Patrick Smolka sammelt beachtliche Auszeichnungen seines handwerklichen Könnens

Landessieger und Bundessieger: Vom Lehrling im Dachdeckerbetrieb Gerd Thyen bis zur IFD-Weltmeisterschaft 2011

Die ersten drei Plätze im Bundesentscheid von rechts: Patrick Smolka, Hannes Schmidt (Weilburg) und Simon Moser (Schauren). Foto: DDHAnkum. (fr) Seine Gesellenprüfung zog Patrick Smolka vor und wurde diesjährig dennoch Bester der Dachdecker-Innung im Bereich der Kreishandwerkerschaft Osnabrück. Theoretisch mindestens gut, in der Praxis sehr gut, so lauteten die Bewertungen für den Ankumer Junghandwerker, der danach noch zwei überaus bemerkenswerte Auszeichnungen seines handwerklichen Könnens sammelte.

Nach der vorgezogenen Gesellenprüfung im Januar, trat Patrick Smolka am 4. Oktober 2010 zum Landeswettbewerb der Handwerksjugend im Dachdeckerhandwerk - Niedersachsen und Sachsen-Anhalt -  in St. Andreasberg/Oberharz an und setzte sich auch hier durch. Als Landessieger  wurde für ihn damit der Weg frei zur Teilnahme am Bundesentscheid im rheinland-pfälzischen Mayen am 8. und 9. November.Knifflige Aufgaben der Fassadenverkleidung: Die Teilnehmer des Bundesentscheids im Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Mayen an den Holzwürfeln. Foto: DDH

Im dortigen Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks hatten die Teilnehmer zunächst eine Hauptarbeitsprobe auszuwählen und herzustellen, wobei ausschließlich Arbeiten der Dachziegel- und Schieferdeckung gewählt wurden.  Im Anschluss waren dann noch zwei weitere Arbeitsproben nach Vorgabe der Bundesbewertungskommission - unter Vorsitz des Landesinnungsmeisters Manfred Arp – anzufertigen.

Mit 172,00 von maximal möglichen 200 Punkten schaffte Patrick Smolka auch hier den ersten Platz, wurde Bundessieger im Jahr 2010 und darf nun im Jahr 2011 zur Weltmeisterschaft der IFD (Internationale Föderation des Dachdeckerhandwerks) antreten. Sie sind gemeinsam stolz auf die erreichten Auszeichnungen: Patrick Smolka (links) und Dachdeckermeister Gerd Thyen

Welche Aufgabe in den Wettbewerben die schwierigste war, vermag der Geselle, der vor der Dachdeckerausbildung im Bereich Softwareentwicklung tätig war, so recht nicht zu sagen. Anspruchsvoll waren alle Arbeitsproben. Sicher weiß er aber, dass es für ihn genau richtig war, vom Arbeitsplatz am Computer ins abwechslungsreiche, sowohl theoretisch, praktisch wie körperlich fordernde Handwerk zu wechseln. So sieht es auch sein Chef, Dachdeckermeister Gerd Thyen, der „mächtig stolz“ auf die Leistung seines ehemaligen Lehrlings ist.

Bildquellenhinweis: Bild 1 und 2 mit freundlicher Genehmigung der DDH-Redaktion der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG, Köln.


Der Ausbildungsbetrieb:

Dachdeckermeister
Gerd Thyen
Tütinger Str. 25
49577 Ankum
Telefon: 05462 71118

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