Eindrücke einer Kirchturmbesteigung in Ankum
Geschrieben von: Christian Pohlmann-Geers Dienstag, den 23. Juni 2009 um 21:11 Uhr
FDP auf Besichtigungstour 
Ankum. (cp) Mit einer kleinen Besuchergruppe erklomm die FDP den Ankumer Kirchturm, der aufgrund von umfangreichen Sanierungsarbeiten komplett eingerüstet ist. Organisiert durch Christian Pohlmann und geführt durch Ralf Gramann (autorisiert vom Kirchenvorstand) ging es die zahllosen Stufen zum Kirchturmdach hinauf.
Dem Eindruck vom soliden Mauerwerk erstaunend, erblickte die Besuchergruppe die witterungsbedingt notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten an der Fassade des Turmes. Zahlreiche Steinblöcke wurden ausgewechselt, nach Angaben von Gramann je Stück etwa 80 Euro teuer, um den Turm mit neuem Glanze erstrahlen zu lassen.
An den Glocken und der mächtigen Uhr, mit einem Durchmesser von etwa 200cm, vorbei, ging es weiter in die Höhe. Stirnrunzeln kam einigen Besuchern auf, als ihnen die merkwürdige römische 4 ins Auge fiel: nicht 2 Zeichen "IV" sondern 4 Zeichen "IIII" zeigt das alte Ziffernblatt, welches nun ebenfalls neu erstrahlt. 
Dazu recherchierten die Liberalen im Internet, nachdem adhoc niemandem eine Erklärung einfiel: "Auf Uhren wird die Zahl 9 immer nach der Subtraktionsregel als IX geschrieben, die Zahl 4 aber oft als IIII. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Eine ist, dass alle Einzelzeichen eines Zifferblatts, das IIII als 4 benutzt, zusammengenommen aus 20 I, 4 V und 4 X bestehen. Somit ließen sich solche Zifferblätter mit jeweils vier Sätzen der Zeichen I, I, I, I, I, V und X zusammensetzen, und waren daher in der Herstellung der Zahlen mit Schablonen oder Gussformen rationeller." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_Zahlen)
Am oberen Ende der Kirchturmwand angekommen begann der Sockel des Kirchturmdaches. Neu eingebaut wurden mächtige Speier, die das Regenwasser des Turmdaches fachgerecht und baulich konstruktionell ableiten. Im freien Fall wird der Wasserstrahl als normaler Regen zerrissen und am Boden ankommen - so jedenfalls die Vermutung einiger Spekulanten unter den Besuchern. 
Atemberaubend am oberen Ende des Gerüstes blieb jedoch der uneingeschränkte Blick in die Ferne. Die Dammer Berge, die Cloppenburger Höhen, der Ankumer Wellenberg, die Windkraftanlagen in der Ferne und der schöne Horizont, wo Himmel und Erde verschmelzen. Die Häuser Ankums, die Straßen - die Lebensadern Ankums, die Natur aus Grünflächen und Wäldern und natürlich der See zeigen Ankum wahrlich als Erholungsort in einem heimatlichen Rahmen belebt durch seinen Bürgern.
Einen großen Dank an Ralf Gramann, der die Gruppe sicher auf das Gerüst hoch und wieder runter geführt hat. Da Gramann auf Teilnehmergebühren verzichtete, wurden diese in Höhe von 60 Euro umgewandelt in eine Spende zur Kirchturmsanierung, die an Pastor Bernd Heuermann übergeben wurde.
Text: Christian Pohlmann. Fotos: Diana Feldker
Weiter lesen:
> Die Internetseiten der FDP-Bersenbrück
| < Zurück | Weiter > |
|---|
Ankumer Notizen
Ausstellungen
Ankum in Funk und Fernsehen
Blutspendetermine DRK Suche







