Mit einem Arzt an Bord auf Ballonschleichfahrt von Ankum nach Fürstenau
Geschrieben von: Franz Raschke Sonntag, den 24. April 2011 um 04:00 Uhr
Heinrich Möller genoss als Verfolger die Wartezeiten auf den Parkplätzen

Ankum. (fr) Mittwoch, 20. April '11: Bestes Frühlingswetter im Erholungsort Ankum. Wolkenfrei, kaum Wind. Laut email aus Mettingen war um 17:30 Uhr ein Ballonstart am Ankumer See vorgesehen. Pilot Rainer Herkenhoff lud Ankum-Online.de zur Mitfahrt ein.
3 Minuten zu spät im Zeitplan, rollte der Kleinbus des Ballonteams Mettingen/Ankum samt Ballonanhänger am Ankumer See vor. Im unmittelbaren Gefolge auch die Fahrtgäste, Dr. med. Volker Haak aus Bersenbrück und Sohn Michael Haak, der aus Hamburg zum Osterwochenende zu Besuch kam, zum Familienwochenende.
Gleich drauf galt es für alle mit anzupacken. Denn Ballonfahren ist immer eine Teamleistung und vor wie nach der Fahrt werden helfende Hände gebraucht. Auch Heinrich Möller, in Ankum seit vielen Jahren eng mit dem Ballonsport verbunden, griff wenig später handfest zu. Er war an diesem Abend als Verfolger eingeteilt.
Ballon auslegen, Hülle halten, Aufheizen, nach dem Aufrichten schnell in den Korb...
Im besten Ankumer Frühlingswetter sind die Winde am Boden schwach. Geruhsam fuhr der Ballon über den See, die Siedlung am Holzbach, wandte sich Richtung Aslage, Schwagstorf.
Pilot Rainer Herkenhoff ließ den Ballon zwischenzeitlich auf größere Höhen steigen, doch hier wehte der Wind Richtung Waldgebiet Maiburg: Dort unbedingt mit einem Ballon landen zu müssen, wäre selbst als Idee ein schwaches Angebot.
Im Fahrttempo eines gering geübten Radfahrers zog der Ballon somit erst einmal weiter dem Verlauf der B214 entlang und hielt die Linie Schwagstorf-Fürstenau ein. In dieser geringen Fahrthöhe die unmittelbare Einladung zu einem fotografischen Vergnügen. Verfolger Heinrich Möller schaute dem geruhsamen Geschehen dieser Fahrt vom Boden aus zu und fragte per Funk mehrfach nach, ob Herkenhoff den Ballon denn schon landen wolle. Wenn ein Ballon im Tempo eines Radfahres fährt, hat ein Verfolger am Boden viel Wartezeiten.
Im letzten Abschnitt der Fahrt wurden die Dächer der Stadt Fürstenau fast gestreift, Menschen in der „City“ riefen zum Ballon hinauf, auf einer Wiese im Westen Fürstenaus landete der Ballon mit drei Hüpfern unholperig.
Für Vater und Sohn der Familie Haak stand nach der Landung in Fürstenau die Taufe als Ballonfahrer an. Mit Feuer und Wasser wurden sie mit einem Adelstitel versehen, da vormals nur Adelige das Recht zur Ballonfahrt hatten.
Weiterlesen:
> Die Arbeit des Ballonteams Mettingen/Ankum im Bild weiterer Berichte
> Die Internetseiten des Ballonteams Ankum/Mettingen
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