Nachgefragt: Stimmen zur Wahl des Ankumer Gemeinderates
Geschrieben von: Franz Raschke Montag, den 12. September 2011 um 22:52 Uhr
Die Stellungnahmen der Vorsitzenden Detert Brummer-Bange, Hubert Meyer und Daniel Eling
Ankum. (fr) Nachdem wir am gestrigen Abend bereits erste Stellungnahmen seitens der CDU und der Grünen erhielten (bitte hier weiterlesen), fragten wir heute auch noch bei den Vorsitzenden der UWG, der SPD und der FDP nach.
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Am Telefon: Detert Brummer-Bange – Vorsitzender der UWG-Ankum Nachgefragt, wie er nach dem großartigen Erfolg den heutigen Tag erlebte, erzählte der UWG-Vorsitzende von dem Presserummel und dass er sich als Landwirt heute erst einmal um die Kartoffeln kümmern musste. Natürlich wirke die Freude noch nach, seitens der UWG sei man aber bereits mit der Analyse des Wahlergebnisses beschäftigt. Von vielen Bürgern und Journalisten sei bereits nachgefragt worden, wer denn nun in Ankum Bürgermeister werde. Die UWG konzentriere sich hier momentan auf 3 Personen, zu denen er als Vorsitzender ebenfalls zähle. Gleichwohl habe die UWG in den vergangenen Monaten auch gezeigt, dass sie als Wählergemeinschaft nicht zu politischen Schnellschüssen neige. Die möglichen Bewerber um das Bürgermeisteramt würden nun zuerst mit ihren Familien sprechen und ihre Möglichkeiten zur Wahrnehmung des Amtes durchdenken. In der nächsten Woche könne man wohl eher schon eine Antwort auf die Bürgermeisterfrage geben. Weiter gefragt: Läuft die UWG mit nur einer Stimme Mehrheit im Rat und dem völligen Verzicht auf einen „Fraktionszwang“ nicht Gefahr, zukünftig immer wieder neue Mehrheiten suchen zu müssen? „Wir haben bereits am gestrigen Abend ein erstes Gespräch mit den Grünen geführt“, antwortete Brummer-Bange. Ebenso seien Gesprächen mit der SPD und der CDU beabsichtigt, um im Gemeinderat zukünftig eine konstruktive Zusammenarbeit aller Parteien zu erreichen. Noch eine Frage: Die UWG setzte im Wahlkampf auf eine zukünftig stärkere Beteiligung der Bürger am politischen Geschehen – welche Umsetzungen sind nun geplant ? „Wir werden sicherlich die Anregung zur Schaffung eines Forums für Unternehmer und Gewerbetreibende verwirklichen, möglichst schon zu Beginn des nächsten Jahres“, versicherte der UWG-Vorsitzende sofort. Aber auch ein Jugendbeirat werde angestrebt und mit der CDU sei noch zu erörtern, wie und ob sich der Vorschlag der Christdemokraten zur Schaffung eines Bürgerforums umsetzen lasse. Dazu bliebe es natürlich dabei, dass sich die Bürger Ankums immer an den UWG-Arbeitskreisen beteiligen können. Und was steht nun dringlich auf der Liste der UWG? Zunächst einmal müsse man sich in der UWG auf diesen tollen Wahlerfolg einrichten, sich untereinander abstimmen und vordringlich das Gespräch mit den anderen in den Rat gewählten Parteien suchen. Dringend sei es sicherlich auch, jetzt möglich bald eine Übergangslösung für den abgebauten „Fun-Park“ zu finden, diesbezüglich sei bereits am kommenden Montag ein Gespräch im Rathaus geplant. Ansonsten aber sei der derzeitige Ankumer Gemeinderat weiterhin einige Wochen im Amt und der Respekt vor dessen Arbeit erfordere derzeit noch eine Zurückhaltung der neu gewählten UWG-Mehrheitsfraktion. |
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Am Telefon: Hubert Meyer – Vorsitzender der SPD Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp "Für die SPD bedeutet das Wahlergebnis mit dem Verlust eines Sitzes im Rat eine herbe Enttäuschung", sagt Hubert Meyer. Man habe sich mehr erhofft und während des Wahlkampfes auf eine Vermittlung der Sachpolitik gesetzt. Das sei seitens der Wähler nicht belohnt worden. Aus dem langjährigen Konflikt innerhalb der CDU und danach zwischen der CDU und der UWG, habe man sich seitens der SPD bewusst herausgehalten. Im den letzten Wochen seien diese Konflikte dann aber bestimmend für das Wahlergebnis geworden. Die SPD werde jedoch auch in der künftigen Ratsarbeit an einer sachlich orientierten Politik festhalten. Der UWG-Ankum wolle er aufrichtig zu diesem enormen und von vielen Seiten nicht erwarteten Erfolg gratulieren. |
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Am Telefon: Daniel Eling – Vorsitzender der FDP Ortsverband Samtgemeinde Bersenbrück "Auf das Wahlergebnis in Ankum geschaut, hat die UWG ein tolles Ergebnis erreicht", notiert Daniel Eling und gab seine Gratulation an die Unabhängige Wählergemeinschaft weiter. Die FDP sehe sich derzeit landesweit einer schlechten Stimmung gegenüber, ein Rückenwind vor allem seitens der Bundespolitik fehle. In Ankum habe sich zudem mit der UWG eine weitere Vertretung im bürgerlichen Spektrum formiert, vieles habe sich auf den Konflikt zwischen CDU und UWG zugespitzt und eine Beachtung der Argumente der FDP habe kaum stattgefunden. Doch auch wenn die FDP nun in keinem Rat innerhalb der Samtgemeinde Bersenbrück mehr vertreten ist, wolle man sich weiterhin in die politischen Diskussionen einbringen und mit Sachargumenten überzeugen. Eine interne Betrachtung des unbestritten schlechten Wahlergebnisses der FDP werde im Samtgemeindeverband sicherlich stattfinden, einen Anlass für einen „Neubeginn“ sieht Eling jedoch nicht. |
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