MdL Roland Zielke besuchte Ausgrabungen an der Ankumer Kirchenburg

Pohlmann-Geers: „Bedeutsam für das Verständnis der historischen Bedeutung Ankums“

Ankum. (fr) Einen kurzen Besuch in Ankum nutzte der Landtagsabgeordnete und stellv. FDP-Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Dr. Roland Zielke in der vergangenen Woche, um sich vor Ort über die archäologischen Forschungen an der Kirchenburg zu informieren.

Zum Abschluss ein Foto im Sonnenlicht: v.l. Alfred In der Wische, Paula Wellmann-In der Wische, Egbert Mast, Christian Pohlmann-Geers, Prof. Dr. Dr. Roland Zielke, Grabungstechniker Ingo Jüdes und Martin Brinkmann

Zielke, der auch rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag ist, folgte mit diesem Besuch einer Einladung des FDP Ortsverbands Samtgemeinde Bersenbrück und fand gemeinsam mit mehreren am Besuch teilnehmenden FDP-Kandidaten bei regnerischem Wetter zunächst Zuflucht im spartanisch eingerichteten Info-Container vor dem Nikolaus-Portal der St. Nikolaus-Kirche. Hier und während des nachfolgenden Rundgangs informierte Ingo Jüdes als Grabungstechniker (Uni Osnabrück) über die Entwicklung und den aktuellen Stand der Ausgrabungen.

Begonnen wurde im Jahr 2009 mit ersten Sondierungen, die überraschend Hinweise auf eine bis dahin unbekannte mittelalterliche Ansiedlung, die etwa in der Zeit um 900 (+/- 100 Jahre ) bestand, lieferten. Diese Funde waren Auslöser für ein vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördertes Forschungsprojekt, welches gemeinsam von der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück und dem Historischen Seminar – Geschichte des Mittelalters – der Universität Osnabrück durchgeführt wird.

"Ausgrabungen bedeutsam für das Verständnis der historischen Bedeutung Ankums", so Pohlmann-Geers - Erste belastbare Ergebnisse frühestens im Frühjahr 2012, informierte Grabungsleiter Ingo JüdesFür Zielke war nicht unwichtig, in welcher Weise die Forschungsergebnisse von allgemeiner wissenschaftlichen Bedeutung sind und in welcher Weise die Ergebnisse dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Laut Jüdes ist angesichts der sehr unterschiedlichen Funde und der komplexen Anforderungen hinsichtlich der Auswertungen, mit ersten belastbaren Ergebnissen oder Aussagen frühestens im März kommenden Jahres zu rechnen. Es sei aber abzusehen, dass die bisherigen Angaben zur Ankumer Geschichte einer Revision unterzogen werden müssen, beispielsweise sei die Befestigungsmauer der Kirchenburg wahrscheinlich deutlich jünger als bisher angenommen.

Darauf angesprochen, dass die Ausgrabungen im Ankumer Dorf nicht unumstritten sind, betonte Christian Pohlmann-Geers als Kandidat für die Gemeinderatswahl in Ankum, dass die Forschungen aus seiner Sicht „bedeutsam für das Verständnis der historischen Bedeutung Ankums“ sind.  Es sei wichtig zu wissen, „woher man kommt“.

Am Informationsgespräch und dem nachfolgenden Rundgang nahmen außerdem Martin Brinkmann, Egbert Mast, Alfred In der Wische und Paula Wellmann-In der Wische als Kandidaten auf den verschiedenen FDP-Listen zur anstehenden Kommunalwahl teil.

Weiter lesen:
> Die Internetseiten der FDP Samtgemeinde Bersenbrück
> Archäologische Forschung an der Kirchenburg zu Ankum - Live-Blog zu den aktuellen Forschungen

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