Hilfestellung für Familien mit Problemen

Sozialdienst katholischer Frauen und Kindergärten setzen auf Kooperation

Ankum. (to) Als Kooperationspartner steht den drei katholischen Kindergarten aus Ankum, Eggermühlen und Kettenkamp seit kurzer Zeit der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) zur Seite. Gemeinsam wollen die drei Kitas und der SKF bei Problemen oder Lebenskrisen der Eltern der Kindergartenkinder schnelle und effektive Hilfestellungen geben.

Beschlossene Sache: Ihre Unterschriften setzten die Kita-Leiterinnen Petra Midden (links), Anke Johanning (mitte), Elisabeth Thale (rechts) sowie SKF-Sozialarbeiterin Claudia Schumacher (zweite von links) unter die gemeinsame Kooperationsvereinbarung. Mit dabei waren auch Diakon Olaf van der Zwaan, Pastor Bernd Heuermann und Kiga-Mitarbeiterin Tatjana Werwein. Foto: Thomas OeverhausBei der Unterzeichnung der Kooperationsvertrages zwischen dem SKF und dem St.-Nikolaus-Kindergarten Ankum, dem Marien-Kindergarten Eggermühlen sowie dem Christopherus-Kettenkamp war auch Claudia Schumacher mit von der Partie, die als Diplom-Sozialpädagogin beim SKF in Bersenbrück tätig ist. Sie engagiert sich dort in der Allgemeinen Sozialen Beratung und kann bei vielschichtigen Problemen und Lebenskrisen guten Rat anbieten, egal ob es sich um finanzielle Fragen, Suchtprobleme oder auch Erziehungskonflikte handelt.

Besonders Kinder aus „Problem-Familien“ zeigen in ihrem Verhalten deutliche Auffälligkeiten und so sind es nicht selten die Erzieherinnen in den Kindergärten, die als eine der Ersten auf die Probleme aufmerksam und damit konfrontiert werden. Hier setzt nun die professionelle Hilfe der Sozialdienstes katholischer Frauen an, denn die „Kontakt- und Verbindungsstellen“ zwischen betroffenen Eltern und dem SKF sollen die drei Kindergärten übernehmen.

Um die Kita-Mitarbeiterinnen für dieses mitunter schwierige Thema weiter zu sensibilisieren, wurde in der Kooperation unter anderem vereinbart, dass regelmäßig gemeinsame Besprechungen und Kontakte zwischen dem SKF und den Kindergärten in Ankum, Eggermühlen und Kettenkamp stattfinden. Durch das Vorstellen der SKF-Kontaktperson, beispielsweise bei Elternabenden, Sprechtagen oder Kindergartenfesten, soll zudem die „Hemmschwelle“ abgebaut werden, die vielerorts sicherlich noch vorhanden ist.

Aus dem gemeinsamen Konzeptentwurf der SKF und den drei Kitas geht hervor, das für die Entwicklung eines Kindes die Erfahrungen der ersten Lebensjahre von großer Bedeutung sind. Daher sollte alles dafür getan werden, dass Familien bei eventuell auftauchenden Problemen, egal welcher Art, möglichst frühzeitig Beratung und Unterstützung erlangen. Vordergründiges Ziel der Kooperation ist demnach, Familien bei den unterschiedlichsten Problemen einen niederschwelligen Zugang zur Beratungsstelle des SKF zu ermöglichen, um so möglichst frühzeitig Weichen stellen zu können, um eine Verfestigung und Verschlimmerung der Probleme zu verhindern. Durch die Sensibilisierung der Erzieherinnen für mögliche Probleme von Familien und die Möglichkeit der Beratung und Unterstützung, soll eine umfassende und frühzeitige Hilfestellung für Familien gewährleistet werden.  

Auch Bernd Heuermann, Pfarrer des Pfarrverbundes Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp, hält die neue Kooperation des SKF mit den katholischen Kindergärten für eine absolut sinnvolle Ergänzung des Angebotes im Rahmen der Eltern-Erziehungspartnerschaft. „Die Eltern sind Experten für ihr Kind, die Erzieherinnen sind ergänzend tätig und für Tipps sind Eltern dankbar“, war von Bernd Heuerman bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Ankumer St. - Nikolaus-Kindergarten zu erfahren.

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