Das etwas andere Reitturnier – Im Nordkreis wohl einzigartig
Geschrieben von: Henning Stricker Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 02:20 Uhr
Breitensporttag des Reit- und Fahrvereins Ankum am vergangenen Samstag auf dem Brunning
Ankum. (hst) Der erste vom Reit- und Fahrverein Ankum veranstaltete Breitensporttag für Pferdesportler kam bei Teilnehmern und Zuschauern sehr gut an. Mit verschiedenen Prüfungen für Freizeitreiter, Reiterwettbewerben für den Nachwuchs und Voltigierprüfungen hatten Horst Müller und sein Team mal etwas andere Prüfungen für das Sommerturnier ausgeschrieben.
Fernab von sonst bekannten Reitturnierprüfungen gelang es den Ankumern, auch Pferdesportler zu ihrem Turnier zu locken, die an anderen Turnieren nicht teilnehmen dürfen, da sie keine Mitgliedschaft in einem Reiterverein vorweisen können. Dieses ist gemäß Verbandsregularien bei den traditionellen Prüfungen leider Pflicht.
Im Nordkreis dürfte diese Art von Turnier für Freizeitreiter bisher wohl einzigartig gewesen sein. Bereits in der geführten Gelassenheitsprüfung (GHP) verzeichnete Schriftführerin Maria Schnurpfeil bei der ersten Auflage dieser Prüfung 23 Nennungen. In dieser Prüfung mussten Pferd und Reiter einen Parcour absolvieren, den in der Endabrechnung vier Pferde sehr gelassen absolvierten. Das GHP Prüfungen aber nicht einfach für die Pferde und Ponys sind zeigten einige andere Teilnehmer, deren Tiere doch leichte Probleme mit der einen oder anderen Aufgabe hatten.
Zu diesen Aufgaben gehörten, das sich die Pferde und Ponys nicht vor plötzlich auftauchenden Luftballons und Bällen erschrecken durften, aber auch das führen des Pferdes über eine simple Plane oder vorbei an aufklappenden Regenschirmen, polternden Blechdosen und der Lärm einer Feuerwehrsirene durfte die teilnehmenden Pferde nicht aus der Fassung bringen.
Insgesamt bekamen in dieser Prüfung vier Pferde die Note 1, darunter gleich zwei Teilnehmer, die eben reine Freizeitreiter ohne Vereinsbindung sind. Am gelassensten und völlig unbeeindruckt von dem Geschehen rund herum zeigte sich der Hannoveraner Wallach Ratz, geführt von Meike Stricker (RFV Neuenkirchen/Br.). Ebenfalls sehr gelassen war auch der Andalusier Odeon den Constantin Feige souverän durch den Parcour führte.
Aber auch der von Katrin Knecht geführte Isländer Drengur vom Eulersgrund und das von Nico Vornholt (Voltigiergemeinschaft Artland) vorgestellte Shettland-Pony Joey beeindruckte das Spektakel herzlich wenig. Je weitere fünf Pferde und Ponys bewerteten die beiden Richterinnen Birgit Bögel und Annette Schröder mit den Noten 2 und 3. Lediglich drei Pferde bestanden die Prüfung nicht und bekamen die Note 4 weil sie mindestens eine Aufgabe absolut nicht bewältigen wollten.
Ebenfalls bei den Hobbyreitern sehr gefragt waren auch das Seilrennen sowie das Tonnen- und das Schrittrennen. Beim Seilrennen mussten zwei Reiter gemeinsam schnellstmöglich zwei Runden auf dem Aussenplatz absolvieren. Der Clou dabei war allerdings gegenüber dem herkömmlichen Pferderennen, das beide Reiter zusammen ein Seil halten mussten. Da war schon eine perfekte Abstimmung der beiden Teilnehmer nötig, um unterwegs nicht das Seil zu verlieren. Hier siegte das Team Ankum VI mit Corinna Sonneck und Alexandra Scheiper (25,90 Sek.), vor Ankum V mit Pia Maria Koldeweihe und Mara Westerfeld (31,70 Sek.) und dem Team St. Georg mit Rita und Sabine Alsdorf (32,60 Sek.)
Im Gruppenvoltigierwettbewerb Schritt siegte in der ersten Abteilung die Mannschaft Eggermühlen III (55,71 Punkte) vor Schwagstorf II (55,47 Pkt.) und Ankum II (52,74 Pkt.). In der zweiten Abteilung holte sich die Voltigiermannschaft Eggermühlen II (55,94 Pkt.) den Sieg vor Neuenkirchen III 54,58) und Merzen II (52,00 Pkt.).
Text und Fotos: Henning Stricker
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