Grafschaft Glatz: Kranzniederlegung unter den Marktbögen

Foto: Thomas OeverhausAnkum. (to) Unter den Ankumer Marktbögen – am Fuße des Artländer Doms – endete vor 65 Jahren die Odysee von 120 Heimatvertriebenen aus der Grafschaft Glatz. Sechseinhalb Jahrzehnte nach diesem Trauma fand aus Anlass der Gründung der „Stiftung Grafschaft Glatz“ genau dort unter den Marktbögen – wo einst der Flüchtlingstrupp vorerst Halt machte – anlässlich einer Gedenkfeier eine Kranzniederlegung statt, an der mehrere hundert Heimatvertriebene teilnahmen, die aus ganz Deutschland am vergangenen Wochenende nach Ankum gekommen waren.

Peter Großpietsch, Vorsitzender der Zentralstelle Grafschaft Glatz e.V. erinnerte sich in persönlichen Worten an seine Ankunft in Ankum als damals 11-jähriger heimatvertriebener Junge. Georg Hummert, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Ankum, erinnerte in kurzen Gedenkworten an die Ankunft der heimatvertriebenen Flüchtlingen aus Schlesien im März 1946. „Es ist eine Ehre für uns, dass der Festakt für die Gründung der Stiftung Grafschaft Glatz hier bei uns in Ankum stattfindet !“, so Hummert, der auch daran erinnerte, dass viele Schlesier ihre neue Heimat in Ankum gefunden hätten.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung fand eine „Schlesische Maiandacht“ in der Pfarrkirche St.-Nikolaus statt, die von Großdechant Prälat Jung und Kaplan Stefan Tietje zelebriert wurde.
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