Klopft an Türen, pocht auf Rechte!
Geschrieben von: Nina Mönch-Tegeder Dienstag, den 20. Dezember 2011 um 23:03 Uhr
Sternsinger aus der Pfarreiengemeinschaft Ankum, Eggermühlen, Kettenkamp sind unterwegs zu den Menschen
Ankum: (nmt) „Die Sternsinger kommen!“ heißt es am 7. Januar in Eggermühlen und am 8. Januar in Ankum und Kettenkamp. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+12“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 54. Aktion Dreikönigssingen. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet, die inzwischen die weltweit größte Solidaritätsaktion ist, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion mehr als 2.100 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.
Mit dem Leitwort „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ wollen die Sternsinger deutlich machen, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt respektiert und unterstützt werden müssen. Sie setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.
In Ankum unterstützen die Sternsinger seit Jahren das Weisenhaus Christkönig in Cochabamba in Bolivien. Dort werden vor allem Kinder betreut, deren Eltern im Gefängnis sind und sich deswegen nicht um ihre Kinder kümmern können. Diese Kinder hätten ohne das Projekt wenig Chancen im Leben und ihre Rechte würden mit Füßen getreten. Obwohl sie selber unschuldig sind leiden sie besonders wenn sich niemand um sie kümmert und ihnen Vorurteile und Hass das Leben schwer machen.
Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus Ankum, Eggermühlen und Kettenkamp auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten.
Weiterlesen:
> Das Leben der Kirchengemeinde im Bild weiterer Berichte
> Die Homepage der Pfarreiengemeinschaft Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp
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