Beim Ankumer Neujahrsempfang wurde die Hand gereicht

Referent Peter Klösener: „Jeder Tag ehrenamtlicher Tätigkeit ist eine Bereicherung“

Zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände waren der Einladung ins See- und Sporthotel gefolgtAnkum. (fr) Die Ehrung der ehrenamtlichen Arbeit für das Gemeinwesen hatte sich die Gemeinde Ankum zum Mittelpunkt des Neujahrsempfangs am Sonntagvormittag gewählt und zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände waren der Einladung ins See- und Sporthotel gefolgt. Ankums Bürgermeister war jedoch – gesundheitlich bedingt – „nicht gut bei Stimme.“

So gab Ferdinand Borgmann nach einer kurzen Begrüßung die weitere Rede an seinen Stellvertreter Heinz Sandbrink ab und dieser begrüßte zunächst die Ehrengäste, darunter den Ankumer Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen, den Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann und das „politische Urgestein“ Altbürgermeister Franz Dückinghaus,  sowie die Vertreter der Kirchengemeinden, des Rates und der Verwaltung der Gemeinde Ankum. Nicht minder aber auch all jene Bürger Ankums, die sich ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden oder in Einzelleistung für das Gemeinwohl einsetzen. 1101Ein Grußwort des Samtgemeindebürgermeisters Dr. Michael Lübbersmann: Darauf achten, dass auch in schwierigen Haushaltszeiten der Motor läuft

Einen ersten Blumenstrauß erhielt gleich darauf Katrin Heinemann, die als Ehrenamtslotsin in der Gemeinde Ankum tätig ist. „Der Dank an Dich ist unserem Bürgemeister ein von Herzen kommender Blumenstrauß wert“, sagte Sandbrink und behielt Recht. Mit einem lieben Dank übergab Borgmann den Strauß Blumen an die Frau, die in Ankum als Ansprechpartnerin in allen Fragen ehrenamtlichen Engagements zur Verfügung steht. (Link-Tipp: www.ehrenamtslotse.de).

Rückblickend auf das vergangene Jahr notierte der stellvertretenden Bürgermeister als vorrangige Erfolge die neuerliche Anerkennung Ankums als staatlich anerkannter Erholungsort, das millionenschwere Projekt „Neubau katholischer Kindergarten“, den Ausbau des Einkaufszentrums West, den Bau eines zusätzlichen Sanitärgebäudes am Jugendzeltplatz, die Inangriffnahme verschiedener Straßenbauprojekte  sowie die erfolgreiche Bewerbung im Förderprogramm QIN zur Förderung des Quartiers „Hauptstraße“.  Hinsichtlich der Ankumer Hauptstraße gestand Sandbrink auch ein, dass das Pflaster in einem teilweise sehr schlechten Zustand sei. „Hier wird der Gemeinderat kurzfristig nach einer Lösung suchen müssen, eventuell mit Erleichterungen für Fußgänger, Rollstuhl und Kinderwagen“.Dank an den Referenten für einen fesselnden Vortrag v.l. Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Peter Klösener (Landvolk-Hochschule Oesede) und der stellvertretende Bürgermeister Heinz Sandbrink


Ausblickend auf das noch junge Jahr 2011 und dem CDU-Vorstand im öffentlich hinreichend bekannten Disput sprachlich die Hand reichend, sagte Sandbrink auch: „Mit Unterstützung unseres Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen hoffen wir, dass die Projekte Kreisverkehr Loxtener Straße, Kreisverkehr Ortseingang Ost sowie Fahrradweg nach Westerholte endlich in die Bauphase treten“. Der Gemeinderat habe diesbezüglich die Hausaufgaben getätigt. Schon vorab dieser Worte zum erhofften Friedensschluss hatte Sandbrink in seiner Rede als möglichen guten Vorsatz  für das Wahljahr 2011 beschrieben, dass „sich in der nächsten Zeit die politischen Akteure einmal zusammensetzen, um Missverständnisse auszuräumen und Meinungsverschiedenheiten in einem geschützten Raum zu diskutieren, vielleicht sogar zu beheben oder zumindest gelassen hinzunehmen und einer demokratischen Entscheidung zuzuführen."

MdL Reinhold Coenen, neben seinen vielseitigen anderen Aufgaben und Tätigkeiten auch Vorsitzender des örtlichen CDU-Gemeindeverbandes, griff diese Anregung nur mittelbar auf und beschrieb in seinem Grußwort die Grundbedingungen politischer Arbeit, mit dem Anspruch, das von den Wählern in die Arbeit der Politiker gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.Die Jazzband „Happy Jazz Society“ umrahmte den Empfang musikalisch

In weiteren Grußworten erinnerte sich Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann an ein Zitat des Automobilfabrikanten Henry Ford und wünschte sich „den Motor“ weiterhin laufen zu lassen, auch in knappen Haushaltszeiten, die durchaus ernsthaft zu betrachten seien, aber auch selbstbewusst gehandhabt werden sollten. Ihm am Herzen liegt vor allem auch die Bildung, zumal im frühestens Kindesalter, und die Gesundheitsvorsorge. In beiden Bereichen sei in Ankum viel erreicht worden. Für die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus erinnerte Benno Sandbrink unter anderem an das 150-jährige Jubiläum des Marienhospitals Ankum-Bersenbrück, an dem auch der damalige niedersächsische Ministerpräsident und heutige Bundespräsident Christian Wulff teilnahm.

Im Anschluss referierte Peter Klösener als Dozent der Landvolk-Hochschule Oesede in einem fesselnden Vortrag über die Entwicklungen im ehrenamtlichen Engagement und die daraus folgenden Konsequenzen für Vereine und Verbände. Ein Gruppenbild mit den Ehrengästen zum Abschluss. v.l. MdL Reinhold Coenen, Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Ehrenamtslotsin Katrin Heinemann, Referent Peter Klösener, Dr. med. Mechthild Wortmann, Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann, Benno Sandbrink und Ankums stellvertretender Bürgermeister Heinz SandbrinkAbseits anderer interessanter Mitteilungen aus einer aktuellen Studie, sorgte er für manches Schmunzeln der Gäste, wenn er humorig die unterschiedlichen Bedingungen der ehrenamtlichen Tätigkeit von Frauen und Männern unter die Lupe nahm. Als wichtig stellt Klösener heraus, dass einem ehrenamtlichen Engagement auch eine zeitliche Begrenzung innewohnen darf und nie der Dank für den Einsatz zugunsten des Gemeinwohls fehlen sollte. Er gab zu bedenken, dass jeder Tag des freiwilligen, ehrenamtlichen Einsatzes auch eine Bereicherung für den Einzelnen und unsere Gesellschaft darstellt.

Der offizielle Teil des Neujahrsempfangs, der von der Jazzband „Happy Jazz Society“ musikalisch umrahmt wurde, schloss mit der Ehrung des außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagements der Ankumer Ärztin Dr. Mechthild Wortmann, die im Auftrag des Vereins Humedika weltweit in Krisengebieten hilft. Bitte lesen Sie hier weiter.

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