Ankumer Schützen stellen gemeinsam die Zeichen auf Zukunft

Kein bedenkliches Kassendefizit - Höhere Mitgliedsbeiträge sichern die Jugendarbeit und Investitionen

Sekretär Alfred Berling berichtete eingangs aus den Protokollen des vergangenen JahresAnkum. (fr) Seit Jahren wieder, kehrte der Ankumer Schützenverein am vergangenen Samstag mit der Mitgliederversammlung zurück in das Landhotel Schmidt. Zurück in das althergebrachte Ankumer Hotel, welches sich historisch eng verbindet mit vielen bedeutsamen Ereignissen im Vereinsgeschehen und mit vielen Schützen-Anekdoten. Petja und Toni Jotova sorgten als noch neue Hotelbetreiber für einen Service, der frei jeden Tadels blieb.

Dass es für den Verein immer auch um ein Rückbesinnen geht, deutete Josef Havermann bereits im vergangenen Jahr anlässlich seiner Wahl zum Präsidenten des Ankumer Schützenvereins an. Am Samstag stellte er gemeinsam mit dem Vorstand und der Mehrheit der Mitglieder die Zeichen  ebenso auf Zukunft.

Heimgekehrt in das Landhotel Schmidt - Rund 300 Schützen füllten den Saal und genossen einen hervorstehenden ServiceBevor es aber ans „Handfeste“ ging, berichtete Sekretär Alfred Berling aus den Protokollen des vergangenen Jahres. Viel stand auf dem Programm, auch das Treffen der Majestäten, welches in Ankum  nur alle 10 Jahre gefeiert wird.  Hinsichtlich der Geselligkeit und des Vergnügens bei allen Festen und Anlässen gab es nie einen Anlass zur Sorge.

Wohl aber hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, wie Kassierer Michael Goda danach ausführlich darstellte. Das Schützenfest 2010 litt am Ende unter den mehr als nur hochsommerlichen Temperaturen und wohl auch unter der gleichzeitig  stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft. Damit kamen deutlich weniger Besucher zum Schützenplatz und die Vereinseinnahmen zu kurz. Dazu kamen Tilgungen der Darlehen und die Finanzierungen von Anschaffungen und Erweiterungen, beispielsweise zum Ausbau des Schützenplatzes auf dem Brunning.

Kassierer Michael Goda: Die Kassenlage ist nicht bedenklich - Aber im Blick auf die Zukunft muß etwas getan werdenMit einem rechnerischen Defizit von rund 7000 Euro und einem knapp fünfstelligen Kassenstand schließt der Kassenbericht 2010, dem die Kassenführer eine tadellose Führung bescheinigten. Bedenklich ist diese Kassenlage nicht, sie bietet ohne neue Einnahmen aber nur wenig Spielraum. Die sogenannten „Bierspenden“, dieser Name gäbe einen falschen Eindruck wieder, bleiben für das Vereinsleben der Ankumer Schützen unablässlich wichtig, notierte Michael Goda.

„Die Pflege der Tradition und des Brauchtums gibt es nicht umsonst und die Sicherheit im Schützenwesen kostet Geld“, appellierte Präsident Havermann kurz darauf und blickte mit Empfehlungen zur intensiveren Förderung der Jugend, einer Digitalisierung der Schießanlage und mit Blick auf weitere notwendige Investitionen in die Zukunft. Andere regionale Schützenvereine hätten sich schon auf den Weg gemacht und ein „Hinterherlaufen“ sei nicht die Art Ankumer Schützen.  Auch die Spende des Abends, in üblicher Weise von den Vorstandsmitgliedern erbeten, und mit 336,18 Euro ausgewiesen, soll in diesem Sinne allein der Jugendförderung im Verein zukommen.

Präsident Joef Havermann: Rückbesinnen auf die Geschichte des Vereins mit dem Blick nach vornIm Rund der schriftlich verzeichneten 267 Mitglieder (es waren aber rund 300 Leute anwesend) widersprachen danach nur 25 Schützen einer Beitragserhöhung zur Absicherung der Zukunftsaufgaben, 11 Schützen enthielten sich der Stimme. Wie bekundet, wird der Mitgliedsbeitrag nun um etwa 42 Cent pro Monat, also 5 Euro jährlich, erhöht.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ schlug Axel Hüttmann die Beauftragung eines kompetenten vorstandsfremden Mitglieds oder eines Komitees zur Organisation und Verhandlung des wirtlichen Betriebes des Schützenfestes vor. Daniel Krömer widersprach dem Eindruck, dass hier zuletzt etwas versäumt wurde. Präsident Josef Havermann sicherte eine Berücksichtigung der Anregungen zu.

Zum Abschluss erinnerte der Präsident daran, dass vor 25. Jahren Günther Kosmann, vor 50 Jahren Klaus Meyer zu Brickwedde als Majestäten in das Vereinsbuch eingetragen wurden. Im Alter von heute 95 Jahren schaut Günther Bergmann als Mitglied mit der längsten Vereinsmitgliedschaft (74 Jahre Vereinszugehörigkeit) als einziger Ankumer Schütze auf einen Vereinsbeitritt noch vor den Kriegszeiten zurück.

Ankums Schützenverein nahm die neuen Vorstandsmitglieder auf: v. l. Siegfried Kempe, Christoph Meyer zu Holsten, Markus Berling, Chef Reinhard Heyer, Präsident Josef Havermann, Auditeur Thomas Diersing, Majestät Bernd XI Wingerberg;  sitzend André Campe und Peter Fibbe

Neu in den Vorstand gewählt wurden:  Peter Fibbe,  Christoph Meyer zu Holsten,  Andre Campe, Markus Berling und Siegfried Kempe. Bernhard Wille und Hermann Lünnemann sind die neuen Kassenprüfer des Ankumer Schützenvereins.

In den Kreis der Ehrenmitglieder wurden aufgenommen: Gerhard Hamberg, Albert Johanning, Benno Dierker, Theo Specker,. Josef Schulte zu Sundern, Karl-Heinz Bartling, Ferdinand Escher, Georg Zumberge, Bernhard Thesing, Johannes Droppelmann, Wilfried Schröder, Hermann Schroer-Dreesmann, Josef Depeweg, Ulrich Lahrmann, Hermann Rathke.

Die Ehrung für eine 50-jährige Mitgliedschaft wurden Hans Busselmann,. Werner Lucas, Hermann Koddenberg, Reinhold Coenen, Theo Kuhlmann, Hubert Graube, Gerd Berling und Franz Menke zuteil.

Weiterlesen:
> Die Arbeit des Ankumer Schützenvereins im Bild weiter Berichte
> Die Internetseiten des Ankumer Schützenvereins

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