlagenhersteller der Ankumer Kolpingsfamilie sehr flexibel reagierend tatsächlich die angesichts des großen Interesses notwendig gewordene Sonderbegehung durch die Betriebsanlagen.
Im Rahmen der Werksführung konnten sich die Reiseteilnehmer über die wichtigen Komponenten der Windkraftanlagen informieren. Die Wicklung des Generators konnte beobachtet werden, ebenso der Zusammenbau der Maschinengondel in den verschiedenen Ausbauphasen. Die Führung abschließend ließ sich im Werk noch betrachten, wie die massigen Rotorblätter entstehen und lackiert werden. Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Dimensionen der Windkraftanlagen, nun bei Betrachtung auf Augenhöhe gesehen, mehr als nur beeindruckend waren.
Das nächste Ziel der Reisegruppe führte nach Gandersum, wo das Emssperrwerk besichtigt wurde. Während dieser Führung wurde zunächst über die historische Entwicklung der Region und die diversen einschneidenden Naturkatastrophen berichtet. Besonders die Sturmflut von 1962 war eines der wichtigen Ereignisse, die schon damals die Forderungen nach einem Emssperrwerk laut werden ließen. 
Erst 1998 wurde dann aber tatsächlich mit dem Bau begonnen. Nach Unterbrechungen wegen Bürgereinwendungen wurde das Bauwerk letztlich erst im Jahr 2002 eingeweiht. Mit der Besichtigung der großen Hydraulik-Pressen für das 63,50 Meter breite Haupttor schloss sodann die zweite interessante Besichtigungstour des Tages.
Zum Abschluss stand nun noch die Stadt Emden auf dem Programm. Hier wurde im Stadtrundgang viel Wissenswertes über die Geschichte und Kultur der Stadt Emden berichtet. Natürlich durfte auch die Stippvisite beim berühmtesten Emdener nicht fehlen: Otto Waalkes war aber leider nicht zu Hause und. Eske Nannen, die Witwe von Henri Nannen, war unterdessen in der Emdener Kunsthalle mit dem Herrichten einer am folgenden Tag beginnenden Ausstellung beschäftigt.
Bei der gemeinsamen Teetafel im Kaffeehaus der Kunsthalle Emden wurde gleichwohl seitens aller Teilnehmer beschlossen: „Da fahren wir noch mal hin.“ Denn Ostfriesland ist gewiss zwei Reisen wert.
Text: Octavia Kleine-Kuhlmann
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