UWG: Detert Brummer-Bange soll Ankumer Bürgermeister werden
Geschrieben von: Franz Raschke Montag, den 26. September 2011 um 22:48 Uhr
Aufgabenverteilung in einem Führungstrio - Sitzungsvielfalt soll Bürgerbeteiligung stärken
Ankum. (fr) Während einer nichtöffentlichen Mitgliederversammlung mit rund 40 anwesenden Mitgliedern im Hotel Billenkamp skizzierte die UWG-Ankum (Unabhängige Wählergemeinschaft) am heutigen Abend ihre Planungen zur Konstituierung (Errichtung) des neuen Ankumer Gemeinderates.
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Während der Kommunalwahl am 11. September erreichte die UWG-Ankum auf Anhieb die absolute Mehrheit im Ankumer Rat (hier die Wahlergebnisse) und kann somit die grundlegenden Bedingungen zur Errichtung des neuen Rates bestimmen, die endgültige Konstituierung erfordert letztlich aber noch die Zustimmung des gesamten (neuen) Rates in der sogenannten konstituierenden Sitzung Anfang November. Bis dahin bleibt der bisherige Ankumer Rat (hier eine Übersicht) noch im Amt. |
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Wie Detert Brummer-Bange als Vorsitzender zu Beginn der Versammlung ausführte, seien die nun vorgestellten Vorschläge innerhalb einer um alle gewählten Kandidaten erweiterten Vorstandssitzung einstimmig verabschiedet worden. In der allgemein sehr diskussionsarmen Mitglieder- versammlung wurden keine Widersprüche laut.
Wie mitgeteilt, wird die UWG dem neuen Rat im November den UWG-Vorsitzenden Detert Brummer-Bange als neuen Bürgermeister der Gemeinde Ankum vorschlagen. Einziger Stellvertreter soll Klaus Menke (UWG) werden, Johannes Dettmaring wird den Vorsitz der UWG-Mehrheitsfraktion übernehmen.
Detert Brummer-Bange ist Ratsneuling und verfügt bislang über keine kommunalpolitischen Erfahrungen, Menke und Dettmaring waren bislang Mitglieder der CDU-Fraktion im Ankumer Rat. Vom Tisch sind damit stattgefundene Überlegungen, den Ratsherr der Grünen – Ralf Gramann – zum stellvertretenden Bürgermeister vorzuschlagen, hiergegen wandten sich vor allem Stimmen innerhalb der Partei der Grünen. Wie Detert Brummer-Bange ausführte, soll innerhalb des Führungstrios Brummer-Bange/Menke/Dettmaring eine Aufgabenverteilung mit intensiver Zusammenarbeit stattfinden.
Die bisher bestehenden 4 Ausschüsse sollen in Zuordnungen und Aufgabenbereichen unverändert bleiben (hier eine Übersicht), die UWG entsendet in alle Ausschüsse 3 Mitglieder und stellt damit in jedem Ausschuss die Stimmen-Mehrheit.
In den Verwaltungsausschuss, der zukünftig niedersachsenweit Hauptausschuss genannt und ratsöffentlich wird, schickt die UWG den Bürgermeister, den stellvertretender Bürgermeister und den UWG-Fraktionsvorsitzenden. In zwei weiteren Ausschüssen wird die UWG ebenfalls den Vorsitzenden stellen, ein Ausschussvorsitz fällt der CDU als zweitstärkste Ratsfraktion zu.
Wie sich die Ausschuss-Arbeit der weiteren Parteien im neuen Rat personell darstellen wird, ist Gegenstand noch ausstehender Gespräche. Mit den Grünen und der SPD wurden bereits Gespräche geführt, ein Treffen mit der CDU fand noch nicht statt. Auch bezüglich der Mitarbeit der UWG-Ankum im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück sowie im Kreistag wurden Gespräche geführt, bislang jedoch ohne nennenswerte Ergebnisse.
Um mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz zu verwirklichen, sollen die UWG-Arbeitskreise für die Mitarbeit aller Bürger offen bleiben, die UWG-Ausschussvorsitzenden des Rates sollen sich an diesen Arbeitskreisen beteiligen. Zusätzlich zu den Rats- und Ausschusssitzungen und den Arbeitskreis-Treffen soll bereits Anfang des Jahres 2012 ein Forum der Gewerbetreibenden in Ankum folgen, auch die UWG-Mitgliederversammlungen sollen weiterhin monatlich stattfinden. Außerdem behielt sich Brummer-Bange bereits am 12. September (wir berichteten) die Schaffung eines Jugendbeirats und des von der CDU vorgeschlagenen Bürgerforums vor. Auf den vielseitig kommunalpolitisch interessierten Bürger und vor allem auf die UWG-Ratsmitglieder könnte somit ein mehr als beachtlicher „Sitzungsmarathon“ zukommen, zumal zahlreiche übliche Termine der führenden Ratsarbeit hiermit noch gar nicht genannt sind.
Hinsichtlich des Haushalts 2012 sei ein „Kassensturz“ erforderlich und man müsse sich hier noch intensiv einarbeiten, sagte Brummer-Bange weiterhin. Klaus Buschermöhle (2. UWG-Vorsitzender) mochte zur Anstellung eines Jugendpflegers seitens der Gemeinde Ankum keine konkrete Angaben machen, im Wahlkampf sah die UWG die Schaffung dieser Halbtagsstelle zum Aufbau einer gemeindeeigenen kommunalen Jugendarbeit noch sehr kritisch.
Insgesamt setzt die UWG beim Einstieg in die Wirklichkeit der Ratsarbeit stark auf das „sehr gute Verhältnis“ zum bisherigen Bürgermeister Ferdinand Borgmann. Dieser wolle sich nun auch für einen kurzfristigen Wiederaufbau den Fun-Parks als Angebot für die Jugendlichen in Ankum einsetzen. Eine spruchreife Lösung gibt es in dieser Angelegenheit bislang nicht.
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