Fast 2000 Gäste gratulierten der Kneipenmeile „Ankum-Live“

11 Bands sorgten in 9 Kneipen und auf der Straße für eine wieder unvergessliche Partynacht

Hochbetrieb herrschte in vielen Ankumer Kneipen - Hier im Franzkenpatt verzeichnete man wohl die höchste Publikumsdichte pro QuadratmeterAnkum. (fr) Sogar der sehr sprunghafte Sommer 2011 meldete sich am vergangenen Samstag noch einmal in angenehmster Weise zurück als in Ankum das Jubiläum des Kneipenfestivals „Ankum-Live“ auf dem Programm stand und fast 2000 Gäste wieder von Kneipe zu Kneipe zogen, um bis weit in den Sonntagmorgen Live-Musik in unterschiedlichsten Facetten zu erleben.

Seit 10 Jahren bieten die Ankumer Gastronomen entlang der Meile „Hauptstraße“ in beispielhafter Gemeinsamkeit einmal jährlich ein Event, dass so im Osnabrücker Land einzigartig ist und sicherlich auch bleiben wird. Die sehr kurzen Wege von Tür zu Tür, die besondere Atmosphäre der Ankumer Hauptstraße, das Preismanagement mit nur einmal Eintritt irgendwo, die Bands, die hier oder dort für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten haben, und ein stets begeistert mitfeierndes Publikum machen das Besondere dieses Musikereignisses aus.

Die holländische Straßenband „Van Toetten Noch Bloazen“ machte das Pflaster zum Parkett für Tanz, Polonaisen und Spaßaktionen.Als Bonbon für die Gäste, die teils von weither anreisten und viele Hotelzimmer belegten, hatten   die Wirte diesjährig zum guten Wetter auch eine Band für das Lokal „Straße“ engagiert und „Van Toetten Noch Bloazen“ aus dem niederländischen Winterswijk machte mit forscher und stimmungsvoller Blasmusik das Straßenpflaster zum Parkett für Tanz, Polonaisen und Spaßaktionen, die sich viele Gäste nun auch für das nächste „Ankum-Live“ - Jahr wünschen.

Keinen guten Eindruck hinterließ derweil eine vom Restaurant Lucchese zwischen den Hotels Schmidt und Raming präsentierte Lücke, denn statt vor dem italienischen Lokal wie in den Vorjahren wieder Rockmusik im Zelt zu bieten, machte diese Kneipe aus gemeinhin schwer nachvollziehbaren Motiven gar nicht mit.  

Die wohl besten Newcomer im Ankum-Live-Jubiläumsjahr: "Groovin' Goblins"Das Hotel Schmidt konterte da mit einer Überraschung und bot mit der Party-Band „The New Empire“ - mit ihren Top40 Repertoire – und den „Artländer Spitzbuden“ als Stimmungskanonen gleich zwei Bands und einen überaus abwechslungsreichen Tanzabend. Reichlich Grund das Tanzbein zu schwingen gab es auch im Gasthaus Düker und dort mit der Band "Cadillac", die man in Ankum noch vom jüngst vergangenen Schützenfest in bester Erinnerung hat und die an diesem Wochenende noch einmal richtig zulegte.

Ins Gasthaus Kuhlmann-Wöstmann, einer Kneipe ohne regulären Betrieb, luden die Wirte gemeinsam zu einem noch nie in der Ankum-Live-Nacht erlebbaren Musikereignis: „Groovin' Goblins“ sorgte hier als Reggae-, Ska- oder Funkband mit einem sehr speziellen Beat und viel selbstgemachter Musik für ein zumeist brechend volles Haus.  Richtig voll war es auch wieder im Hotel Raming, welches mit „Ben Wild And The Wild Band“ erneut die Truppe eingeladen hatte, die im vergangenen Jahr vom Publikum zu einer der besten Bands des Festivals gekürt wurde. Mit ihrem Pop' N' Roll und den Superhits der vergangenen 50 Jahre sowie jede Menge Show-Einlagen wussten die Herren auch in diesem Jahr wieder zu begeistern.

Da waren auch Autogramme Pflicht: "MadDoxxx" ist mittlerweile eine Institution der Kneipennacht und sorgte für eine Bombenstimmung im BrothersDass die Rockband „Maddoxxx“ wieder zu einem Publikumsmagnet werden würde, war unterdessen schon vorab klar. Mit ihrem von Stunde zu Stunde spannender und individueller werdenden Programm, beginnend mit Gassenhauern bis zu Rockballaden und einzigartig interpretierten Rockklassikern, holten die Leipziger wieder unzählige Besucher in die Musik- und Sportbar „Brothers“ und füllten nicht nur das Lokal sondern auch die Außenterrasse. Hier war übrigens auch der ideale Ort, um beim schönen Wetter einmal zu pausieren und frische Luft zu schnappen.  

Geruhsam ging es derweil im Alten Gasthaus Bergmann zu, dort lud die „Prima Show-Band“ mit Schlagern, Evergreens und Oldies zum Tanzabend ein und im Kassandra gastierten wieder die Ermittler „Thee Watsons“ mit ihrer schon im vergangenen Jahr erlebbaren Hommage an den „60's Garage Punk“ im rustikalen Lokalambiente. Ein Vergnügen für viele Gäste, die auf der Suche nach einen nicht mehr alltäglichen Musikerlebnis waren.

Vielerorts, wie hier mit der Band "Cadillac" im Gasthaus Düker, gab es jede Menge Schwung für das Tanzbein.Im Restaurant Franzkenpatt mit der wohl höchsten Publikumsdichte pro Quadratmeter war sie unterdessen wieder da, die wohl unauflösbar gewordene Verbundenheit der Kneipe mit der Band „Route 66“. Eine Verbundenheit, die von vielen Besuchern des jährlichen Festivals mitgelebt wird und es mehr als nur wahrscheinlich macht, dass im Franzkenpatt auch im nächsten Jahr wieder eine  musikalische Reise – von Buddy Holly über Joe Cocker bis Jerry Lee Lewis -  durch längst vergangene Zeiten stattfindet.

Noch einmal zurück in vergangene „Ankum-Live“ - Jahre ging es auch im Hotel Billenkamp, dort wo die Anfänge des nunmehr zehnjährigen Festivals daheim sind. Auf der Strecke wurde natürlich auch für die notwendige Stärkung mit kulinarischen Genüsse gesorgt, wie hier am Imbiss-Mobil des Ristorante Peperoni„Chris & The Poor Boys“ sind mit ihren Rock/Pop-Klassikern, Country Songs und Irish Folk  aber vor allem auch wegen ihre kaum zu beschreibenden Nähe zum Publikum auch zweifelsohne eine Band, die jede Ankum-Live-Nacht bei Büter zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt.

Trotzdem stand auch für Rudi Billenkamp, wie für viele andere Wirte vorab die Frage im Raum, ob nicht doch häufiger die Bands gewechselt werden und auch neue Bands eine Chance bekommen sollten; so wie es sich viele Besucher der Kneipenmeile wünschen. Oder wiegt die Verbundenheit der teils sehr unterschiedlichen Lokale mit ihren Musikern doch schwerer?

Mit dem Festivalprogramm 2012 werden die Ankumer Gastronomen wieder einen neuen Mix im Spannungsfeld zwischen diesen Fragen bilden, denn es besteht absolut kein Zweifel daran, dass sich die überaus erfolgreiche Ankum-Live-Geschichte im nächsten Jahr fortsetzen wird.

Weiterlesen:
> Die „Ankum-Live“ - Homepage mit zahlreichen Bildern der Kneipennacht
> Das Ankumer Kneipenfestival im Bild weiterer Berichte

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