Kolpingjugend bot Bewerbungstraining für Jugendliche
Geschrieben von: Markus Heitmann Dienstag, den 30. November 2010 um 00:16 Uhr
Ankum. (mh) Den Weg durch das Dickicht von Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch bahnen – das war Ziel eines Wochenendkurses „Choose your way and job it“ für Jugendliche, den die Ankumer Kolpingjugend zusammen mit dem Jugendbüro der Kolpingjugend Diözesanverband Osnabrück erstmalig anbot. Zunächst ging es darum, persönliche Stärken herauszufinden und wie man sie präsentiert. Ein so genanntes Zukunftsbuch erweiterte die Übung: Was kann ich gut und was nicht so gut? Die Antworten wurden schriftlich festgehalten, ebenso die Vision, wo man 2025 beruflich und privat stehen möchte. „Man kann sich das Buch in ein paar Jahren anschauen und überprüfen, ob Ziel und Selbstwahrnehmung noch stimmig sind“, erläuterte Christina Gräuler, die Diözesanjugendreferentin der Kolpingjugend, den Zweck der Übung.
Was in das Bewerbungsschreiben gehört und was nicht, darüber informierte Andreas Gerdes, Kursreferent der Kolpingjugend DV Osnabrück. Er berichtete von immer wiederkehrenden Fehlern in Bewerbermappen. Ärgerlich seien Rechtschreibfehler, falsche Namen und Adressen der angeschriebenen Firmen. In das Bewerbungsanschreiben gehörten „Menschlichkeit und die überzeugende Begründung, warum man der oder die Richtige für den Beruf ist“. Cora Schmidt, 17-jährige Schülerin aus Menslage, hatte in ihrer Schule noch keinen berufsvorbereitenden Unterricht, und fand die Informationen und Tipps des Seminars sehr hilfreich.Auch die letzte Hürde im Bewerbungsprozess, das Vorstellungsgespräch, probten die Schüler und Schülerinnen. Zu jeweils fünfminütigen Interviews bat das Referententeam. Sie fragten nach Motiven für die Berufswahl, bereits geleisteten Praktika oder verlangte eine kurze Vorstellung der Kandidaten: „Offen ins Gespräch gehen und sich nicht verstellen sollten Jugendliche, die zur Vorstellung eingeladen werden.“ Philipp Fritsch, 14-jähriger Schüler, betonte: „Gut, dass wir vorher noch etwas über die Fragen gehört haben, die Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch gerne stellen.“ Da jedes Gespräch gefilmt wurde, konnten Christina Gräuler und Andreas Gerdes im Anschluss Tipps geben, was gut war und wo „noch Baustellen sind“.
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