Regionalkonzept zur Inklusion in Kindergärten unterzeichnet

Bersenbrück. (opm) Inklusion ist in der aktuellen Bundes- und Landespolitik das Stichwort, unter dem Bemühungen verstärkt werden, Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam zu erziehen.

Glückliche Gesichter machten die Unterzeichner des Regionalkonzeptes zur Inklusion in den Kindergärten der Samtgemeinde Bersenbrück. (Pressefoto)Gemeinsame Erziehung in Kindergärten und Schulen mit individuellen Fördermöglichkeiten nach dem jeweiligen Bedarf. „In der Samtgemeinde Bersenbrück geschieht das bereits seit 18 Jahren“, sagte Johannes Koop, Erster Samtgemeinderat bei der Unterzeichnung des Regionalkonzeptes für alle elf Kindergärten der Kommune. Ein Vorläufer des jetzigen Konzeptes wurde bereits 1993 erarbeitet, ein Jahr später erfolgte die erste Umsetzung mit drei Gruppen im Integrationskindergarten der Heilpädagogischen Hilfe in Bersenbrück.

Der Bedarf war allerdings in allen Mitgliedsgemeinden vorhanden, in deren Kindergärten es zum Teil Einzelintegrationen, aber immer wieder auch die Einrichtungen integrativer Gruppen gab. Neben den räumlichen Gegebenheiten erfordern diese Gruppen auch ergänzendes Fachpersonal.

In der Arbeitsgemeinschaft „Regionalkonzept“ haben Vertreter der Samtgemeinde, des Caritasverbandes der Diözese Osnabrück, des Bischöflichen Generalvikariats, der Fachbereiche des Landkreises Osnabrück und der örtlichen Kindergärten gemeinsame Prämissen gefunden, die einheitliche Regelungen zur Inklusion in der Samtgemeinde vorgibt. Danach ist die wohnortnahe Integration von Kindern mit und ohne Behinderung in den jeweiligen Einrichtungen sozial förderlich. Alle Kinder sollen dabei die Möglichkeit erhalten, entsprechend ihrer jeweiligen Entwicklung gefördert zu werden. Dazu ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten, der Frühförderung, dem Kinderarzt, den Therapeuten und natürlich den Eltern erforderlich.

Nicht alle der elf Unterzeichner waren beim Termin im Rathaus anwesend, aber „deren Unterschriften holen wir per reitendem Boten“, scherzte Koop, der sich ebenso wie die übrigen Beteiligten über diesen institutionsübergreifenden Abschluss freute. Derzeit gibt es 15 Integrationsgruppen in den insgesamt 45 Gruppen der elf Kindergärten in der Samtgemeinde. Der gemeinsame verbindliche Standard schafft ein zuverlässiges soziales Netzwerk in den Kindergärten der Samtgemeinde Bersenbrück für alle Kinder mit und ohne Behinderung.

Quelle: Samtgemeinde Bersenbrück Aktuell am 14.12.11 (http://www.bersenbrueck.de)

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