Nun dürfen die "Küken" flügge werden im Schwalbennest am Kattenboll
Geschrieben von: Franz Raschke Montag, den 12. Dezember 2011 um 01:37 Uhr
Brummer-Bange: „Das habt ihr gut gemacht!“ - Ankum zählt zu den Vorreitern in der Samtgemeinde Bersenbrück
Ankum. (fr) „Anfangs wussten wir gar nicht, wie wir auch diese neue Aufgabe in unseren Alltag unterbringen sollen, jetzt wollen wir darauf nicht mehr verzichten“, sagte Kindergartenleiterin Karin Kleine-König anlässlich der Einweihung des Schwalbennestes im kommunalen Kindergarten am Ankumer Kattenboll. So wie es jetzt ist, „ist es total schön“.

Mit dem Neubau wurde innerhalb kurzer Zeit Platz für eine zweite Krippengruppe in Ankum geschaffen, eine gibt es schon im katholischen St. Nikolaus-Kindergarten. Die Gemeinde Ankum zählt hinsichtlich der frühkindlichen Bildung damit zu den Vorreitern in der hiesigen Samtgemeinde. Zwei weitere Krippengruppen gibt es in der Stadt Bersenbrück, eine in Rieste.
Das Schwalbennest entstand gleich neben dem Kindergarten und ist mit diesem durch einen Flur verbunden. Mit der Holzverkleidung aus sibirischer Lärche am Eingang wirkt es fast wie Blockhütte, innen gibt es sogar ein Baumhaus, auch sonst machen naturbelassene, abgerundete Hölzer das warme Lebensgefühl in den Räumen der Kinderkrippe aus.
400.000 Euro wurden in die Hand genommen, um für die Jüngsten der Gemeinde eine weitere Möglichkeit zum frühen sozialen Lernen zu schaffen, denn darum geht es in der Betreuung der unter Dreijährigen vor allem. 200.000 Euro steuerte der Bund zu den Baukosten bei, die Samtgemeinde Bersenbrück beteiligte sich mit 20.000 Euro, mit 180.000 Euro schlägt der Bau im Haushalt der Gemeinde Ankum zu Buche.
Johannes Koop sprach als erster Samtgemeinderat der Gemeinde Ankum somit auch seine Glückwünsche zu dieser beherzten Investition in die frühkindliche Bildung aus. Gerade auf dem Lande gehe von der Schaffung weiterer Krippenplätze eine wichtige Signalwirkung für die Familien aus. Das Bedürfnis junger Eltern, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, sei ein wichtiger Auftrag für die Samtgemeinde Bersenbrück. Koop wünscht sich, dass nun möglichst viele „Küken“ im neuen Schwalbennest in Ankum flügge werden.
„Hätte es dieses Angebot früher schon gegeben, wir hätten unsere Kinder hier angemeldet“, sagte mit Begeisterung Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange. Noch neu im Amt, stellte er seinem Vorgänger Ferdinand Borgmann sowie dem Ankumer Rat ein vortreffliches Zeugnis aus: „Das habt ihr gut gemacht!“.
Und: „Ankum kann stolz sein, auf die Betreuungsangebote vor Ort und das Engagement der hier tätigen Erzieherinnen“. Auch dass es gelungen sei, regionale Firmen mit den Bauarbeiten zu betreuen, bewertete Brummer-Bange als positiv.
Die Zusammenarbeit mit den Handwerkern und mit dem – fast schon zur Kindergartenfamilie zählenden - Planer Josef Thole, habe auch viel Spaß gemacht, hatte Karin Kleine-König kurz vorher schon gesagt. Hand in Hand sei gearbeitet worden, für den perfekten Start des neuen Krippenangebotes bedankte sie sich aber vor allem bei ihren Mitarbeiterinnen.
Mit dem Lied „Wir sind die Kinder der Gemeinde!“ begleiteten dann die schon „alten Hasen“ des Kindergartens einen kurzen ökumenischen Gottesdienst und die Segnung der neuen Räume, durch die Pastorin Angelika von Clausewitz und Diakon Olaf van der Zwaan. Ankums Diakon nutzte die Gelegenheit, um leise schon einmal ein Engagement für eine dritte Krippengruppe in Ankum anzuregen: „Der Bedarf ist da“, sagte er den zahlreich erschienenen politischen Dorfvertretern zugewandt.
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> Die Internetseiten des Ankumer Kindergartens am Kattenboll




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