CDU Ankum lud im Hotel Raming erstmals zum politischen Stammtisch ein

Der rote Faden: Dialog, Offenheit und die Verzahnung vieler Ziele und Vorhaben

Beiträge und Informationen zur Kommunalwahl 2011 auf den Seiten www.ankum-online.deAnkum. (fr) Der neue politische Stammtisch der CDU Ankum, so Sascha Dewitz eingangs wie abschließend, soll ein monatliches  und offenes Angebot für alle Bürger der Gemeinde werden, den Dialog mit den Bürgern stärken und sich auch mit schwierigen Themen der Tagespolitik befassen.

Bevor in das Programm des Abends am Montag eingestiegen wurde, spiegelte der Bürgermeister-Kandidat Günther Kosmann in kurzen Worten das Ergebnis einer selbstkritischen Auseinandersetzung in der Partei. Die Ankumer CDU drängt auf eine neue Geschlossenheit, will Transparenz und Offenheit bieten und die Kommunikation mit den Bürgern und zwischen den politischen Gremien fördern. „Vorgänge wie in der Vergangenheit“, so Kosmann, „in denen auch parteiinterne Auseinandersetzungen über das Medium Tageszeitung ausgetragen wurden, wird es nicht mehr geben“.  

Kosmann ging auch kurz auf die erst kürzlich vom Ankumer Bürgermeister Borgmann (CDU) geäußerte Vermutung ein, das derzeitig hohe Tempo bezüglich der Verwirklichung der Baumaßnahmen an den Verkehrskreiseln in Ankum sei vielleicht auch Wahltaktik (wir berichteten). Dass hier jetzt Tempo gemacht werde, sei gut so und im Interesse des Dorfes. Aus sicherer Quelle wisse er, Kosmann, dass noch in diesem Jahr mit dem Beginn der Baumaßnahmen am Kreisel B214 (Einkaufszentrum) und am Kreisel im Unterdorf zu rechnen ist.

Erster politischer Stammtisch der CDU Ankum im Hotel Raming - Geplant als regelmäßiges monatlicher Angebot zum Dialog mit den Bürgern der GemeindeSich nun dem ersten angekündigten Themenkreis des Abends – den Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung - zuwendend, stellte Kosmann anhand von Statistiken unter anderem dar, dass Ankum über die Jahre hinweg einem weiteren Verlust oder Abfluss der Kaufkraft entgegen sieht, vor allem im für den Einzelhandel relevanten Umsatz. Hier sei auch das in Bersenbrück geplante neue Einkaufszentrum kritisch zu betrachten. Ein Stichwort für Henning Berens, dem Vorsitzenden der örtlichen Jungen Union, welcher sich auf der Ebene der Samtgemeinde eine stärkere Einbeziehung der Mitgliedsgemeinden in derartige Planungen wünschte. Darauf antwortete Ulrich Berens als langjähriges Mitglied des Samtgemeinderates, dass es allein schon wichtig wäre, dass ein Bürgermeister der Gemeinde Ankum im Rat der Samtgemeinde vertreten und auch in den Bürgermeisterrunden auf Samtgemeindeebene ständig präsent sei. Denn in diesen Runden ständen ortsübergreifende Zukunftsprojekte und -perspektiven regelmäßig auf der Tagesordnung.

Auch die Verbesserung der Maßnahmen zur Förderung des touristischen Angebotes war ein vorgesehener Tagesordnungspunkt des politischen Stammtisches. Kosmann beschrieb dazu, den sehr gut ausgebuchten Zeltplatz in Ankum-Aslage ausklammernd, die anhand von Statistiken zu erwartende rückläufige Auslastung der Beherbergungsbetriebe. Da es aber an professionellen und interessanten Angeboten vor Ort nicht fehle, seien vor allem bessere Vermarktungsstrategien zu verfolgen. Dieses in Partnerschaften, wie mit der Alfsee-GmbH oder der Verwaltung Region Artland. Auch im Internet müsse eine verbesserte Vermarktung Ankumer Angebote her, der bisherige Online-Auftritt der Gemeinde Ankum sei nicht mehr zu vertreten; man habe hier vor Jahren auf ein „falsches Pferd“ gesetzt.   Die Besonderheiten Ankums – als Alleinstellungsmerkmal wie es heute gerne heißt – ließen sich auch anhand der an der Kirchburg stattfindenden archäologischen Ausgrabungen beschreiben. Eine hervorragende Präsentation der Forschungsergebnisse sei auch unter touristischen Aspekten vorteilhaft.

Erster politischer Stammtisch der CDU Ankum im Hotel Raming - Geplant als regelmäßiges monatlicher Angebot zum Dialog mit den Bürgern der GemeindeMaren von der Heide, CDU-Kandidatin für den Kreistag, brauchte nur wenig Redezeit, um markante Aspekte der  Schul- und Sozialpolitik vorzustellen. Sie setzt auf die Verzahnung vieler Initiativen, um die Chancen Ankumer Kinder und Jugendlicher im Bereich Schul- und Berufsausbildung zu erhöhen. Die Schaffung einer Oberschule in Ankum biete hervorragende Möglichkeiten, hinsichtlich eines zusätzlichen gymnasialen Zweiges riet sie zum Abwarten und auch die Ausweichmöglichkeiten wie jene eines Fachgymnasiums nicht außer Acht zu lassen. Ankum  - im Bereich Ausbildungsangebote gut aufgestellt – könne hier, vielleicht auch in Kooperation mit den Niels-Stensen-Klinken Marienhospital Ankum-Bersenbrück, besondere Ausbildungsangebote erarbeiten. Insgesamt sei es erforderlich, die vielen Angebote von der Frühförderung, den Ganztagsangeboten in den Schulen, der Jugendarbeit und der Beteiligung junger Menschen am gesellschaftlichen Alltag mit den Aspekten der Wirtschaftsförderung und aktuellen Erfordernissen im Ausbau sozialer Angebote zu verzahnen.

Was aber jetzt in diesen Monaten aus den bislang bestehenden Angeboten der Jugendarbeit werde, die derzeit im Vorfeld eines Neubaus des katholischen Jugendzentrums, dann auch mit kommunaler Jugendarbeit, praktisch „eingestellt“ wurden, fragten Bürger nach. „Wo finden die Ankumer Jugendlichen genau heute ihren Anlaufpunkt?“ Hier blieb eine problemlösende Antwort der Christdemokraten aus.

Erster politischer Stammtisch der CDU Ankum im Hotel Raming - Geplant als regelmäßiges monatlicher Angebot zum Dialog mit den Bürgern der GemeindeMit Nachdruck hinterfragten die Zuhörer auch die Angebote der örtlichen CDU zur Integration der Neubürger, auch jener, die teils schon seit Jahrzehnten in Ankum wohnen. Ankums CDU setzt hier auf das Engagement ihrer Kandidaten Maria Bergen und Arthur Dimmel (beide terminlich verhindert) und auf das frühe „Abholen“ aller Kinder der Gemeinde in den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit. „Wenn es schwierig ist, die Erwachsenen der zugezogenen Familien in örtliche Angebote einzubinden, bietet die Arbeit in Schulen und Kindergärten unsere beste Chance, die Familien zu erreichen“, sagte Maren von der Heide. CDU Mitglied Pastor Heuermann regte ergänzend an, bei offiziellen Terminen der Gemeinde immer auch alle Vertreter der verschiedenen Konfessionen einzuladen, um ein Zeichen der gewünschten Gemeinsamkeit zu setzen.

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