„Der neue Fun-Park muss her: jetzt und nicht erst nach vielen Monaten“

Ankumer Jugendliche fordern Unterstützung ein -  Politiker wollen parteiübergreifend aktiv werden

10 Jugendliche versammelte Ric Van-Eijsden (Bildmitte, hinten) am alten "Fun-Park"-Standort, zwei hatten nicht genug Zeit, um bis zum abschließenden Foto zu bleiben.Ankum. (fr) Das Problem drängt:  Im Zusammenhang mit dem Neubau eines Einkaufszentrums an der Aslager Straße / Lindenstraße wird nicht nur das katholische Jugendheim bald abgerissen, auch das Freizeitangebot „Fun-Park“ wurde abgebaut und hinterlässt eine große Lücke. 

Nun und jetzt in der Zeit vor der Wahl, ergriff der 16jährige Ric Van-Eijsden eine neue Initiative und holte sich zunächst Rat beim Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Markus Heitmann, welcher bereits im Herbst des vergangenen Jahres eine Anfrage der Jugendlichen begleitete. Damals schrieb Marco Zumdohme eine Email an die Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Senioren, Maren von der Heide,  und erhielt auch umgehend eine zunächst zufriedenstellende Antwort. Es werde intensiv nach einem neuen geeigneten Platz für die Anlage gesucht, so hieß es.

Archivfoto: Die "Fun-Park" - Anlage vor dem AbbauUnd tatsächlich wurde seither viel über Alternativen diskutiert, jedoch ohne greifbaren Erfolg. Am vergangenen Samstag dann, während seine Altersgenossen lieber zum Baden gingen, machte sich  Ric Van-Eijsden auf den Weg zu den Wahlkampfständen auf dem EKZ-Gelände, sprach die Politiker und Politikerinnen an und fand Gefallen an der Idee, möglichst schnell einen Termin am alten Fun-Park Gelände zu organisieren, um das Thema nochmals deutlich auf die Tagesordnung zu bringen. Per Facebook, email und Telefon schaffte er es auch bis zum Montagabend 10 Jugendliche und viele Politiker vor Ort zu versammeln. „Der neue Fun-Park muss her: jetzt und nicht erst nach vielen Monaten“, so lautete der Aufruf im Facebook-Netzwerk.

Maik Bienk, Jugendpfleger der Samtgemeinde, hatte jedoch einen anderweitigen Termin, wie auch die SPD, die sich fast zeitgleich zur Abschlussveranstaltung des Kommunalwahlkampfes in Kettenkamp traf und vielleicht deswegen keinen Kandidaten zum Termin in Ankum entsandte.

Archivfoto: Die "Fun-Park" - Anlage vor dem AbbauVor Ort waren jedoch Vertreter der FDP, der UWG, der Grünen, sowie Nina Mönch-Tegeder als Jugendreferentin der Pfarreiengemeinschaft und CDU-Kandidatin und Markus Heitmann als Vorsitzender der Ankumer Kolpingsfamilie.

Wie Ric Van-Eijsden als Initiator sagte, wünschen sich die Jugendlichen den Neuaufbau des „Fun-Parks“ bestenfalls am Ankumer See oder vielleicht nahe dem Schulgelände am Kattenboll. Vorrangig ist hierbei der Wiederaufbau der Rampen, der Halfpipe, und des Basketballfeldes. Der Volleyball-Platz sei hingegen nie ein echter Hit gewesen. Das bisherige „Fun-Park“-Konzept sei aber immer gut angenommen worden, natürlich auch wetterabhängig, manchmal sei sogar zu viel Betrieb auf der Anlage gewesen. Die Hinweise auf Vandalismus, Müllansammlungen nahe des Platzes oder auch Alkoholgenuss, trugen die Jugendlichen nimmt mit. In den Tages- und Abendzeiten, in denen sie das Gelände für Freizeit- und Sportaktivitäten nutzten, seien diese Probleme nicht aufgetreten.

Archivfoto: Die "Fun-Park" - Anlage vor dem AbbauMartin Brinkmann und Christian Pohlmann-Geers betonten als FDP-Vertreter, den Wunsch der Jugendlichen sehr ernsthaft aufgreifen zu wollen. Einen Neuaufbau der Anlage am Ankumer See sehen sie jedoch als problematisch an, eine Anlage nahe des Quitt-Stadions sei wohl zu weit abgelegen, eine Verlegung auf ein Gelände nahe der Oberschule am Kattenboll vielleicht eine brauchbare Alternative. Beide Gemeinderatskandidaten wiesen aber auch daraufhin, dass wegen der anstehenden Wahlen und der Konstituierung des neuen Gemeinderates eine Lösung mittels Ratsbeschluss diesjährig wohl kaum noch zu verwirklichen wäre.

Für die UWG bedauerte der Vorsitzende Detert Brummer-Bange, dass die Anlage viel zu früh abgebaut worden sei, und stimmte damit einem von den Grünen schon lange Zeit beschriebenen Missstand zu. Man müsse sich nun, so Brummer-Bange, gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Suche nach einem neuen geeigneten Platz machen, eine neue Anlage am Ankumer See will die UWG nicht ausschließen.

Betonpflaster und einige Bruchsteine, mehr ist nicht geblieben vom bisherigen "Fun-Park" an der Aslager Straße.Nina Mönch-Tegeder sah es ebenfalls als wichtig an, eine realistische Lösung zügig zu suchen. Bereits während der Veranstaltung „Zukunftstag – Du bist Ankum“ am 21. August 2010 hätten die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche zur Gestaltung des Außenbereiches am neu geplanten katholischen Jugendheim dargestellt; auch dort werden Sportanlagen angedacht. Die bisherigen verschiedenen Angebote des „Fun-Parks“ könnten auch auf verschiedene Plätze im Dorf verteilt werden.

Ralf Gramann (Grüne) wies daraufhin, dass der Bau eines Einkaufszentrums auf dem bisherige Platz des Jugendheims und des „Fun-Parks“ auch nach dem Investorwechsel nun einem engen Zeitplan folgt. Bis Juni 2012 soll das Einkaufszentrum fertiggestellt werden. Somit scheidet der bisherige Standort des „Fun-Parks“ grundsätzlich auch für eine Zwischenlösung aus.

Ein erster Erfolg:

Eine Zwischenlösung wollen alle teilnehmenden Politiker nun aber mit Nachdruck suchen. Wie unkompliziert vereinbart, wird jede der gestern vor Ort vertretenen Parteien einen Vertreter in eine Initiativ-Gruppe entsenden, die gemeinsam mit den Jugendlichen innerhalb von 14 Tagen das Gespräch mit der Gemeinde Ankum suchen will. Als politischer Koordinator wird Michael Meyer aktiv,  Ric Van-Eijsden wird im Kreis der Jugendlichen für die Verbreitung der Informationen sorgen.  
Und das ist ein wirklicher erster Erfolg, mit dem die jugendlichen Gesprächspartner derzeit gut leben können. Bereits kurz nach der am kommenden Wochenende stattfindenden Kommunalwahl müsste demnach eine bunte Gesprächsrunde im Rathaus zum Thema „Fun-.Park“ Realität werden.

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Kommentare 

 
#1 SPD wurde nicht eingeladenRedaktion 2011-09-06 20:57
Wie der SPD-Ortsvereinsvors itzende Hubert Meyer am heutigen Abend telefonisch mitteilte, erhielt die SPD keine Einladung zum "Fun Park"- Termin.
Dieses wird seitens der SPD bedauert, man hätte sich gern mit mehreren Ansprechpartner n und Kandidaten beteiligt.
 
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