Attraktives Bauvorhaben soll Ankum bereichern
Geschrieben von: opm Donnerstag, den 11. Dezember 2008 um 19:35 Uhr
Ankum. (opm) Ein spannendes Bauvorhaben wird derzeit für das Zentrum von Ankum geplant. Genau genommen sind es sogar drei und die holen die Gemeinde Ankum, die Samtgemeinde Bersenbrück, Politik, Kirche und Großunternehmer in ein Boot. Doch der Reihe nach.
Zwischen der idyllischen Hauptgeschäftsstraße in Ankum und dem Einkaufszentrum an der „Loxter Straße" gibt es zur Zeit nicht allzu viele Attraktivitäten, abgesehen von der sporadisch stattfindenden Kirmes. Das Gebäude des ehemaligen Dekanatsjugendbüros ist kein besonders verlockender Anblick und der benachbarte katholische Kindergarten ist dringend sanierungsbedürftig. Zirka eine Million Euro müsste investiert werden, um hier wieder einen aktuellen Standard zu erreichen.
Die Alternative wäre ein kompletter Kindergarten– Neubau, der den Anforderungen einer zeitgemäßen Kindertagesstätten- Ausrichtung entsprechen würde mit genügend Freiräumen im Hinblick auf die zunehmenden Bildungsaufträge einer solchen Einrichtung. Energetische und ökologische Aspekte nach modernen Standards kämen hinzu, ebenso wäre der Anbau einer ergänzenden Krippe für jüngere Kinder denkbar.
Ein neuer Standort für den katholischen Kindergarten könnte am Marienhospital gefunden werden, mit kurzen Wegen zu den Neubaugebieten mit jungen Familien und in der Nähe des Altenheims. Ein soziales Zentrum für alle Generationen würde so in der direkten Nähe zum Krankenhaus entstehen. Eine Vorstellung, die Generalvikar Theo Paul schon bei der Einweihung des Altenheims entwickelte.
Von den geschätzten rund zwei Millionen Euro, die ein solcher Kindergarten- Neubau kosten würde, müsste die Gemeinde Ankum etwa zwei Drittel tragen, 10 Prozent würde die Samtgemeinde beisteuern und noch einmal 25 Prozent das Generalvikariat.
Soweit zu den Plänen für den katholischen Kindergarten. Das alte Gebäude würde abgerissen, ebenso wie das Haus des ehemaligen Dekanatsjugendbüros. Beides steht übrigens auf Kirchengrund. Ergänzt um ein weiteres Flächenstück würde so eine neu zu nutzende Fläche von 1,34 Hektar entstehen, für die es bereits einen Interessenten gibt. Der heißt Georg Dobelmann und plant an dieser Stelle ein Einkaufs- und Erlebniszentrum. Neben einem namhaften Lebensmittel- Discounter soll dort ein Fitnessstudio und eine Bowlingbahn eingerichtet werden. Ein weiteres Projekt von Georg Dobelmann ist die Errichtung eins Ärztehauses in direkter Nachbarschaft zum Krankenhaus. Geplant ist ein Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro.
Seine Pläne stellte er dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden des Ankumer Rates in einem Gespräch im Rathaus der Samtgemeinde Bersenbrück vor. Der Ankumer Rat wird im Anschluss die Entscheidung treffen müssen, ob diese Pläne umgesetzt werden, beziehungsweise die Bebauungspläne geändert werden. Die Samtgemeinde Bersenbrück wiederum entscheidet über die notwendige Änderung der Flächennutzungspläne dieser Vorhaben. Wenn alles klappt, könnte bereits Ende 2010 mit den Bauvorhaben begonnen werden, zumindest mit dem Bau des Kindergartens. Der muss natürlich zuerst fertig gestellt sein, bevor der alte abgerissen wird.
Und was sagen die Beteiligten zu diesem Konzept?
MdL Reinhold Coenen und Dr. Michael Lübbersmann als Initiatoren dieser „Win- Win- Lösung" sind sich einig: „Das ist ein großer Wurf für Ankum mit einer deutlichen Attraktivitätssteigerung für den innerörtlichen Bereich." Erfreut zeigte sich Dr. Lübbersmann auch über den geplanten Bau des Ärztehauses, das ein wesentlicher Beitrag zur Zukunft des Ankumer Krankenhauses ist.
Unternehmer Georg Dobelmann sieht das ähnlich: „Das ist eine einmalige Chance für den Einzelhandel in Ankum und eine Standortsicherung für das Zentrum."
„Ein Kindergarten- Neubau in der Nähe des Krankenhauses ist angesichts des hohen Sanierungsbedarfes eine sinnvolle Lösung", findet auch der Kirchenvorstand.
Die Fraktionsspitzen Günther Kosmann (CDU) sowie Dieter Hütten und Hubert Meyer (SPD) äußerten sich ebenfalls positiv zu diesen Plänen, die jetzt in den jeweiligen Fraktionen intensiv besprochen werden, bevor sie dann im Ankumer Rat zur möglichen Abstimmung gebracht werden
Quelle: Mitteilung in Ankum-Aktuell auf den Seiten http://www.bersenbrueck.de am 11.12.08| < Zurück | Weiter > |
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