Die Erfolgsserie der Ankumer Gärtnerei Alfons Kröger geht weiter

Schon zu Beginn der Bundesgartenschau eine Auszeichnung für das Ausstellungsgrab
Jeder Zentimeter ist bereits genau durchdacht
Ankum/Koblenz. (mk) Am 15. April 2011 öffnete die Bundesgartenschau in Koblenz ihre Tore für die zahlreichen blumenbegeisterten Besucher, die insgesamt bis zum 16. Oktober erwartet werden. Wie bereits berichtet, ist auch der Gärtnereibetrieb um Alfons Kröger aus Ankum inmitten der 80 Friedhofsgärtner aus ganz Deutschland und Österreich vertreten.

Wie schon zur Landesgartenschau in Bad Essen hat sich der Gärtnermeister zusammen mit seiner Frau wieder eine vollkommen durchdachte und ebenso anschauliche Grabgestaltung einfallen lassen.
„Bei dieser Gestaltung werden wie bei der letzten erneut die wichtigsten Dinge nach dem Tod eines geliebten Menschen verinnerlicht – die schöne Erinnerung an den Verstorbenen und die Gestaltung ist ihm angepasst und vermittelt eine Botschaft.“, meint die Floristin Martina Kröger dazu.

Die Idee:
Der neue Hingucker der Gärtnerei Kröger auf der Bundesgartenschau in KoblenzDamit geht sie auf die ewige Form des Kreises ein, der den Grabstein umgibt. Ein Kreis hat kein definiertes Ende und so soll auch die Erinnerung nie enden. Dieser Kreis wurde aus hellem und duftendem Thymian gebildet, der auf die Schönheit dieser hindeutet.

Zum Grabstein hin führt ein Weg aus Lavendel und der blühenden Saisonbepflanzung, der hinter diesem fortgeführt wird. Dieser Weg symbolisiert die noch immer vorhandene Verbindung zwischen dem Verstorbenen und dem Grabbesucher. Die Bepflanzung ist dabei natürlich kein Zufall.


Zum einen gibt es Lavendel, um die Gedanken des Grabbesuchers über diesen Weg zum Verstorbenen zu bringen. „Diese Pflanze kann eine Lieblingspflanze des Verstorbenen sein oder etwas, womit er in Verbindung gebracht werden kann. Aufgrund des Namens „Rosa Viola“ bot sich der Lavendel mit seiner baldigen lilanen Blüte natürlich an.“, sagte der Gärtner. Der letzte kritische Blick ist meistens der wichtigste

Die blumige Sommerbepflanzung zum anderen verdeutlichen wiederum die schönen und freudigen Erinnerungen, die von dem Verstorbenen an den Grabbesucher zurückkehren.

Das Verwobene beider Pfade zeigt dabei, wie nah tägliche Gedanken, die Hinterbliebene dem Verstorbenen mitteilen möchten, und die daraufhin zurückkehrende schöne Erinnerung miteinander verbunden sind.

Diese Erinnerungen sind nicht nur schön, sondern sie sind auch wichtig, um aus ihnen in schwierigen Zeiten des Lebens wieder Kraft schöpfen zu können. Deshalb findet sich neben dem Grabstein eine Kiefer wieder, die mit ihrer Ausstrahlung von Festigkeit und Unerschütterlichkeit als Symbol für die daraus resultierende Lebenskraft bekannt ist.

Das Ehepaar Kröger freut sich gemeinsam über die erste Auszeichnung„Es ist wichtig, dass die Angehörigen einen Ort haben, an dem sie dem Verstorbenen nahe sein und aus dessen Besuch sie besonders in der Zeit der Trauer wieder ihre Kraft schöpfen können. Und genau das soll in der Grabgestaltung verdeutlicht werden.“

Die Auszeichnung:
Dass dieses tatsächlich auch für Außenstehende verdeutlicht wird, bewies bereits die erste Auszeichnung für die Gestaltung direkt nach der Eröffnung der Bundesgartenschau. Der Gärtnereibetrieb erhielt in der großen Konkurrenz der 80 Friedhofsgärtnereien die Bronzemedaille für die Erstbepflanzung des Grabes. Diese wird ihnen zum Ende der Bundesgartenschau verliehen.
„Wir freuen uns sehr über die erneute Auszeichnung und sind gespannt, was wir hier noch alles erreichen können.“, sagte Alfons Kröger mit einem erwartungsvollen Lächeln im Gesicht.
Dazu hat er auch allen Grund, denn bis zum 16. Oktober wandern die Preisrichter noch weitere zwei Male mit einem strengen Auge durch die Ausstellung, um die schönsten Gräber mit den kommenden blühenden Saisonbepflanzungen auszuzeichnen.


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