Die Ankumer Reitertage waren das Top-Pferdesportereignis in der Region

Nennungssteigerungen von 60 % begeisterten den Veranstalter und die Zuschauer

Ankum (sw) Am letzten Wochenende hat Ankum wieder einmal seinem Image als „Pferdedorf" alle Ehre gemacht. Ankum ist nicht nur der Ort für die Versteigerung sehr teurer Pferde oder ein beliebter Treffpunkt der Distanzreiter, sondern auch für Spring- und Dressurturniere. Der Reit- und Fahrverein Ankum hat gezeigt, was auch in wirtschaftlich nicht ganz einfachen Zeiten im Pferdesport mit einem überzeugenden Konzept zu bewegen ist. Im Preis der Gemeinde Ankum, Springpferdeprüfung Klasse M mit Stechen, hieß der Sieger Jan Wernke vom RSC Handorf-Langenberg. Für die Gemeinde Ankum gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Heinz Sandbrink und Gisela Borgmann von der Turnierleitung. Foto: Siegfried Wistuba

Der Grund für den Erfolg ruhte auf zwei Säulen. Zum einen muß das Engagement der Vereinsmitglieder hervorgehoben werden, die in den verschiedensten Funktionen aktiv waren. Dazu kommt die Tatsache, daß der Verein mit der Reitanlage am St. Georg-Platz und den dazugehörigen Parkplätzen hinter dem See- und Sporthotel ein Turnierambiente bieten kann, wie es durchaus nicht überall üblich ist. Als Teilnehmer oder Zuschauer kann man sich in diesem Umfeld nur wohlfühlen. Die Vereinbarung mit den Eigentümern, daß dieses Gelände vom Ankumer Reit- und Fahrverein für Großveranstaltungen genutzt werden kann, ist natürlich ein großes Entgegenkommen, an dem auch die Ankumer Politik mitgewirkt hat, um das Pferde-Image Ankums weiter zu steigern. War schon die erste Veranstaltung auf diesem Gelände im vergangenen Jahr ein Erfolg, so wurde dieser in diesem Jahr noch weit übertroffen.

1.300 Nennungen, über 60% mehr als im Vorjahr, in den 21 ausgeschriebenen Prüfungen mit 45 Abteilungen zeigte sich das Interesse der Teilnehmer an der Veranstaltung. Den zahlreichen Zuschauern wurde ein repräsentativer Querschnitt des Reitsports auf dem Spring-. und Dressurplatz geboten, der von der Führzügelklasse, über Reiterwettbewerbe ab Jahrgang 2000, Dressurprüfungen der Klassen E und A und Springprüfungen der Klassen E, A, L und M, letztere sogar mit Stechen, reichte. Ein solches Prüfungsangebot, verbunden mit den abgegebenen Nennungen, verlangte natürlich nach einem entsprechenden Zeitrahmen. Die ersten Prüfungen mußten deshalb schon am Donnerstag und Freitag gegen Mittag beginnen und wurden bereits am Samstag und Sonntag schon ab 8.00 Uhr fortgesetzt. Der Lokalmatador Matthias Jansen vom RFV St. Georg Ankum auf Clooney 26 sicherte sich vor dem begeisterten Publikum den 2. Platz im Stechen der Springpferdeprüfung Klasse M. Foto: Siegfried Wistuba

Der sportliche Höhepunkt waren verständlicherweise die Springprüfungen der Klasse M mit Stechen am späten Sonntag- nachmittag vor großer Publikumskulisse. Die 48 Teilnehmer startete in zwei Abteilungen aufgeteilt nach Ranglistenpunkten. Vier bzw. fünf Teilnehmer erreichten die Stechen. Die vorderen Plätze in der 1. Abteilung gingen nach Vörden, Hagen und Wahrstein. In der 2. Abteilung mußte sich der Ankumer Lokalmatador Matthias Jansen mit dem 2. Platz begnügen. Jan Wernke vom RSC Handorf-Langenberg ließ mit einer Nullrunde nichts anbrennen.

Welche Aufmerksamkeit der RFV Ankum der Jugendarbeit beimißt, konnte man beim internen Reiterwettbewerb erkennen. In sage und schreibe sechs Abteilungen starteten insgesamt 36 junge Reiterinnen und Reiter. Um den Nachwuchs braucht man sich in Ankum also keine Sorgen zu machen.
Pferdeleute umgeben sich oft mit den quirligen Jack Russel Hunden. Sie sind auf allen Turnierplätzen anzutreffen. In Ankum wartete aber eine ganz besondere Herausforderung auf sie. Ein Jack Russel Rennen begeisterte und amüsierte die Zuschauer am Sonntag als Show-Einlage gleichermaßen.

Erleichtert und geschafft, verbunden mit Stolz, war die Grundstimmung am Sonntagabend nach der letzten Prüfung bei den Verantwortlichen des Ankumer Reit- und Fahrvereins, als dem Vorstand und von der Turnierleitung Gisela Borgmann und Hans Hemmelgarn von vielen Seiten der Dank für eine so gelungene Reitveranstaltung entgegen gebracht wurde. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Man kann gespannt sein, was sich der Verein für das nächste Jahr einfallen lassen wird. Auf jeden Fall war schon zu hören, daß das Vereinsgelände an der Reithalle, das schon an Optik und Funktionalität gewonnen hat, weiter ausgebaut werden soll. Man kann also gespannt sein.

Text und Fotos: Siegfried Wistuba

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