Jugendliche schauten Mitarbeitern beim Zukunftstag über die Schultern
Geschrieben von: Daniel Meier Montag, den 18. April 2011 um 23:14 Uhr
Ankum u.a. (dm) Blut zu sehen - das störte sie nicht – die Schüler, die jetzt beim Zukunftstag in den Niels-Stensen-Kliniken den Mitarbeitern über die Schultern schauten. Sie durften dabei oft sogar selbst Hand anlegen und zum Beispiel Puls und Blutdruck messen.
Den Praktikumstag nutzen Schüler in den Häusern der Niels-Stensen-Kliniken in Osnabrück, Georgsmarienhütte, Ostercappeln, Melle, Bramsche und Ankum.
“Die Schüler haben einen abwechselungsreichen Tag erlebt“, sagt Laurentius Uhlenkamp, der das Programm gemeinsam mit Kollegen im Franziskus-Hospital Harderberg und im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln organisiert hat. „Wir freuen uns über das große Interesse an Krankenhausberufen“, so stellvertretender Pflegedienstleiter Ansgar Glane.
Der Tag begann im Franziskus-Hospital mit einer Begrüßung durch die Hausleitung und einem einführenden Film. Dann besuchten die Schüler die Personalabteilung. Hier wurden ihnen die Krankenhausberufe kurz vorgestellt. Weiter ging es in der Unfallambulanz – die einige Schüler schon aus eigener Erfahrung kannten. Sie erfuhren, was beim Anlegen eines Gipsverbandes zu beachten ist.
Spannend wurde es auch auf der Pflegestation. Die jungen Gäste konnten hier selbst einige Pflegaufgaben üben: Sie durften an einer Puppe ausprobieren, wie ein Patienten im Bett gelagert wird und sie konnten eigenständig Puls und Blutdruck messen.
In der Endoskopie konnten die Schüler durch ein Endoskop blicken. Und in der Röntgenabteilung erlebten sie, wie durch Röntgenaufnahmen ein Herzschrittmacher auf dem Röntgenschirm sichtbar wird. Der Weg führte die jungen Besucher außerdem zur Elektrokardiographie, Sonographie und in die Patienten-Aufnahme. Auch blickten sie kurz in einen OP-Saal. Station machten die Schüler auch in der Physiotherapie, wo sie das Bewegungsbad und den Schlingentisch kennenlernten, sowie in der Bettenzentrale, wo die Krankenhausbetten desinfiziert und aufbereitet werden. Im Kreißsaal erläuterten Hebammen und Kinderkrankenschwestern ihre Aufgaben.
Und auch ein Besuch in der Küche stand auf dem Programm: Der Chefkoch erklärte, wie das Essen für die Patienten zubereitet und verteilt wird.
Anschließend berichteten die Mitarbeiter der Technik über ihre Aufgaben im Zusammenhang mit der Klimaanlage, dem Kesselhaus und dem Notstromgerät. Und schließlich stellten noch die Mitarbeiter der Zentralsterilisation, der Apotheke und der Cafeteria ihre Arbeit vor.
Die Schüler waren beeindruckt von den vielfältigen Berufen im Franziskus-Hospital und bekundeten, sich gut vorstellen zu können hier später einmal arbeiten zu wollen.
Die Niels-Stensen-Kliniken sind mit rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region Weser-Ems. Das Bildungszentrum St. Hildegard, eine Einrichtung der Niels-Stensen-Kliniken, ist mit rund 250 Ausbildungsplätzen die größte Einrichtung dieser Art in Niedersachen. Berufe im Gesundheitswesen gehören nach Einschätzung vieler Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsexperten zu den wichtigsten Beschäftigungsmöglichkeiten der Zukunft.
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