Besuch im Kleintierkrematorium und Südoldenburger Land
Geschrieben von: Karl Wanstrath Montag, den 24. Oktober 2011 um 20:50 Uhr
Ankumer Radler erneut auf Erkundungstour
Ankum (kw) Devern bei Badbergen, Essen/Oldb. und Brokstreek waren die Hauptziele einer Tagestour mit dem Fahrrad, zu der der Heimat- und Verkehrsverein Ankum eingeladen hatte. 61 Radler machten sich bei idealen Wetterbedingungen auf den Weg und fuhren zunächst nach Devern bei Badbergen zur Besichtigung des Kleintierkrematoriums „Im Rosengarten“.

Lars Gärtner erläuterte den Besuchern die Entstehungsgeschichte und den Betrieb der Anlage. Die Idee der Familie Nietfeld, ein Krematorium für Kleintiere zu errichten, sei auf Anregung der Kinder entstanden.
Im Jahre 2002 sei die Anlage als zweites Standbein neben der Landwirtschaft in Betrieb gegangen und stetig weiterentwickelt worden. Die verstorbenen Haustiere, wie insbesondere Hunde, Katzen, Meerschweinchen und andere Kleintiere, würden je nach Wunsch des Besitzers als Einzel- oder Sammeleinäscherung kremiert und als Asche in einer Schmuckurne verwahrt oder im Rosengarten verstreut. Bei einem Rundgang durch die gepflegten Räumlichkeiten und den angrenzenden Rosengarten konnten sich die Radwanderer davon überzeugen, dass hier den Haustierbesitzern die Möglichkeit geboten wird, von ihren verstorbenen Tieren gebührend Abschied zu nehmen.

Anschließend radelten die Heimatfreunde über Quakenbrück und entlang der Hase nach Essen/Oldb., wo sie bei „Brands Scheune“ von den Essener Heimatfreunden zum gemütlichen Picknick eingeladen wurden. Karl-Heinz Schnieder, Vorsitzender des Essener Heimatvereins, berichtete, dass es sich bei dem im Jahre 1783 errichteten und liebevoll restaurierten Bauwerk um das älteste Gebäude im Ort handeln und als Heimathaus von vielen Vereinen genutzt würde. Nach dem Picknick unternahmen die Ankumer einen Streifzug durch den schönen Ortskern, wobei sie insbesondere die Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus und
das schmucke Rathaus „Villa Meyer“ näher in Augenschein nahmen.

Über Ahausen bewegte sich die Radkolonne weiter nach Brokstreek. Bei Familie Josef und
Hildegard Langenhorst besichtigten die Ausflügler einen etwa 7.000 Quadratmeter großen
Bauerngarten. Sie waren beeindruckt von der Vielfalt des sehr naturnah angelegten Grundstücks. Die Besucher entdeckten neben den verschiedensten Gemüsesorten und vielen heimischen Bäumen und Sträuchern großzügig angelegte Staudenbeete mit herrlich blühenden Herbstblumen. Selbst gemachte Marmeladen und wohlschmeckende Holunderliköre wurden als Kostproben angeboten.
Das nächste Etappenziel der Radwanderer war das Landcafé „Dahlorter Diele“ bei Nortrup. Unter uralten Walnussbäumen wurden Kaffee und Kuchen serviert.
Gegen Abend endete in Ankum nach 63 km eine erlebnisreiche Fahrt.
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