St. Nikolaus Ankum und das Dorf sind stolz auf den neuen Kindergarten

Ein Kraftakt, der in beispielhafter Gemeinsamkeit gelang, „weil es im Kern Ankums stimmt“

Ein Chorlied der Generationen zum Gottesdienst anlässlich der Einweihung der St. Nikolaus Kindertagesstätte

Ankum. (fr) „Frühkindliche Bildung ist eine Schlüsselaufgabe zur Gestaltung der Zukunft“, sagte Dr. Michael Lübbersmann als Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück anlässlich der Einweihungsfeier Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann: „Frühkindliche Bildung ist eine Schlüsselaufgabe zur Gestaltung der Zukunft“der neuen St. Nikolaus-Kindertagesstätte in Ankum am vergangenen Freitagmorgen. Angesichts der in beispielhafter Gemeinsamkeit gelungenen „großartigen Leistung“ zollte er den Bürgern Ankums und allen Beteiligten seinen Respekt.

Tatsächlich hatte und hat es dieses Projekt in sich. Nach der erstmals im November 2008 vom Gerneralvikar Theo Paul geäußerten  Idee, den Ankumer St. Nikolaus-Kindergarten vollständig neu zu errichten, gerieten nicht nur sofort die Ankumer und Bersenbrücker Verwaltungen auf Touren, vor allem seitens der Kirchengemeinde wurden umgehend Gremien eingerichtet, um die Machbarkeit eines neuen Kindergartens zu erarbeiten. In gemeinsamen Arbeitsgruppen mit der politischen Gemeinde Ankums wurden planerischer Vorgaben abgestimmt und auf den Weg gebracht. Die Anregungen der Erzieherinnen, Eltern und Kinder wurden so früh wie machbar gehört und mit viel Gewicht in die Planungen einbezogen. Letztlich waren weit über 150 Personen an den Planungen eines neuen Kindergartens beteiligt, der damit zu einer echten Gemeinschaftsleistung wurde.  

Architekt Werner Hüdepohl übergab den obligatorischen Schlüssel, obwohl er nie selbst einen Generalschlüssel hatte: von links Werner Hüdepohl, Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Pfarrer Bernd Heuermann, Leiterin Elisabeth ThaleRund 2,5 Millionen Euro nahmen die Gemeinde Ankum, das Bistum Osnabrück, die Samtgemeinde Bersenbrück, das Land Niedersachsen und der Bund gemeinsam in der Hand, um die neue Kindertagesstätte in Ankum zu realisieren. Die Gemeinde Ankum trägt den Großteil der Kosten.

Diese Gemeinschaftsleistung, die für Ankum einen Kraftakt bedeutet, sei vor allen deshalb  machbar gewesen, „weil es im Kern Ankums noch stimmt“, sagte Pastor Bernd Heuermann.  Wenn es im Kern stimme, seien auch gut einmal Unstimmigkeiten an der Oberfläche auszuhalten. Der funktionierende Kern, der alles zusammen halte und manche Unstimmigkeiten möglich macht,  mache auch immer wieder eine neue Gemeinsamkeit möglich.

Ankum schaut mit Stolz auf den Neubau der Kindertagesstätte St. Nikolaus. Trotz früher Stunde am Freitagmorgen nahmen zahlreihe Gäste an der Einweihungsfeier teil.Pastor Heuermann betonte darüber hinaus  erneut die Bedeutung des „Sozialen Zentrums“ am Marien-Hospital Ankum-Bersenbrück, das mit dem  Niels-Stensen-Pflegezentrum und jetzt mit der neuen Kindertagesstätte eine spannende Erweiterung erfahre. An der Stelle des bisherigen Standortes des St. Nikolaus-Kindergartens könne nun ein anderer Kern im Zentrum der Gemeinde Ankum entstehen.

Bereichert durch die mit viel Applaus versehenen Beiträgen der Kinder - die Kinder belebten musikalisch das Wirken des „lachenden Heiligen“ Phillip Neri und ihren eigenen Einzug in den neuen Kindergarten - folgten weitere Grußworte. Dabei  übergab der Ankumer Landtagsabgeordnete Reinhold Coenen der neuen Kindertagesstätte ein Buch, aus dem er den Kindern in Kürze selbst vorlesen möchte. Coenen stellte weiterhin die Beteiligung des Landes Niedersachsen an der Verwirklichung des Kindergartens heraus und bezog sich auch auf die Übernahme der Kosten für das dritte Kindergartenjahr durch das Land. Auf kommunaler Ebene solle nun erwogen werden, ob auch eine Freistellung für das zweite Kindergartenjahr machbar sei.In wunderbaren Theater- und Musikstücken erzählten die Kinder von ihrem neuen Haus und dem lachenden Heiligen Phillip Neri, dessen Namen nun die Straße zur Kindertagesstätte trägt

Für den Elternbeirat sprach Stephan Wilmering seinen Dank aus. Die Eltern halfen gerade in den vergangenen Wochen kräftig mit, beim Umzug in die neuen Räume und bei der noch längst nicht abgeschlossenen Gestaltung des neuen Spielplatzes auf dem Kindergartengelände.

Architekt und Planer Werner Hüdepohl dankte für das gute Miteinander und den Handwerkern, die ihre Kompetenz unter Beweis stellten und beschrieb kurz die Konzeption des Neubaus, der nicht nur modernsten pädagogischen Anforderungen,  sondern auch energetisch und strukturell neuesten Richtlinien genügt, diese vereinzelt sogar noch in den Schatten stellt. Zudem sei der Bau jederzeit erweiterbar, falls ein Ausbau notwendig werden sollte.


Für die Gruppe der Kindergarten-Leiterinnen in der Samtgemeinde übergab Karin Kleine-König eine Tretroller an die Leiterin der St. Nikolaus-Tagesstätte Elisabeth Thale, damit sie nun in Schnelle über die langen Flure sausen könne. Elisabeth Thale bedankte sich für die reichhaltige Teilnahme und Unterstützung, die das Team der St. Nikolaus-Tagesstätte während der Planungs- und Umzugszeiten erhielt und welche immer noch andauern. Begleitet von einem der jüngsten Messdiener versah Diakon Olaf van der Zwaan den Segen der Einrichtung

Bürgermeister Ferdinand Borgmann, der als Vertreter des Bauherrn (Gemeinde Ankum) die Einweihungsfeier einleitete und durch diese führte, fasste die Zielsetzungen in den folgenden Sätzen zusammen:

„Mit diesen Baumaßnahmen investieren wir in unsere Kinder und damit in unsere Zukunft. Wir bieten unseren Kinder mit dem neuen Kindergarten und dem Kindergarten am Kattenboll optimale Rahmenbedingungen für einen guten Start ins Leben“ Und er äußerte einen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass es in den Kindestagesstätten unserer Gemeinde niemals an Kindern fehlen wird.“

Nach einem kurzen, von Chorgesängen begleiteten Gottesdienst  und der Weihung der Räume durch Diakon Olaf van der Zwaan ging die Einweihungsfeier in ein von der offiziellen Form befreites Miteinander über, welche noch lange Zeit die Möglichkeit zum Austausch zwischen Besuchern, Eltern und Fachleuten bot.

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