Drehleiterschulung der Feuerwehr Ankum schließt eine Fortbildungslücke

 Foto: Carsten HummertAnkum. (ch) Am vergangenen Wochenende übten einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ankum den Umgang mit ihrer Drehleiter. Auch wenn die Drehleiter seit 1992 zum Fuhrpark der Ortsfeuerwehr gehört, ist dies die erste Schulung dieser Art.

Wer vermutet, die freiwilligen Helfer würden bei der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz  in Celle oder Loy im Rahmen der Aus- und Fortbildung als Drehleiter-Maschinisten ausgebildet, der irrt. Für Freiwillige Feuerwehren gibt es keine derartige Schulung in Niedersachsen.

Gemeinsam mit Klaus Thrien von der Berufsfeuerwehr in Paderborn und Björn Lietke von der BF Bielefeld wurde am vergangenen Sonnabend vor Ort in Ankum das Training durchgeführt. Die beiden Ausbilder gehören zum Team „Drehleiter. info“ .


Schulung statt "pi mal Daumen"
„Drehleiter.info“:  Dieses Team hat sich auf die Fahne geschrieben, Lücken im System zu schließen. Sie machen diese Schulungen, damit Feuerwehrleute das teure Rettungsgerät richtig bedienen können.  Foto: Carsten HummertAlle, die an dem Trainingstag teilgenommen haben, machen das in ihrer Freizeit. Das wird oft vergessen.

Unter anderem rollte an diesem Nachmittag die Drehleiter in das Industriegebiet zur Fa. SIBO und zu der Raiffeisen Warengenossenschaft Ankum. Denn gerade in Industrie- und Dorfbereichen sind Treppenhäuser/aufstiege oft zu eng, um Liegendtransporte durchführen zu können. Wenn das Hubrettungsfahrzeug angefordert wird, gilt es auf engstem Raum die Drehleiter so zu positionieren, dass die Helfer eine zu rettende Person auf einer Krankentrage aus dem Fenster transportieren können.

Doch die Drehleiter wird nicht nur zur Menschenrettung sondern auch bei Bränden und anderen Hilfeleistungen eingesetzt, wo in den meisten Fällen der Platz an den Einsatzstellen sehr begrenzt ist. Gerade in den ländlichen Bereichen, wo viel Landwirtschaft betrieben wird, sind die Gehöfte oft sehr eng gebaut.

Die Lehrgangsteilnehmer mit den Ausbildern Klaus Thrien und Björn Lietke. Foto: Carsten HummertDie Maschinisten wurden darauf sensibilisiert, einen Blick-Fluchtpunkt festzustellen, nach denen der Drehleiter-Maschinist schnell berechnen kann, wie das Fahrzeug stehen muss, damit die über 20-Meter lange Leiter ausgefahren werden kann. Eine kleine, gelbe Scheibe markiert den Drehleiterschwenkpunkt.

„Mit dem Puck arbeiten wir heute zum ersten Mal“, berichtet der Zugführer Klaus Rumker, „bisher haben wir das nach Augenmass gemacht.“ „Zum Glück ist immer alles gut gegangen“, so der Ortsbrandmeister Ulrich Koddenberg, der mit seinen Freiwilligen schon unzählige Einsätze, ob Hilfeleistungen oder Brändeinsätze,  gefahren hat.

Diese Schulung ist eine Bereicherung für die Arbeit der Kameraden der Feuerwehr Ankum und kann in Zukunft gut umgesetzt und angewandt werden. Noch einmal einen Dank an das Team „Drehleiter info“.

Weiterlesen:
> Die Internetseiten der Freiwilligen Feuerwehr Ankum

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