Nach 167 Jahren wieder ein Eingeheirateter namens Bange Ortsvorsteher
Geschrieben von: Franz Raschke Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 00:25 Uhr
Georg Böckmann überraschte Ankums Bürgermeister mit Belegen der Juristerei
Ankum. (fr) Als am 11. September dieses Jahres eine Wahl einen Mann namens Brummer-Bange zum neuen Vorsteher, sprich Bürgermeister, des Dorfes Ankum bestimmte, erinnerte sich Georg Böckmann zurück: Vor etwa 20 Jahren konnte er dank eines Zufalls Teile einer Gerichtsakte sichern.
Dieser Akt gibt Auskunft über einen Missstand, der im Jahr 1851 zur Klage beim Königlichen Amt Bersenbrück führte. Die dieser Zeit vorhergehenden Mitglieder im Ankumer Ortsvorstand unter Führung des Colon Rixmann zu Ankum, hatten in ihrer finanziellen Geschäftsführung mutmaßlich nachlässig gearbeitet, nun – in schweren Zeiten – erhob der nachfolgenden Ortsvorstand mit dem seit 1844 amtlich tätigen Colon Lüdeke Bange eine Entschädigungsklage.
Georg Böckmann erklärte hierzu ergänzend die alther stammenden Verwandtschafts- verhältnisse des Ortsvorstehers Johann Gerd Bange, die auch auf die Familie des Hofs Schmidt in Tütingen verweisen. Damals bereits – wie vor „wenigen“ Jahren - heiratete ein Mann mit Namen Bange auf einem Ankumer Hof ein.
Das UWG-Treffen auf dem Ferienhof Schmidt war am Donnerstag somit ein willkommener Ort und Anlass, um Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange Kopien der Dokumente alter Zeiten zu übergeben.
Hier der Text des Dokuments aus dem Jahr 1851 laut Schriftübertrag Böckmanns:
Pr. den 23. Jan. 1851
An: Königliches Amt Bersenbrück
Dritte Ausfertigung
Klage v.S. (= von Seiten)
des Vorstandes des Dorfes Ankum
Colon Lüdecke Banke, Kaufmann H M.Varendorff, B. Hoya und J. H. Macke zu Ankum, Kläger
wider
die früheren Dorfrechnungsführer, Erben weyland Amtspedellen Pelster, Kaufmann J. D. Lampe, Wiemann und Colon Rixmann zu Ankum, Beklagte.
Pkt: Entschädigung
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