UWG-Ankum unterstützt nach "Blind-Date" Guido Halfter
Geschrieben von: Franz Raschke Freitag, den 29. Juli 2011 um 04:16 Uhr
Haushalt der Gemeinde Ankum „am Limit“ - BM Borgmann vermutet im Tempo „Kreisel B214“ Wahltaktik
Ankum. (fr) Offenheit in der politischen Auseinandersetzung, Bürgernähe und das Vermeiden einer geheimnisvollen Hinterzimmerpolitik im Ankumer Rathaus, das sind wesentliche selbstformulierte Ansprüche der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Ankum. Dennoch gab sich der Vorsitzende Detert Brummer-Bange am gestrigen Abend zuletzt verschwiegen.
Es war der zweite öffentliche Auftritt der UWG und ihrer Kandidaten während der Wahlkampf-Tournee durch die Ankumer Bauernschaften und man traf sich nun im Gasthaus „Grüner Wald“ in Ankum-Tütingen.
Wie vorgesehen stellten sich zunächst wieder die UWG-Kandidaten persönlich vor und hierbei prominierten die Finanzexperten Klaus Menke und Jörg von der Heide, die Infrastruktur-Spezialisten Mathias Bokel, Johannes Dettmaring und Gerd Holzgräfe, der zum Schulexperten werdende Michael Meyer und die Kandidatin Beate Vormbrocke, die in einem engagierten Appell nochmals die grundlegenden Ziele der UWG-Ankum zusammenfasste und für eine rege Beteiligung möglichst vieler Bürger Ankums innerhalb aktueller Diskussionen eintrat.
„Wir brauchen ein gutes Miteinander aller Bürger zum Wohle Ankums und auch einen besseren persönlichen Umgang im Rat“, postulierte Vormbrocke als einzige Frau im Kreis der UWG-Kandidaten und im Einklang mit dem UWG-Vorstand.. Ihr persönliches Engagement gilt unter anderen der Bewältigung der aus dem demografischen Wandel entstehenden Herausforderungen für die Kommunen.
Finanzpolitisch betrachtet die UWG-Ankum die Haushaltspläne der Gemeinde Ankum und der Samtgemeinde Bersenbrück als ausgereizt und fordert dringlich Maßnahmen zur Entlastung. Es sei derzeit auch international zu beobachten, das öffentliche Haushalte mit der stetig zunehmenden Verschuldung an Grenzen stoßen. Lösungsvorschläge zur Senkung der regionalen Schuldenlast hat aber auch die UWG derzeit nicht parat. „Wir haben noch nicht alle Zahlen und arbeiten uns noch durch“ notierte dazu Klaus Menke.
An der Schaffung einer Oberschule mit einem gymnasialen Zweig in Ankum hält die UWG laut Mitteilung des Kandidaten Michael Meyer unterdessen fest und sieht hier Parallelen zur erfolgreichen IGS in Fürstenau. Im Gespräch mit den Bürgern Ankums in Tütingen gab es da aber bereits manchen Widerspruch.. Denn nur mit der Schaffung einer neuen Schulform seien wohl kaum die derzeitigen Unterrichtsausfälle auszugleichen.
Gerd Holzgräfe sprach im Bereich Infrastruktur das in Ankum viel diskutierte Thema „Verkehrskreisel“ an und mutmaßte, dass hier diesjährig wohl kaum noch Fortschritte zu erwarten seien. Hier widersprach Ankums Bürgermeister Ferdinand Borgmann (CDU), der nicht erstmalig ein Treffen der UWG-Ankum begleitete. Erst kürzlich habe im Ankumer Rathaus ein behördlicher Termin stattgefunden und es sei nun tatsächlich anzunehmen, dass die Baumaßnahmen am Kreisel B214 (EKZ) noch in diesem Jahr beginnen. Die Kosten des Vorhabens trage der Investor (namens Georg Dobelmann – Anmerkung der Redaktion), dass hier nun deutlich Tempo gemacht werde, geschehe teilweise vielleicht auch aus wahltaktischen Gründen.
Detert Brummer-Bange berichtete im Anschluss über den Besuch des Landratskandidaten Guido Halfter in Ankum und Klaus Buschermöhle ergänzte, dass dieses ein „Blind-Date“ gewesen sei. Die UWG, so Buschermöhle, habe den Kandidaten vorab gar nicht gekannt. Nun aber, sagt Brummer-Bange, sei man vom Landratskandidaten fest überzeugt. Nachdenklich mochte wenig später machen, dass der UWG-Vorsitzende von Gesprächen mit den in Ankum aktiven politischen Parteien sprach, an denen sich eine nicht so recht beteiligen wollte. Welche Partei es war, dort im „Hinterzimmer“, sagte er nicht.
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