Landratskandidat Guido Halfter diskutierte im Ankumer Heimathaus

Kein Hang zu neuen Zusammenschlüssen und mehr Zentralisierung

Ankum. (fr) Ein parteiloses Engagement als Bürgermeister, als UWG, als Bürger, bietet mehr Chancen als Nachteile, doch auch die Parteienpolitik grenzt die Menschen nicht aus. Guido Halfter beschrieb in Ankum Wege einer aus seiner Sicht machbaren, bürgernahen Realpolitik im Landkreis Osnabrück..

"Parteilos aus Überzeugung" - Guido Halfter, Landratskandidat, diskutierte im Ankummer Heimathaus. Rechts im Bild Detert Brummer-Bange, Vorsitzender der UWG-Ankum„Parteilos aus Überzeugung“, so titelt Guido Halfter auf einem Wahlplakat und will auf neuem Weg zum Landrat für alle Bürger im Landkreis Osnabrück werden. Als ehemaliges Mitglied der CDU (bis Mitte der 90er Jahre) kennt er die Parteien-Politik, als parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Bissendorf mit 10 Jahren Erfahrung auch die andere Seite. Als parteiloser Kandidat mit organisatorisch hilfreicher Unterstützung der FDP zieht er nun in den Wahlkampf um das Landratsamt.

Eingeladen zur Diskussion mit dem Kandidaten im Ankumer Heimathaus hatte die Unabhängige Wählergemeinschaft Ankum, die auch den Großteil der Zuhörerschaft und Diskutanten stellte. Weiterhin nahmen Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Georg Hummert als Vorsitzender des Ankumer Heimatvereins und Daniel Eling als Vorsitzender der FDP in der Samtgemeinde Bersenbrück an der Diskussion teil.

Der Vortrag und die Diskussion stießen auf ein reges Interesse der ZuhörerDie jüngsten Vorkommnisse auf Landkreisebene, die in der Presse ein negatives Bild des Landkreises spiegeln, seien laut Halfter vereinzelt auch auf persönliche und auch parteipolitisch-motivierte Rivalitäten zurück zu führen. Es sei notwendig, wieder zu einer neuen Gemeinsamkeit zu finden und die tatsächlich bestehende erfolgreiche Arbeit des Landkreises heraus zu arbeiten.

Angesichts der Größe des Landkreises riet Guido Halfter davon ab, in den unterschiedlichen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Alltags die Zentralisierung und die Neigung zu Zusammenschlüssen voranzutreiben. Es sei wichtig, vor Ort die Selbständigkeit der Regionen, die Nähe der Verwaltung und die Identität der Orte mit all ihren Besonderheiten zu bewahren.  

Der Vortrag und die Diskussion stießen auf ein reges Interesse der ZuhörerLeuchtturmprojekte, wie das Museum Kalkriese seien sicherlich förderungswürdig, sollten sich nach einer Anschubfinanzierung aber unabhängig finanzieren können, andernfalls blieben bald keine Mittel mehr zur Unterstützung der vielen Einzelinitiativen der Vereine „in der Fläche“ des Landkreises.

Bezogen auf die in Ankum derzeit aktive Diskussion zum Thema Oberschule riet der Landratskandidat zur aufmerksamen Verfolgung des Themas, vor allem auch über den Termin der Kommunalwahl am 11. September hinaus. Seitens des Landkreises seien schon anderweitige Festlegungen in der Schublade, aber man müsse auch in Ankum den Vorteil eines angedachten gymnasialen Zweiges der Oberschule noch einmal kritisch hinterfragen.

Im großen Thema der Mobilität differenzierte Halfter auf Nachfrage zwischen den aktuellen Bedürfnissen der jungen Menschen, die nicht nur zu Partys sondern auch zur Arbeitsstelle befördert werden müssen. Hier solle ein Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs her. Für die Befriedigung der Bedürfnisse älterer oder behinderter Menschen seien zukünftig völlig neue Initiativen zum Erhalt der Mobilität erforderlich.

In nahezu allen Themen sah Guido Halfter als Landratskandidat die Notwendigkeit, der Arbeit  der Kommunen im Landkreis mehr Beachtung zu schenken. Die beachtliche  Leistung des Landkreises in der Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen entstehe vor allem aus der Summe vieler Initiativen auf kommunaler Ebene in den Stadt- und Gemeinderäten.

Weiterlesen:
> Halfter: Die Kommunen leisten die „Schwerstarbeit“  im Bereich Kinderbetreuung
> Mit dem Bürgermeister zum Ankumer Wochenmarkt – Mit der UWG durchs Dorf

> Die Homepage: www.Guido-Halfter.de
> Die Internetseiten der UWG-Ankum

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