Halfter: Die Kommunen leisten die „Schwerstarbeit“ im Bereich Kinderbetreuung

Frühförderung Regenbogen e.V. kommt ohne Spenden nicht mehr über die Runden

Ankum. (fr) Am vergangenen Wochenende lernte Guido Halfter nur kurz den Ankumer Busbahnhof kennen, als er mit dem „Nachtschwärmer“ zur „Mondnacht auf Hawaii“ fuhr, am gestrigen Mittwoch kam er zum ausführlichen Besuch in den hiesigen Erholungsort und kehrte zuerst ins „Donauschlösschen“ ein.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister und Vertretern der UWG besuchte Landratskandidat Halfter die Frühförderung Regenbogen. v.l. Detert Brummer-Bange, Annette Kemme (Geschäftsführerin des Frühförderung Regenbogen e.V.), Michael Meyer, Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Klaus Menke, Guido Halfter, Klaus Buschermöhle

Seit wenigen Monaten nutzt der Verein Regenbogen e.V. dieses schmucke Haus am Ankumer See und bietet hier Frühförderung und Entwicklungsbegleitung, integrative Lerntherapien sowie eine systemische Familienberatung an. In Räumen, die den Charakter einer hellen Wohnung nicht verloren haben und damit auch die Schwelle zur Inanspruchnahme der Hilfen ein wenig senken.
Die Entscheidung mit dem Verein von Quakenbrück nach Ankum umzuziehen fiel vor allem, weil Ankum als Ort zentral liegt und die umliegenden Gemeinden im Altkreis Bersenbrück für die 8 pädagogischen Mitarbeiterinnen nun leichter zu erreichen sind. Die Hausbesuche machen immerhin 60 % der Tätigkeit aus.

Der Verein Frühförderung Regenbogen e.V. kommt ohne Spenden nicht über die Runden. Annette Kemme im Gespräch mit Guido HalfterHalfter, der in diesen Wochen als parteiloser Landratskandidat im Landkreis Osnabrück unterwegs ist und Ankum auf Einladung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) besuchte, zeigte sich beeindruckt von den Räumen, der Ausstattung und vor allem vom Angebot und der Qualifikation der Mitarbeiterinnen. Annette Kemme, Leiterin der Einrichtung und sogleich als Motopädin und Systemische Familienberaterin tätig,  sprach während der Führung durch die Räume aber auch die schwierige finanzielle Situation an. Kürzungen seitens des Landkreises Osnabrück hätten in der Vergangenheit bereits zu Personalkürzungen geführt und würden bis heute die Arbeit erheblich erschweren. Ohne Spenden, so Annette Kemme auch als Geschäftsführerin des Vereins, kommt  der Regenbogen e.V. nicht mehr über die Runden.

Halfter sah hier den Landkreis stärker in der Pflicht. „Mit jetzigen Investitionen in die Betreuung und Förderung der Kinder“, so der Kandidat für die Landratswahl am 11. September, „sparen wir zukünftige teurere Hilfen für Jugendliche, denen nicht früh genug geholfen wurde, aber kostengünstiger und effektiver hätte geholfen werden können.“

Als hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Bissendorf, dieses Amt führt Halfter seit 10 Jahren aus, wisse er auch um die Anstrengungen der Kommunen im Bereich der Kinderbetreuung und zeigte sich stolz, dass diesbezüglich in Bissendorf viel erreicht worden sei. Ein gutes Stichwort für Ankums Bürgermeister Ferdinand Borgmann,  der auf die  Anstrengungen der Gemeinde Ankum im Bereich Kinderbetreuung verwies und beispielhaft den Neubau des katholischen Kindergartens anführte. Die Gemeinde Ankum stemmt hier mit etwa 1,7 Millionen Euro  75 % der Kosten, die Beteiligung des Landkreises fällt hingegen eher gering aus. Beide Bürgermeister waren sich einig, dass die Kommunen im Bereich Kinderbetreuung die „Schwerstarbeit“ leisten und auf Landkreisebene mehr Gehör finden und bei zukünftigen Planungen mit größerem Gewicht einbezogen werden sollten.

Weiterlesen:
> Mit dem Bürgermeister zum Ankumer Wochenmarkt – Mit der UWG durchs Dorf
> Landratskandidat Guido Halfter diskutierte im Ankumer Heimathaus

> Die Internetseiten: Frühförderung Regenbogen e.V.
> Die Homepage: www.Guido-Halfter.de

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