In Ankum gründete sich eine Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)
Geschrieben von: Franz Raschke Donnerstag, den 07. April 2011 um 20:51 Uhr
Vorsitzender Detert Brummer-Bange: „Für ein besseres Miteinander und eine bessere politische Kultur vor Ort“.
Ankum. (fr) Schon vor mehr als 12 Monaten fanden sich im Unmut über Erscheinungen der Ankumer Kommunalpolitik Ankumer Bürger zusammen, um gemeinsam ein verstärktes Augenmerk auf das Tun der Ratsmitglieder und Parteien zu richten. Mit der Zeit schlossen sich stetig weitere Bürger an, diskutierten parteiunabhängig und machten sich mit ersten Arbeitskreisen auf den Weg.
Am vergangenen Mittwochabend gründete sich nun aus diesem Kreis als „Alternative“ und in der Absicht konsequent, die Unabhängige Wählergemeinschaft Ankum (UWG-Ankum).

Nach allen vergangenen Mittwochstreffen mit vielfach unterschiedlichen Interessenten aus dem Dorf und den Bauernschaften, wurde die Gründungsversammlung am 6. April für alle Beteiligten ein spürbar besonderer Moment. Etwa 40 Personen, Vertreter der Presse eingerechnet, hatten sich eingefunden, um an der Gründung einer neuen politischen Initiative in Ankum teilzunehmen. 33 Teilnehmer der Versammlung unterzeichneten nach Verlesung die Satzung als Mitglieder der UWG-Ankum.
Peter Osing wurde als Versammlungsleiter tätig und leitete die Vorstandswahlen, in denen alle Bewerber je mit großer Mehrheit gewählt wurden. Detert Brummer-Bange wurde 1. Vorsitzender, Klaus Buschermöhle nimmt das Amt des 2. Vorsitzenden wahr. Michael Meyer ist Schriftführer, Franz Wellmann Kassenwart, Dirk Raming wird als Pressewart tätig. Die Beisitzer sind Georg Thumann, Gerd Holzgräfe, Günther Hugenberg (in Abwesenheit gewählt) und Martin Schmidt. Kassenprüfer sind Mathias Freitag und Jörg Raming.
Detert Brummer-Bange gab nach Abschluss des formellen Teils der Gründungsversammlung seiner Freude Ausdruck, dass nun Öffentlichkeit hergestellt werde: „Angesichts dessen, was im Dorf schon vorab über eine mögliche UWG gesprochen wurde, können einem ja die Haare zu Berge stehen“. Er freute sich über die sehr positive Resonanz, die nicht nur während dieser Gründungsversammlung zum Ausdruck kam, sondern auch das Interesse vieler weiterer Bürger einbeziehe.
Die UWG-Ankum, so war seitens mehrerer UWG-Aktiver am Mittwochabend zu vernehmen, versteht sich nicht als Protest sondern als Alternative. In Unabhängigkeit von den Strukturen der Parteien wolle man zu einem besseren Miteinander und einer besseren politischen Kultur in Ankum beitragen. Es dürfe nicht mehr sein, dass Entscheidungen in kleinen Zirkeln getroffen werden, die Bürger seien stärker an den Diskussionen und den Entscheidungen zu beteiligen.
Eine solide Haushaltspolitik, eine integrative Jugendarbeit, eine Stärkung und der Ausbau des Gewerbe- und Industriestandortes, eine ökologisch und wirtschaftlich verträgliche Umgestaltung des Bereichs Marktplatz/Aslager Straße, oder auch die Stärkung der Schullandschaft in Ankum, zählen laut Mitteilung unter anderen zu den Zielen der UWG.
Die Satzung der UWG gibt hierzu folgende Auskunft: „Nicht Parteipolitik, sondern Bürgerpolitik ist der Grundsatz der UWG. Ziel ist es, Kommunalpolitik so zu gestalten, dass ein Sinn erkennbar, ein Nutzen für alle erreicht, politische Abläufe durchschaubar und auf die Gemeinde zugeschnitten werden.“
Die UWG-Ankum stellt zur weiteren Information ein Internetprojekt „www.uwg-ankum.de“ bereit und lädt am 13. April – 20 Uhr -. zu einem Treffen mit interessierten Bürgern auf dem Ferienhof Schmidt in Ankum ein. „Sich einzubringen ist bei uns erwünscht“, heißt es auf einem Flugblatt. „Wer Interesse hat mitzumachen oder nur mal reinschauen möchte, ist herzlich willkommen.“
Weiterlesen:
> Die Internetseiten der Unabhängigen Wählergemeinschaft Ankum (UWG)
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