Ankumer Familien belebten die Osterfeuer-Tradition neu

Nicht mit Zündhölzern sondern mit Stein und Eisen wurde das Ankumer Osterfeuer "angeschlagen"Von der Kolpingsfamlie und dem Schützenverein gestaltet - Von der Feuerwehr optimal kontrolliert

Ankum. (fr) In Ankum hat das Festhalten an Traditionen einen hohen Stellenwert, auch das Beleben alter Traditionen findet im Dorf immer viel Interesse. Die Einladung zu einem gemeinsam gestalteten Osterfeuer – welches es hier seit Jahren nicht mehr gab – wurde am Abend des Ostersonntags von vielen Familien angenommen und mit viel Freude erlebt.

Das Gelingen der gelebten Gemeinsamkeit bereiteten die Kolpingsfamilie Ankum, der Ankumer Schützenverein und nicht zuletzt die Ankumer Feuerwehr, die insbesondere mit jungen Kameraden vor Ort war.  Anders als bei anderen Osterfeuern im  Landkreis Osnabrück, Die Segnung des Feuers durch Pastor Bernd Heuermannwurde das Ankumer Osterfeuer seitens der Brandbekämpfer nicht nur in der Vorbereitung mit geplant, das Abbrennen auf dem Schützenplatz auf dem Brunning wurde in jedem Moment kontrolliert und es waren auch hinreichende Vorbereitungen für das Ausglühen des Feuers getroffen worden.

Vor dem Anzünden des Feuers dankte Markus Heitmann für die Kolpingsfamilie Ankum, sowie stellvertretend auch im Namen des anwesenden Präsidenten des Ankumer Schützenvereins, Josef Havermann, für die mehr als nur rege Teilnahme der Ankumer Familien. Das neue Aufleben der Osterfeuer-Tradition sollte danach noch durch die besondere Art des Zündens mitgeprägt werden.

Erst wenige Minuten entflammt: Ein Blick auf das Ankumer OsterfeuerUnter den Augen vieler Zuschauer wurde das Osterfeuer nicht mit Zündhölzern oder gar einem modernen Feuerzeug entflammt. Nach unerwartet wenigen Schlägen eines ausgesuchten Steins auf einen geriffelten Metallstab (gemeinhin „Feile“ genannt), schlugen Funken über, entzündeten Papier, das daneben liegende Stroh und sogleich auch das aufgeschichtete Holz. Etliche Stunden, des Ausprobierens im Wechsel der Materialien waren schon Wochen zuvor  nötig geworden, um das Osterfeuer in dieser traditionellen Art des „Anschlagens“ entzünden zu können.

 

Bei vielen Gelegenheiten in Ankum Tradition: Das Stockbrot backen

 

Im Bedenken der vielfältigen Bedeutung des Feuers im christlichen Glauben und insbesondere in der Bedeutung des Osterfestes, gestaltete daraufhin Pastor Bernd Heuermann die Segnung des Feuers in Gemeinsamkeit mit vielen Ankumern und nahm auch als Präses der Kolpingsfamilie Anteil an der Belebung des althergebrachten Brauches. Einen kleinen Wettbewerb mit Fragen zum Hintergrund des Osterfestes an die Jüngsten in den zahlreich teilnehmenden Familien  hatte er auch mitgebracht. Kleine Geschenke gab es für jene Kinder, die sich schnellstens mit den richtigen Antworten meldeten.

Die Ankumer Kolpingsfamilie und der Schützenverein Ankum sorgten für das leibliche Wohl. Viele Familien des Dorfes nahmen an der Belebung der Osterfeuer-Brauches teil.

 

In treuer Ankumer Tradition wurde für die Kinder auch wieder das beliebte „Stockbrot backen“ angeboten und es gab auch Bratwurst und vielfältige Getränke für jeden.

Rundum betrachtet waren es am Ende die vielen Ankumer Familien, die mit ihrer regen Teilnahme die Osterfeuer-Tradition in Ankum neu belebten. Und das gibt einen guten Ausblick auf die kommenden Jahre.

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