Guido Halfter auf Testfahrt im Nachtbus

Nordkreis. (opm) Der parteilose Landrats-Kandidat Guido Halfter würde sich als neuer Landrat für einen Ausbau des Nachtschwärmer-Angebotes einsetzen. Bereits vor einigen Tagen, am 16. Juli, unternahm Halfter dazu eine „Probefahrt“ auf der Linie N68 gemeinsam mit Kommunalpolitikern aus der FDP und weiteren Personen des öffentlichen Lebens. Dabei unterhielt man sich mit Jugendlichen aus dem Nordkreis. Die Route führte von Settrup über Fürstenau, Schwagstorf, Bippen, Berge, Kettenkamp, Eggermühlen nach Ankum.

Guido Halfter auf Testfahrt im Nachtbus (Pressefoto)Ausgiebig feiern und doch sicher nach Hause kommen. Diese beiden Ansprüche sind gerade auf dem Land und insbesondere für Jugendliche nicht unbedingt einfach unter einen Hut zu bringen. „Als tolle Sache“, so Guido Halfter und die mitreisenden Politiker, empfänden die Nordkreis-Jugendlichen deshalb das Nachtbusangebot der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) Nord. Wünschenswert seien aber nach Meinung der Jugendlichen eine Optimierung des Fahrplans und die Möglichkeit diesen noch besser an aktuelle Begebenheiten anzupassen.

„Wir sollten die Wünsche der Jugendlichen ernst nehmen“, erklärte Halfter, „und als künftiger Landrat würde ich versuchen, das sinnvolle Nachtbus-Angebot nachhaltig auszubauen, auch wenn dazu eine verbesserte finanzielle Ausstattung seitens des Landkreises nötig wäre.“

„Es hat in der Vergangenheit im Landkreis zu viele traurige PKW-Unfälle auf der Rückfahrt von einem Discobesuch oder einer Fete gegeben. Dabei sind Jugendliche und Erwachsene schwer verletzt worden oder sogar ums Leben gekommen. Ganz gleich, ob Übermüdung, Alkohol- oder Drogenkonsum oder ein Wildunfall die Ursache waren, manchen Unfall können wir in Zukunft vermeiden, wenn wir gezielter Nachtbusse einsetzen. Auch besorgte Eltern werden ruhiger schlafen können, wenn sie wissen, dass sichere Verkehrsmittel für ihre Kinder bereitstehen. Hinzu kommt, dass Busfahren klimafreundlicher als Pkw-Fahren ist. Ich kann mir zudem auch gut vorstellen, dass mancher Veranstalter glücklich sein wird, wenn er mit bequemen und sicheren Anreisemöglichkeiten bei seinen Gästen werben kann.“

Begleitet wurde der parteilose Landratskandidat an diesem Abend von Björn Thienenkamp von der Verkehrswacht Bersenbrücker Land, dem Alfhausener Samtgemeinderatsherrn Daniel Eling (FDP-Spitzenkandidat für den Kreistag) sowie den FDP Politikern Lutz Haunhorst und Tania Schmitz.

Björn Thienenkamp erläuterte, dass sich die Abendgestaltung der Jugendlichen in den vergangenen Jahren verändert habe. Die Ursachen seien auch im Wandel des Angebotes der Gastronomie im Nordkreis zu suchen. Thienenkamp: „Viele Diskos haben geschlossen, die Ausgehmöglichkeiten für Jugendliche haben sich verändert, das  macht sich auch in den Bussen des Nachtschwärmers bemerkbar.“

Aus Sicht der mitreisenden Politiker müssten die Bedarfe der Jugendlichen abgefragt werden. „Wir müssen das Thema Mobilität dringend überarbeiten, um gerade auch jungen Leuten die Möglichkeit zu geben, am kulturellen Angebot der Region teilzunehmen“, so der  Alfhausener FDP Samtgemeinderatsherr Daniel Eling. Eling ist der Meinung, dass der Landkreis seine Ausgleichsfunktion wahrnehmen müsse. Neben den Samtgemeinden im Nordkreis sei also auch der Landkreis Osnabrück gefordert, Lösungen zu erarbeiten.

Die vielen mitreisenden Jugendlichen, die in Eggermühlen die Mondnacht auf Hawaii gefeiert hatten, sind am vorletzten Wochenende auf jeden Fall alle  sicher mit dem Nachtschwärmer nach Hause gekommen. – Sie hoffen, dass es mit dem Nachtschwärmern demnächst weiter aufwärts und auch weiter auswärts geht.

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