175 Jahre „Büters“ im Hotel Billenkamp - Eine Ankumer Familiensache

Von der Früh bis in den Abend zog sich die Reihe der Gratulanten –   „Wir bleiben jung und lebendig“

175 Jahre Gaststätte Billenkamp in AnkumAnkum. (fr). Eigentlich war es eine reine Familiensache, das Jubiläum gestern im Hotel der Familie Rudi und Christel Billenkamp.  Nämlich jene der "Familie Ankum", die seit kaum noch zu zählenden Jahren ihr Herz an  Büters Kneipe, an die einzigartige Gastlichkeit dieses Hauses und auch ganz persönlich an die Billenkamps verloren hat.

Von  11 Uhr an und anhaltend bis in den Abend, strömten die Gratulanten in ihre Ankumer Kneipe und brachten dabei nicht selten Präsente mit, die gewiss schon vor Wochen in der Vorfreude auf diesen ganz besonderen Festtag und mit viel Liebe zum Anlass ausgesucht worden waren.  Ob Gemeinde- , Vereins- oder Brauereivertreter, Nachbar oder Kollege, Stammtischler oder Stammgast, Freund oder Bekannter... , niemand wollte gestrig im weiten Rund der Festgäste fehlen.

Die allerbesten Wünschen zum Jubiläum in einem feierlichen Moment. v.l. Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Ratsherr Johannes Lagemann, Rudi und Christel Billenkamp und Thomas Krause.„175 Jahre sind ein seltener und wertvoller Anlass zum Feiern in der heutigen schnelllebigen Zeit“, sagte Ankums Bürgermeister Ferdinand Borgmann und dankte im Namen des Dorfes für die „liebe, nette und zuvorkommende Art“ der Gastlichkeit in der Gaststätte und im Hotel der Familie Billenkamp, die in ihre Weise „einmalig“ sei. Während man viel über Integration rede, seien in diesem Gasthaus immer schon alle Leute, vom Handwerker über den Lehrer oder Politiker bis zum Arbeitssuchenden, gut und in gleicher Weise zuhause gewesen.

Mit einem gedanklichen Augenzwinkern nahm der Bürgermeister dann auch noch „behördlich“  Bezug auf einen Passus in der Erlaubnis zur Führung einer Schankwirtschaft aus dem Kneipen-Ursprungsjahr 1835, welcher dem Betrieb  „weder Tänzereien noch eigentliche Trinkgelage“ gestattete. Nach Durchsicht aller Unterlagen im Rathaus, könne er der Gaststätte Billenkamp diesbezüglich nur eine 175 Jahre währende, tadellose Führung bescheinigen.Büters Kneipe, ein besonderer Ort der Gastlichkeit für Ankumer aller Generationen

Thomas Krause, Chef der Ankumer Werbegemeinschaft und erst vor 6 Jahren in Ankum zugezogen, beschrieb seine ersten Eindrücke  im Kontakt mit der spätestens seit gestern historischen Kneipe am Eingang der Ankumer Hauptstraße. Jung und Alt hätten da im besten Miteinander am Thresen und an den Tischen gesessen und das Lokal sei eigentlich doch eher ein Mehrgenerationenhaus, auch wenn's draußen nicht dran steht.

Vorab der Grußworte der Gäste, nahm sich auch Rudi  Billenkamp das Mikrofon und hielt seine Rede, die im 175. Jahr sein musste, unter der Überschrift zweier Worte.

Viele liebevoll bereitete Präsente zeugten von der Vorfreude auf diesen ganz besonderen Tag„Danke!“  sagte er zunächst seiner Gattin Christel, den anwesenden Gästen, Nachbarn. Freunden, Kollegen und auch jenen lieben Leuten, in deren Mitte er aufwuchs und die heute von „Wolke 7“ auf das Jubiläum herabschauen. Dazu zählte er neben  seinen Eltern Hans und Carla Billenkamp auch eine lange Reihe Ankumer „Originale“, die das Werden der Kneipe mitgeprägt haben. Und da es im Alltag einer Wirtsfamilie  nicht immer ohne Hilfe geht, ging auch noch ein ganz liebes Dankeschön an die Geschwister und „Oma und Opa Heeke“.

Allerbeste Feierstimmung am Abend im Festzelt, kurz vor Anbruch der nächsten 25 Jahre.„Wir bleiben jung und lebendig“ versprach der Wirt nach einem kleinen Ausflug in die lange Geschichte der Kneipe, die den Ankumern so sehr ans Herz gewachsen ist. Viele Bilder, die über die Zeit geretteten Möbel und selbst die Hölzer des Parkettbodens bergen in den urgemütlichen Räumen noch immer den Stoff für unzählige Erzählungen. „Gott sei Dank“, so der Wirt schmunzelnd zum Bürgermeister, „wurden nicht alle hier während der Jahre ausgedachten politischen Ideen und Schachzüge auch Wirklichkeit“.

„Live it up“ - Lebe es aus – Der Name der Band war wieder einmal Programm.Mit „Prost“, dem zweiten Wort in der Überschrift seiner Rede, gab Rudi Billenkamp dann die  Feiern zum 175-jährigen Jubiläum frei und diese zogen sich bestens gestimmt bis weit in die frühen Morgenstunden. Klar, dass hierbei auch viele Gäste ihre ganz persönlichen Büters-Geschichten zu erzählen wussten, wenn sie sich nicht gerade von der Musik der Band „Live it up“ mitreißen ließen oder sich am Peperoni-Imbissstand stärkten.

Ebenso einladend und schön wie dieses Fest gewesen ist, ist nun auch die Aussicht auf die nächsten 25 Jahre in der Geschichte des Hotels der Familie Billenkamp, die mit Sicherheit noch unzählige schöne Momente für die Gäste des Hauses bereithalten.

 

Herzlichen Glückwunsch zu  175 Jahre „Büters“ im Hotel Billenkamp!

Weiterlesen:
> Ein gutes Stück Ankumer Geschichte: 175 Jahre Schankwirtschaft Billenkamp
> Die Homepage: Hotel Familie Billenkamp

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